«Costa Concordia»

18. Mai 2012 19:04; Akt: 18.05.2012 22:25 Print

Bergung startet nächste Woche

Bereits in wenigen Tagen soll mit der Bergung der havarierten «Costa Concordia» begonnen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 236 Millionen Euro.

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Nächste Woche beginnt die Reederei Costa Crociere damit, das havarierte Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» aufzurichten. Das ganze Jahr hindurch arbeitete die Reederei daran, dass schiff am Meeresgrund zu sicher. Nachste Woche soll es dann mit Hilfe von Gewichten und Kränen aufgerichtet werden. Die Fischer der Insel befürchten, dass das Schiff auseinander bricht und sie danach mit einer Umweltkatastrophe kämpfen müssen. Am 18. Mai 2012 gab die Reederei Costa Crociere bekannt, dass in wenigen Tagen mit der Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» begonnen werden soll. Am 26. März haben Taucher zwei weitere Leichen aus dem Wrack geborgen. 27 Opfer wurden bislang an Land gebracht. Drei befinden sich noch im Schiff. Zwei Personen gelten noch als vermisst. Am 23. Februar finden Taucher erneut vier Leichen an Bord der Costa Concordia. Weitere 7 Personen werden noch vermisst. Am 22. Februar 2012 finden Taucher vier Leichen in der Costa Concordia. Am 31. Januar war die Suche nach den verbliebenen 15 Vermissten endgültig eingestellt worden. Mit einem Spezialboot sammelten Einsatzkräfte am 26. Januar Müll rund um das havarierte Kreuzfahrtschiff ein. Am 25. Januar werden erstmals Bilder veröffentlicht, welche die Flucht mit Rettungsbooten zeigen. Die Überlebenden des Unglücks hatten die Besatzung kritisiert, dass die Rettung schlecht organisiert war. Am 23. Januar finden die Rettungskräfte die Leichen Nummer 14 und 15. Noch immer werden 17 Menschen vermisst. Am 18. Januar tauchten erste Satellitenaufnahmen der «Costa Concordia» vor... ...der Insel Giglio auf. Rettungstaucher finden am 17. Januar fünf weitere Leichen im Wrack der «Costa Concordia». Die Suche nach den Vermissten geht weiter. Die halb versunkene «Costa Concordia» liegt am Abend des 16. Januar vor der Küste der Insel Giglio. Rettungstaucher suchen im Schiffswrack weiter nach Überlebenden. Ein Taucher schwimmt im Inneren der «Costa Concordia» und sucht nach Lebenszeichen. Das Inventar des Luxusliners ist komplett durcheinander gekommen. Die Generaldirektor Gianni Onorato und ... ... der Vorstandsvorsitzende Pier Luigi Foschi distanzieren sich an einer Pressekonferenz am 16. Januar von ihrem Kapitän Francesco Schettino. sei eigenmächtig und ohne Genehmigung vom Kurs abgewichen. Das Kentern der «Costa Concordia» sei somit auf menschliches Versagen zurückzuführen. (Bild: TV-Aufnahme vom 14. Januar) Immer noch werden mindestens 15 Personen vermisst. Doch weil das Schiff wegzurutschen droht, müssen die Bergungsarbeiten für mehrere Stunden unterbrochen werden. Am eingetragen. Es liegt bedenklich nahe an der Fährenroute Porto Giglio - Porto Santo Stefano. Unermüdlich suchen die Rettungsleute auch am das Wrack des in der Nacht auf 14. Januar 2012 auf Grund gelaufenen Schiffs nach Vermissten ab. Die Bergung gestaltet sich als schwieriger Kletterakt. Kabine um Kabine muss durchsucht werden. Auch Taucher sind rund um die Uhr im Einsatz. Hier ist eines der Decks zu sehen ... ... und hier die Pianobar des Kreuzfahrtschiffs. Das Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» hat ... ... einen Felsen gerammt, ... ... «der ein 70 Meter langes Loch in den Rumpf gerissen hat», sagte Francesco Paolillo von der italienischen Küstenwache. Das Schiff wurde regelrecht Danach hat es sich und läuft langsam voll. Fast 30 Stunden nach der Havarie ist in der Nacht auf den Sonntag (15. Januar) ein lebend aus einer Kabine geborgen. Das Paar hatte auf dem Kreuzfahrtschiff seine verbracht. Am Samstag, 14. Januar, werden Tote geborgen, viele Personen sind noch immer vermisst. Passagiere mit Schwimmwesten an Bord des Unglücksschiffs, kurz nach der Havarie. Viele wurden beim Unglück vor der toskansichen Küste verletzt Ein Grossteil der rund 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord ... ... wurde mit Schlauchbooten evakuiert. Der Hafen von Giglio ist von Schiffbrüchigen belagert. «Wir haben einen grossen Krach gehört, dann war es die Hölle», sagte ein Passagier, der zusammen mit anderen Betroffenen aufs Festland nach Porto Santo Stefano gebracht wurde. Dass sich der Unglücksort unmittelbar vor dem Hafen der Insel Giglio befindet, erleichterte die Evakuierung. Francesco Schettino, des Schiffes wurde verhaftet. Gegen ihn wird wegen mutmasslichen Totschlags und Verursachung von Schiffbruch ermittelt. Zudem wird ihm vorgeworfen, das Schiff verlassen zu haben, als sich noch Menschen an Bord befanden. Die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere nannte das Schiffsunglück «eine bestürzende Tragödie». Dramatische Rettungsaktionen an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Das Unglück erinnert an den Untergang der Titanic vor 100 Jahren.

