Irak

10. Juli 2014 05:47; Akt: 10.07.2014 07:04 Print

Terroristen gelangen an Nuklearmaterial

Fast 40 Kilo Urangemisch sollen Aufständische im Irak gestohlen haben. Die radioaktiven Stoffe lagerten in einer Universität im Norden des Landes.

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Altere Männer verlassen in Mosul eine Moschee. Möglicherweise in ihrer Stadt oder einer anderen im Norden, habe aufständische nukleare Stoffe an sich gebracht. Es wird befürchtet, dass sie daraus Nuklear-Bomben bauen können. (Bild: Keystone/str)

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Aufständische im Irak sind nach Regierungsangaben an Nuklearmaterial gelangt. Die radioaktiven Stoffe stammten aus der Forschung einer Universität im Norden des Landes, teilte der Irak in einem Brief den Vereinten Nationen mit.

Fast 40 Kilogramm von Urangemischen seien in der Uni Mossul gelagert worden, schrieb der Botschafter des Irak bei der UNO, Mohamed Ali Alhakim, an UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem auf den 8. Juli datierten Brief.

Er rief die Staatengemeinschaft zur Hilfe auf, «um die Bedrohung abzuwenden, dass es von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird». «Terroristengruppen sind an Nuklearmaterial gelangt an Orten, die nicht mehr von der Regierung kontrolliert werden», schrieb der Botschafter weiter.

Dieses Material «kann zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen verwendet werden», warnte er. Es könne auch aus dem Irak heraus geschmuggelt werden. Aus US-Regierungskreisen hiess es dagegen, die Stoffe enthielten wohl kein angereichertes Uran und könnten daher kaum zum Bau von Waffen dienen.

Der Irak hatte erst vor wenigen Tagen eingeräumt, er habe die Kontrolle über ein Chemiewaffenlager an die sunnitischen Rebellen der Organisation Islamischer Staat (IS) verloren. Die Rebellen haben bei ihrem Vormarsch weite Teile des Nordiraks eingenommen, wurden zwischenzeitlich aber wieder aus einigen Gebieten vertrieben.

(ann/sda)