Katastrohe in Japan

17. März 2011 16:08; Akt: 17.03.2011 16:08 Print

Hilflos trotz aller Trockenübungen

Von Kindesbeinen an proben die Japaner den Notfall. Doch gegen eine derartige Zerstörungskraft durch Tsunami und Erdbeben konnten die Bewohner Nippons nichts ausrichten.

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Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

Mit einem Erdbeben und einem Tsunami am 11. März 2011 begann für die Japaner eine furchtbare Naturkatastrophe. Zusätzlich fürchten die Bewohner Nippons den Austritt radioaktiver Strahlung aus dem AKW in Fukushima.

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Mindestens 10 000 Menschen sind letzte Woche durch einen Tsunami an der japanischen Westküste getötet worden - und die Opferzahlen steigen weiter. Tsunamis verursachen die verheerendsten Naturkatastrophen der Erde - und sie sind äusserst heimtückisch. Nähern sich die todbringenden Wellen vom offenen Meer der Küste, sind sie zunächst kaum sichtbar. Erst am Ufer steigen sie aus der Meeresoberfläche empor und entwickeln ihre zerstörerische Kraft.

In Japan kennt man die Gefahr, die von diesen Naturkatastrophen ausgeht, übt schon im Kindergarten den Notfall. Das Land hat ein hochentwickeltes Warnsystem - und doch konnte diese ganze Umsicht die jüngste Katastrophe nicht verhindern. Tsunami ist japanisch und heisst «Hafenwelle». Hierzulande kennt man das Wort eigentlich erst seit 2004, als der bislang verheerendste Tsunami über 230 000 Tote in mehreren asiatischen Ländern forderte

Bis 85 Meter hohe Tsunami-Wellen sind in Japan schon aufgetreten. Japan, die Insel im erdbebenreichen Stillen Ozean, ist am meisten von Tsunamis betroffen.

Ein «DOK»-Film zeigt heute, wie sich Japan auf Erdbeben und Tsunamis vorbereitet (siehe Info-Box).