Desaster in Japan

19. März 2011 07:14; Akt: 20.03.2011 05:41 Print

Schweizer Retter zurück in der Heimat

Das Schweizer Suchteam ist am Flughafen Kloten gelandet. Die Arbeit in Japan ist durch die schwierigen Umstände stark behindert worden.

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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wirft in ihrem Bericht über den Atomunfall in Fukushima der japanischen Regierung vor, die Gefahr von Tsunamis unterschätzt zu haben. Am gehen heftige Unwetter über dem Katastrophengebiet in Japan nieder. Die Strahlenmesswerte bei den havarierten Reaktoren von Fukushima sind viel zu hoch. Die Cäsium-134-Konzentration ist alarmierend. Die Tepco veröffentlicht im Mai weitere Bilder aus dem Innern des AKW Fukushima. Wie am bekannt wurde, sind zwei weitere Kernschmelzen in den Unglücksreaktoren eingetreten. Nach der Entdeckung von rund 3000 Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima soll ein gigantisches Schiff als Auffangbecken dienen. Am wird das Katastrophengebiet rund um Fukushima von einem neuen Beben heimgesucht. Doch nachdem die Regierung schliesslich offiziell den Evakuierungsradius um das Atomkraftwerk Fukushima von 10 auf 20 Kilometer ausweitete, machten sich Tausende Japaner auf die Flucht. Arbeiter wagen sich zum ersten Mal seit dem Erdbeben in den Unglücksreaktor 1 des AKW Fukushima. Tepco gibt bekannt, dass eine Arbeiterin im Atomkraftwerk Fukushima eine zu hohe Strahlendosis abbekommen hat. Arbeiter räumen das Gelände um das AKW mit ferngesteuerten Maschinen. Roboter haben in zwei Reaktorblöcken des japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hohe Radioaktivität gemessen. Das Mineral Zeolith soll Radioaktivität aus dem verseuchten Meerwasser absorbieren. Die EU-Kommission lässt die Staaten künftig alle Schiffe aus Japan auf radioaktive Strahlung untersuchen. Auf dem Gelände des schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi brach ein Feuer aus. Betreiber Tepco erklärte, das Feuer in der Nähe von Reaktor 4 sei klein gewesen und rasch gelöscht worden. Es habe keine Auswirkungen auf die Arbeiten zur Kühlung der Reaktoren gehabt. Gleichzeitig stuft Japan das Atomunglück von Fukushima nun offiziell als ebenso schwer ein wie das Reaktorunglück in Tschernobyl - auf der höchsten Stufe 7. Die Menge der Radioaktivität, die aus dem Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ausgetreten sei, entspreche etwa zehn Prozent der Menge, die in Tschernobyl freigesetzt worden sei. In der Atomruine von Fukushima kämpften die Arbeiter weiterhin gegen den drohenden Super-GAU. Sie begannen damit, eine Barriere aus Stahlplatten zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass stark radioaktiver Schlamm sich im Meer ausbreitet. Neue Bilder zeigen, mit welcher Gewalt die Tsunami-Welle das AKW traf. Das Atomkraftwerk war beim Erdbeben der Stärke 9,0 und dem Tsunami schwer beschädigt worden. Der Eingangsbereich der Tepco wird von der Welle komplett zerstört. Ähnlich sieht es in den Büroräumen aus. Nach dem tagelangen Auslaufen von stark radioaktiv verseuchtem Wasser ist das Leck an einer Leitung des japanischen Atomkraftwerks Fukushima endlich behoben worden. Dieses Bild wurde vor den Reparaturarbeiten gemacht: Durch den Riss waren in den letzten Tagen grosse Mengen radioaktiv verseuchten Wassers ins Meer gelaufen. Das Wasser stammte von den Kühlarbeiten am Reaktordruckbehälter, das sich im Untergeschoss des an den Reaktor angrenzenden Turbinengebäudes gesammelt hatte. Im AKW Fukushima-Daiichi wird