Massenproteste

05. Februar 2011 21:44; Akt: 05.02.2011 21:56 Print

Anti-Berlusconi-Demo wegen Sexvorwürfen

In Mailand haben Tausende den Rücktritt von Silvio Berlusconi gefordert. Unter den Protestierenden war auch Umberto Eco.

storybild

Tausende kamen um gegen ihren Präsidenten zu demonstrieren. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach Sexvorwürfen gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi sind am Samstag in Mailand unzählige Menschen auf die Strasse gegangen um gegen ihn zu demonstrieren. Neben Gewerkschaftsführern wandten sich mehrere bekannte linksgerichtete Intellektuelle des Landes, darunter die Schriftsteller Umberto Eco und Roberto Saviano, am Samstag an die Demonstranten. Sie hatten sich in einem Stadion versammelt. Nach Angaben von Organisatoren der Protestaktion unterschrieben mehr als 100 000 Menschen eine Petition gegen Berlusconi.

Der 74-jährige Ministerpräsident wird beschuldigt, eine 17-Jährige für Sex bezahlt und später sein Amt missbraucht zu haben, um die Beziehung zu vertuschen. Berlusconi hat die Vorwürfe zurückgewiesen und der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, ihn aus dem Amt drängen zu wollen. Einen Rücktritt hat er bislang abgelehnt. Berlusconi äusserte am Samstag erneut die Ansicht, vorgezogene Wahlen hätten «gravierende Schäden» für Italien zur Folge, das derzeit darum bemüht sei, aus der Rezession zu kommen.

(ap)