Abschlepp-Aktion

15. Juli 2014 10:27; Akt: 15.07.2014 13:24 Print

Costa Concordia wieder auf offener See

Die mit Spannung erwartete letzte Phase der Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia hat begonnen. Das Unterfangen dürfte mehrere Tage dauern.

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Am zeigen Bilder, dass offenbar noch kein Öl aus dem havarierte Schiff ausgelaufen ist. Am 14. Juli tritt die Bergung des Costa Concordia in die letzte Phase. Mit speziellen Tanks soll der Rumpf aus einer Wassertiefe von 30 Metern um zwölf Meter angehoben werden. Anschliessend soll das Schiff zur Verschrottung nach Genua geschleppt werden. Der Abtransport des Wracks zog unzählige Schaulustige nach Giglio. Das Kreuzfahrtschiff trieb bis Ende Januar 2014 noch immer vor der Insel Giglio. Experten durchsuchten das Wrack nach Hinweisen zur Havarie. Sie steht wieder! In den frühen Morgenstunden des 17. September 2013 war die Aufrichtung der Costa Concordia vollbracht. Ganze 19 Stunden hat die sogenannte Parbuckling-Operation vor der italienischen Insel Giglio gedauert - länger, als geplant. «Besser hätte es nicht laufen können» freut sich Franco Porcellacchia, Projektmanager der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, der die «Costa Concordia» gehört. Noch nie wurde das Verfahren auf ein so grosses Schiff wie die Costa Concordia angewendet. Erstmals seit über einem Jahr ist die Steuerbordseite des Schiffs zu sehen. Seit dem 13. Januar 2012 war die rechte Seite unter Wasser. Am Morgen des 17. Septembers 2013 sind die Schäden sichtbar. Doch das schwer beschädigte Schiff hielt den ungeheuren Kräften stand, die beim Aufrichten auf das Gefährt einwirkten. Experten begutachten die Schäden. Sie halten jedes Detail mit der Kamera fest. Eine Nahaufname der Steuerbordseite der «Costa Concordia». Jetzt beginnt auch die Suche nach den beiden Toten wieder, die sich nach wie vor auf dem Schiff befinden sollen. Bei den Vermissten handelt es sich um die italienische Passagierin Maria Grazia Tricarico und das indische Crew-Mitglied Russel Rebello. So weit kam die Crew am 16. September 2013, bevor es dunkel wurde. Wegen eines Gewitters konnte die Bergung nicht wie geplant um 6:00 Uhr morgens beginnen. Die Bergung des Riesendampfers ist ein Medienereignis. Via Youtube konnte die Bergung Live mitverfolgt werden. Um 09:00 Uhr konnte dann die Aufrichtung beginnen. Beim Unglück am 13. Januar 2012 kamen 32 Menschen ums Leben. 36 Stahlseile waren nötig, um das Wrack zu bewegen.

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Zweieinhalb Jahre nach der tragischen Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio haben am Montag die letzten Vorbereitungen für den Abtransport des Wracks begonnen.

Experten begannen damit, das Schiff um mehrere Meter anzuheben. Diese erste Phase dürfte sechs Stunden dauern. Insgesamt soll der Rumpf aus einer Wassertiefe von 30 Metern um 12 Meter angehoben werden.

Einmaliges Unterfangen

«Ich bin ein bisschen nervös», sagte der Leiter des Unterfangens, Nick Sloane, während er auf das Wrack ging, wo er von einem Kontrollraum aus die Operation überwacht. Es sei noch nie zuvor versucht worden, ein derart grosses Passagierschiff wieder schwimmfähig zu machen.

Die Techniker haben am Montag vor der Insel Giglio planmässig damit angefangen, das Schiff um zunächst zwei Meter anzuheben, wie eine Sprecherin der Reederei bestätigte. Anschliessend soll das Wrack 30 Meter aufs Meer geschleppt und dort verankert und befestigt werden, um die letzten Schwimmkästen in ihre richtige Position zu bringen.

Insgesamt werden 30 dieser Schwimmkästen, die nach und nach mit Luft gefüllt werden, benötigt, um den 114'000 Tonnen schweren Koloss anzuheben. Dies dürfte mehrere Tage dauern. Anschliessend soll das Schiff zur Verschrottung nach Genua geschleppt werden.

Die Costa Concordia war am 13. Januar 2012 vor Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. 32 Menschen starben.

(sda)