weiter radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt. Nach Ansicht von US-Experten stellt dies jedoch keine grosse Gefahr für Meerestiere dar. Weil die Radioaktivität sehr schnell im Ozean verdünnt werde, sei auch der Verzehr von Meerestieren wenig bedenklich. : Zwei Arbeiter des AKWs Fukushima werden tot aufgefunden. Sie waren Opfer des Tsunamis. Mit einer schwimmenden Insel soll das auslaufende, radioaktive Wasser wieder eingefangen werden. : Die Lage im AKW Fukushima verschlimmert sich: Aus dem AKW läuft radioaktives Wasser ins Meer. Der Riss in Reaktor 2 soll 20 Zentimeter lang sein. Ein Tepco-Mitarbeiter zeigt auf die Stelle. Arbeiter in Fukushima putzen ein US-Schiff. Mit dem Boot wurde sauberes Süsswasser nach Fukushima transportiert, dass zur Kühlung der Reaktorblöcke eingesetzt wird. Nach eigenen Strahlungsmessungen im Umkreis des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Evakuierung der gesamten Region empfohlen. Ein Mitarbeiter des Organisation misst in der Stadt Iitate einen Wert von 7.66 Mikrosievert. «Es ist für die Menschen eindeutig nicht sicher, in Iitate zu bleiben, vor allem für Kinder und schwangere Frauen. Sie könnten die maximal zulässige jährliche Strahlendosis in nur wenigen Tagen abbekommen», sagt Jan van de Putte, Strahlenexperte von Greenpeace. Im Meerwasser vor dem Unglücksreaktor wurde eine sehr hohe Konzentration von radioaktivem Jod entdeckt. Die Radioaktivität habe das 3355-Fache des zulässigen Wertes erreicht, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Tepco-Chef Masataka Shimizu musste wegen Bluthochdrucks und Schwindelgefühls ins Spital gebracht werden. Shimizu ist zwei Tage nach der Katastrophe von der Bildfläche verschwunden. Aus dem beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi tritt offenbar weiterhin hochgiftiges Plutonium aus. Das Schwermetall sickert ins Erdreich ein. In Reaktor 2 hat es nach Einschätzung der japanischen Regierung eine vorübergehende teilweise Kernschmelze gegeben. Reaktor 3 ist schwer beschädigt. Die Strahlung in Reaktorblock 2 ist zudem zehn Millionen Mal höher als normal. Die Messarbeiten wurden abgebrochen und die Arbeiter abgezogen. Die Szene ist apokalyptisch: Die japanischen Selbstverteidungskräfte haben am 23. März um 12.55 Uhr eine Stunde lang einen Helikopterflug über dem havarierten AKW Fukushima gemacht. Beim Reaktor 2 steigt Wasserdampf aus einer Öffnung. Der fünfminütige Zusammenschnitt wurde am 25. März im japanischen Staatsfernsehen NHK gezeigt. Es ist das erste Mal, dass die Selbstverteidungskräfte Bilder des AKW Fukushima veröffentlichten. In Block 3 der Anlage «könnte etwas beschädigt worden sein». Daten deuteten darauf hin, dass «gewisse Funktionen der Sicherheitshülle» noch erhalten seien. Im benachbarten Turbinengebäude des Reaktorblocks 3 waren drei Arbeiter einer 10 000fach erhöhten Radioaktivität ausgesetzt gewesen. Dies deutet entweder auf eine partielle Kernschmelze mit einer Beschädigung des Reaktorbehälters hin oder auf eine Überhitzung des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe. Der Schaden könnte auch an anderen Teilen entstanden sein, etwa an Rohrleitungen ... ... oder dem Abklingbecken, erklärten Behördenvertreter. Drei Techniker, die im AKW Fukushima verstrahlt worden sind, standen bei ihrem Einsatz in Wasser, das nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco eine zehntausendfach erhöhte Radioaktivität aufwies. Zwei der drei Arbeiter wurden mit Verbrennungen in eine Spezialklinik eingeliefert. Die Männer hatten im