Hilfe nach Beben

12. März 2011 20:03; Akt: 13.03.2011 00:00 Print

50 000 Soldaten suchen nach Verschütteten

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nordjapan läuft die Hilfe jetzt langsam an. 50 000 Soldaten stehen im Einsatz. Hilfsteams aus aller Welt fliegen nach Tokio.

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Die Universität Sheffield hat eine interessante Grafik veröffentlicht, in welcher die Welt nach dem Erdbebenrisiko gewichtet zeigt (). Die Situation in den 2400 Evakuierungszentren wird prekär: Wasser, Heizöl und Essen müssen rationiert werden. In vielen Dörfern, in denen keine Evakuierungszentren eingerichtet werden können, ziehen die Nachbarn zusammen. Damit sparen sie Energie beim Kochen und je mehr Menschen sich in den Wohnräumen aufhalten, umso höher ist die Raumtemperatur. Viele Japaner besorgen Esswaren auf provisorischen Märkten. «Ich nehme das, was es gibt», sagt eine ältere Frau, «und bin für alles dankbar.» In einigen vom Tsunami betroffenen Städten wurden die Strassen frei geräumt - nun kann effizienter evakuiert werden. Im Katastrophegebiet erschweren derzeit Schneeschauer die Rettungsarbeiten. Rettungskräfte kämpfen sich mühsam durch die überflutete Einöde. Sie suchen weiter nach Überlebenden, obwohl die Chancen mit jeder Minute sinken. «Der starke Verwesungsgeruch und das dreckige Meerwasser machen die Suche extrem schwierig», sagt Helfer Yin Guanghui. Als sei die Lage nicht schon schlimm genug, liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. An vielen Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Die Menschen decken sich dort mit Heizöl ein. Die Zerstörung der Stadt Itsuchi in der Präfektur Iwate. Die Stadt existiert nicht mehr. Minamisanriku in der Präfektur Miyagi - dem Erdboden gleich. Minamisanriku in der Präfektur Miyagi - nichts bleibt übrig nach dem Tsunami. Sendai wurde vom Tsunami am härtesten getroffen. Eine Frau aus Miyako hat ihre Mutter und ihren dreijährigen Sohn verloren. Die toten Körper wurden im Haus gefunden. Eine Frau und ihre Tante in tiefer Trauer, als sie sich nach dem Erdbeben und Tsunami wieder treffen. Ein Schulzimmer in Otsuchi. Angestellte einer Firma geschockt, als sie ihren Arbeitsplatz wiedersehen in Minamisanriku, Miyagi. Überlebende vor den Toten in Rikuzentakata. Eine Harley Davidson sitzt auf Trümmern in Soma in der Präfektur Fukushima. Eine alte Frau kehrt zurück nach Hause - oder was davon übrig geblieben ist - in Otsuchi. Die Stadt Otsuchi - nichts bleibt übrig. Das Wasser ist hochgradig verschmutzt in Fudai. Schiffe in Kesennuma sind dort, wo sie nicht sein sollten. Der Tsunami beförderte Boote weit ins Landesinnere. Auch grosse Schiffe wurden von der Flutwelle wie Spielzeuge mitgerissen. Überlebende des Erdbebens versuchen, sich über die Dächer der eingestürzten Häuser in Sicherheit zu bringen. Nach wie vor wird fieberhaft nach Überlebenden des Tsunami gesucht. Die Flutwelle brachte meterhoch Schlamm in die Küstengebiete, was die Arbeit der Helfer erschwert. Trauer und Verzweiflung in Japan: Vielfach können Menschen nur noch tot geborgen werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist schwierig. Wo es noch Waren gibt, bilden sich endlose Menschenschlangen. In Japan bilden sich derweil Schlangen vor den Supermärkten. Die Regale sind aber praktisch leer. Hunderttausende wurden aus den gefährdeten Gebieten evakuiert. Sie müssen in temporär eingerichteten Warteräumen übernachten. Einen Tag nach dem schweren Beben bietet die Stadt Sendai ein Bild der Verwüstung. Überall sind die Spuren der Verwüstung zu sehen. Die Strassen sind kaputt oder voller Schlamm. Die Welle drang bis zu zehn Kilometer ins Landesinnere ein. Kaputte Autos liegen herum, ... ... sogar Kleinflugzeuge. Angesichts Tausender Vermisster hat die japanische Regierung am 12. März 2011 ein grosses Militäraufgebot für Rettungsaktionen abgestellt. Hierzu sind 50 000 Soldaten für die Rettung von Überlebenden mobilisiert worden. Zahlreiche Städte und Dörfer entlang eines 2100 Kilometer langen Küstenabschnitts im Nordosten Japans sind betroffen. Mit der Flutwelle sind ganze Zugkompositionen weggeschwemmt worden. Die zuständige Eisenbahngesellschaft erklärte, sie wisse nicht, wie viele Menschen sich in den Zügen befunden hätten. In vielen Strassen an der Ostküste steht noch das Wasser. Rettungskräfte sind mit Booten unterwegs. Hunderte Menschen warten geduldig vor den wenigen Supermärkten, die wieder geöffnet haben, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Auf Luftaufnahmen war zu sehen, wie Helikopter der Armee mit Leinen verzweifelte Menschen von Dächern ... ... und aus Hausruinen bargen. Dafür waren 190 Militärflugzeuge und Helikopter ... ... sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs. Wegen zerstörten Zufahrtsstrassen haben Rettungskräfte bislang nicht zum Küstenstreifen vordringen können. In weiten Teilen Nordjapans hat das Erdbeben schwere Schäden angerichtet. Die Flutwelle erreichte eine Höhe von zehn Metern. Eine unbekannte Zahl von Opfern ist vermutlich von herabfallendem Mauerwerk verschüttet worden. Der Tsunami riss Schiffe, ... ... Autos, ... ... Container am Hafen, ... ... ganze Gebäude ... ... und tonnenweise Schutt und Geröll mit sich. Eine Retterin in Kesennuma.