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Gut vier Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» beginnt voraussichtlich nächste Woche die Bergung des Wracks. Die Arbeiten würden ein Jahr dauern, teilten die Genueser Reederei Costa Crociere, die US-Firma Titan Salvage und das italienische Unternehmen Micoperi am Freitag in Rom mit.

Dienstag oder Mittwoch könnten die ersten Vorbereitungen beginnen. Das 290 Meter lange Schiff, das immer noch vor der toskanischen Insel Giglio liegt, soll im Ganzen geborgen und danach zerlegt werden. Die Kosten betragen nach einer ersten Schätzung etwa 236 Millionen Euro.

Zuerst soll die «Costa Concordia» am Meeresgrund gesichert und dann mit Hilfe von Containern und Kränen aufgerichtet werden. Die Container werden je nach Bedarf mit Wasser oder mit Luft gefüllt - und bilden so entweder ein Gegengewicht oder sorgen für Auftrieb.

Eine Schiffsbergung dieser Art habe es noch nie gegeben, unterstrichen die Reederei und die Bergungsfirmen. Rund 100 Menschen werden im Einsatz sein.

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes am 13. Januar waren 30 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden immer noch vermisst.

Aufrichten des Schiffes kommendes Jahr

Das Sichern des Schiffes soll bis Ende August abgeschlossen sein. Danach, möglicherweise erst Anfang kommenden Jahres, soll das Schiff aufgerichtet werden.

Das sei der schwierigste Teil, erläuterte der Generalmanager von Micoperi, Silvio Bartolotti. Sei dies gelungen, werde das Schiff in Absprache mit den Behörden in einen italienischen Hafen geschleppt. Über den genauen Ort soll in den nächsten Monaten entschieden werden. Danach soll das Schiff zerlegt werden.

Der Bergungsplan entstand in Abstimmung mit den italienischen Behörden und mit den Verantwortlichen auf der Insel Giglio. Der Schutz der Natur sei bei der Bergung besonders wichtig, sagte Umweltminister Corrado Clini.

Rücksicht auf Tourismus

Der Chef des Zivilschutzes in Italien, Franco Gabrielli, unterstrich: «Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die bis jetzt geleistet worden ist.» Die Reederei betonte, dass auch auf den wichtigen Tourismus auf der Ferieninsel besondere Rücksicht genommen werde.

Die Mitarbeiter und die Ausrüstung der Bergungskräfte sollen deshalb überwiegend auf dem Festland bei Piombino rund 100 Kilometer nördlich von Giglio untergebracht werden.

Die «Costa Concordia» war in der Unglücksnacht zu nahe an die Insel herangefahren, hatte einen Felsen gerammt und war mit mehr als 4200 Menschen an Bord gekentert.

Kapitän noch unter Hausarrest

Kapitän Francesco Schettino steht weiter unter Hausarrest bei Neapel. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und Verlassen seines Schiffes während der nächtlichen Evakuierung vor.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berta am 18.05.2012 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Schwimmen auf einen Felsen

    Eigentlich hätte es gar keine Tote geben sollen, man hätte doch so einfach auf einen Felsen schwimmen können oder nicht?

