Irak

24. Februar 2011 18:08; Akt: 24.02.2011 18:12 Print

«Schuhwerfer» wieder festgenommen

Der irakische Journalist Montasser al-Saidi, der durch seinen Schuhwurf auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush weltbekannt wurde, ist festgenommen worden.

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Der irakische Journalist, der US-Präsident George W. Bush während einer Medienkonferenz mit Schuhen beworfen hat... ... wird bereits von einigen seiner Landsleuten verehrt. Und der Schuh wird zum Symbol des Widerstandes. Wegen seiner Schuh-Attacke droht dem Journalisten jetzt eine Haftstrafe. Seine Anhänger verlangen die Freilassung von Muntadar al-Zeidi und protestieren mit Bannern und Schuhen auf der ganzen Welt. So wie mit diesem Exemplar hier. Ein Anhänger des venezualischen Präsidenten Hugo Chavez protestierte mit dieser Kombination aus Schuh und verbalen Drohungen in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Vor dem weissen Haus wurde der Schuh-Wurf auf Präsident Bush parodiert. Kriegs-Gegner bewarfen einen im Sträflings-Anzug und als Bush maskierten Demonstranten mit Schuhen... ... und «prügelten» auf die Präsidenten-Imitation ein. Auch in Beirut, Libanon, demonstrierten Studenten vor der irakischen Botschaft... ... und verbrannten ein Abbild von Präsident Bush. Inklusive Schuh. Auch in Ankara, Türkei, protestierten linksgerichtete Kriegs-Gegner vor der amerikanischen Botschaft. Mit dabei: Der mittlerweile «heilige» Schuh. Bei einem Protest in Kairo, der Hauptstadt Ägyptens, hielt diese Journalistin ihren Schuh als Zeichen der Loyalität zum Schuhwerfer Muntadhar al-Zeidi in die Höhe. Der Schuh machte seinen Weg bis nach Indien. In Neu-Delhi richtete ein indischer Demonstrant seinen Schuh gegen das Bild des umstrittenen Präsidenten. Der Schuh reiste auch nach Karachi, Pakistan. Hier aufgehalten von einem «Pasban Pakistan» Aktivisten. Ein Geschenk «with love» der pakistanischen Organisation Pasban für Präsident Bush. Während einer Demonstration in Gaza Stadt hielt dieser Palästinenser seinen Schuh samt «Autogram» vom Präsidenten in die Kamera. Bush wird mit Füssen, bzw. Schuhen, getreten. Demonstranten im Irak mit klaren Worten an den Präsidenten.

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Ein Oberst der irakischen Armee nahm ihn vor einer Moschee im Norden der Hauptstadt Bagdad in Gewahrsam, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag berichtete. In der Moschee wollte Saidi vor Pressevertretern für den Freitag zu Protesten in Bagdad gegen soziale Missstände aufrufen.

Saidi hatte im Dezember 2008 bei einer Pressekonferenz in Bagdad einen Schuh auf Bush geworden. «Das ist dein Abschiedskuss, du Hund», gab er dem damaligen US-Präsidenten dabei auf den Weg.

Der Journalist wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, kam aber im September 2009 vorzeitig frei und lebt seither im Libanon. In der arabischen Welt gilt er wegen seines Schuhwurfs als Held.

(sda)