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Über 1000 Tote und riesige Zerstörung weiter Landstriche. Viele Menschen sind noch ohne Strom. Die Rede ist von bis zu 5,1 Millionen Haushalten. Vielerorts fehlt auch das Trinkwasser: Die Folgen der gewaltigen Sturmflut, die nach dem Erdbeben über die Japanischen Inseln fegte sind verheerend. Rund 70 spezialisierte Hilfsteams aus 45 Ländern haben Japan darum ihre Hilfe angeboten.

Nicht alle Hilfe kann die Regierung der gebeutelten Insel momentan annehmen. Zunächst setzt sie vor allem auf Rettungsteams und Suchhunde. Die EU und die Schweiz haben bereits entsprechende Hilfsteams losgeschickt.

Die meisten Häuser an der Küste weggespült

Das Land selbst hat für Rettungseinsätze 50 000 Soldaten in die Katastrophenregion entsandt, wie Ministerpräsident Naoto Kan erklärte. Ausserdem seien 190 Militärflugzeuge sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs.

«Die meisten Häuser an der Küstenlinie sind weggespült worden», erklärte Kan nach einem Helikopterflug über dem Erdbebengebiet. Der Tsunami habe sehr schwere Schäden verursacht, sagt er. Hunderte von Menschen werden unter eingestürzten Häusern vermutet, viele könnten auch unter dem Schlamm der Tsunami-Welle begraben sein. Zudem gelte es Menschen zu helfen, die aus Angst auf ihre Dächer gestiegen seien und sich nicht mehr herunter wagten.

Vermisstensuche auf dem Internet

Weiterhin ist unklar, wie viele Personen noch vermisst werden. Die japanischen Mobilfunkanbieter haben darum ein digitales Anschlagbrett kreiert, auf dem Nachrichten mit bis zu hundert Zeichen hinterlassen werden können. Die Nachrichten können von Personen angesehen werden, die die Telefonnummer des Absenders kennen.

Das Internationale Rote Kreuz ist bereit, 20 000 Zelte nach Japan zu senden. Gemeinsam mit dem Japanischen Roten Kreuz hat es zudem eine spezielle Familien-Kontakt-Seite aufgeschaltet mit der Familien und Freunde Kontakt miteinander aufnehmen können.

(ann/uwb)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jose Miranda am 13.03.2011 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Pikentdienst

    Und aus diesem Grund sollte man nicht die Arme(e) abschaffen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jose Miranda am 13.03.2011 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Pikentdienst

    Und aus diesem Grund sollte man nicht die Arme(e) abschaffen!