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  • Felix Kneubühler am 18.05.2012 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Villa Wahnsinn

    Das ist ja heller Wahnsinn, und zuerst hochstellen, abschleppen und bergen und dann zerlegen nbtbehrt jeglicher Logik. Das ist ausserdem die teuerste Variante einer "Entsorgung" und dies während 1 Jahr mit über 100 Leute ist ja ein Irrwitz. Mit einem solchen Aufwand könnte man allen Bootsbesitzern in der Schweiz ein neues Boot schenken, ob Segel- oder Motorboot.

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  • Christof am 18.05.2012 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    den nicht gleich da lassen, wäre doch Ne tolle Touristen attraktion

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christof am 18.05.2012 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    den nicht gleich da lassen, wäre doch Ne tolle Touristen attraktion

    • Loris am 19.05.2012 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Klar!

      Es hat oil drin wegen dem!!

    • mein name am 19.05.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Nein nicht wegen Öl

      Das Öl ist raus. Es geht um den ganzen Müll und das es jederezit Sinken könnte also einge GEfahr darstellt.

    • Manuel W. am 19.05.2012 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Au dem neusten Stand Loris ??

      Die haben alle Öle schon rausgepumpt

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  • Berta am 18.05.2012 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Schwimmen auf einen Felsen

    Eigentlich hätte es gar keine Tote geben sollen, man hätte doch so einfach auf einen Felsen schwimmen können oder nicht?

    • Hans B. Etter am 19.05.2012 04:19 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, sicher...

      Ja, insbesondere wenn man sich mehrere Meter und Stockwerke unter der Wasserlinie in einem Innenraum befindet und das Wasser von oben einbricht...

    • Jürg am 19.05.2012 05:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Überleg mal...

      Die meisten Leute sind ja auch nicht außerhalb sondern im Schiffsbauch ertrunken, weil sie nicht an die Wasseroberfläche konnten!

    • Berta am 19.05.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schuld liegt bei den...

      Ja klar, aber die Schuld hat die Crew sowie die Verantwortigen für solche Fälle, die zu spät reagiert haben, wenn sie schon früher angefangen hätten in die Rettungsboote zu steigen und den Passagieren gleich, nachdem sie bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt, einen Alarm gegeben hätten, bin ich mir sicher, dass es gar keine Tote gehabt hätte!

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  • Felix Kneubühler am 18.05.2012 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Villa Wahnsinn

    Das ist ja heller Wahnsinn, und zuerst hochstellen, abschleppen und bergen und dann zerlegen nbtbehrt jeglicher Logik. Das ist ausserdem die teuerste Variante einer "Entsorgung" und dies während 1 Jahr mit über 100 Leute ist ja ein Irrwitz. Mit einem solchen Aufwand könnte man allen Bootsbesitzern in der Schweiz ein neues Boot schenken, ob Segel- oder Motorboot.

    • Ebnat-Kappel am 19.05.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

      Genau ..

      Und genau darum geht es doch. Wenn die Bergungsfirmen diese Variante als "einzige" darstellen, kann die Reederei nicht viel machen. Und diese bestimmen den Preis! Mal sehen wie sie vorankommen 20 Minuten wird uns sicherlich auf dem Laufenden halten.

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  • Gero am 18.05.2012 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bergung hier Bergung da Bergung wann?

    Ich lese hier auf 20min dauernd etwas von Bergung, aber gemacht wird ja eigentlich nichts. Am besten man zieht es ins Meer und lässt es dort untergehen, als neuer Lebensraum für Fische.

    • Atze am 18.05.2012 23:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ja genau....

      ....und dann kommt noch der ganze Schrott mit ins Meer!

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  • Fred am 18.05.2012 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso zerlegen?

    Wieso zerlegen? Repariert es doch oder schleppt es weit aufs Meer und versenkt es gleich. Wäre es abgerutscht würde man es auch nicht mehr heben. Also wieso so viel Geld ausgeben? Besser Armen Menschen helfen damit in Afrika oder so.

    • yanell f am 18.05.2012 22:17 Report Diesen Beitrag melden

      warum zerlegen?

      wiiiisoo zerlegen!? das riesen stahlgerippe ist doch ein super rohling für eine neue kreuzfahrtschippe! kann mir das jemand erklären?

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