Tiefgeschoss eines Turbinengebäudes von Block 3 gearbeitet. Dabei hatten sie keine Schutzstiefel an, so dass ihnen das radioaktiv belastete Wasser in die Schuhe lief. Das Video entstand gut 40 Minuten, nachdem die Welle auf Land getroffen war. Neben dem beschädigten Kraftwerk sind die Auswirkungen der Naturkatastrophe in der Präfektur Miyagi zu sehen. Ein Regionalbüro des japanischen Transportministerium hat die Bilder am 23. März veröffentlicht. Während Arbeiter versuchen, die Stromversorgung in allen Reaktoren des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima wieder herzustellen, wird die japanische Bevölkerung zum Spenden aufgerufen. Dieses Mädchen dürfte sich allerdings kaum bewusst sein, dem japanischen Sumo-Grossmeister Hakuho gegenüberzustehen. Abgefülltes Trinkwasser wird langsam, aber sicher knapp: Die Bevölkerung getraut sich nicht mehr, Leitungswasser zu trinken. Einblicke in den zentralen Kontrollraum des AKWs Fukushima I. Diese Fotos wurden am 23. März veröffentlicht. Offenbar geht nicht mehr viel. Die Arbeiter hantieren mit Taschenlampen. Die Bilder zeigen, unter was für schwierigen Bedingungen gearbeitet werden muss. Der Besitzer eines Tierladens in der japanischen Grossstadt Sendai bringt einen Schweinswal in Sicherheit. Er schwamm seit dem Tsunami in einem Reisfeld. Die Mitarbeiter des Kontrollraums von Reaktor 3 sind in Sicherheit gebracht worden. Derzeit versuchen die Rettungskräfte, die Reaktoren und verbrauchten Brennstäbe zu kühlen. Über Reaktor 3 des AKW von Fukushima stieg schwarzer Rauch auf. Im Atomkraftwerk Fukushima 1 droht immer noch eine Kernschmelze. Die aus den beschädigten Reaktoren austretende radioaktive Strahlung erschwert zunehmend das Krisen-Management der Betreibergesellschaft Tepco. Kleinkinder und Säuglinge sollen in Tokio kein Leitungswasser mehr trinken. Im Wasser seien erhöhte Werte von radioaktivem Jod festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Stadtregierung. Zudem ordnete Ministerpräsident Naoto Kan einen Lieferstopp für Broccoli und das japanische Gemüse Komatsuna aus der Region Fukushima sowie für Rohmilch und Petersilie aus der Präfektur Ibaraki an. Alle sechs Meiler des Atomkraftwerks haben zum ersten Mal seit der Erdbeben-Katastrophe vor eineinhalb Wochen wieder eine Verbindung zum Stromnetz. Doch wirklich entspannt ist die Lage nicht. Die zwei beschädigten Atomkraftwerke in Fukushima sind nach Angaben des Betreibers von einer 14 Meter hohen Flutwelle getroffen worden. Das sei mehr als doppelt so hoch, wie Experten bei der Planung der Anlagen erwartet hatten. Nach Angaben von Tepco sei die Anlage Fukushima 1 auf einen Tsunami von 5,70 Metern ausgelegt worden, ... ... Nummer 2 für eine Höhe von 5,20 Metern. Aus Block 3 ist erneut weisser Rauch ausgetreten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo stieg zudem über Block 2 weisser Dampf aus. Die Einsatzkräfte und Arbeiter wurden in Sicherheit gebracht. Aus den Reaktoren 2 und 3 beim AKW Fukushima I ist Rauch ausgetreten. Die Ursache blieb unklar. Die austretende Radioaktivität belastet zunehmend die Landwirtschaft in der Umgebung des beschädigten Atomkraftwerks. Die japanischen Behörden riefen Bauern und Molkereien der Region dazu auf, freiwillig darauf zu verzichten, verstrahlte Lebensmittel und Milch in den Handel zu bringen. Bei Spinat aus der Stadt Hitachi, mehr als 100 Kilometer südlich des Atomkraftwerks, wurde in einem Fall ein Jod-131-Wert von 54 000 Becquerel pro Kilogramm festgestellt. Bei Cäsium wurden 1931 Becquerel gemessen. Panzer in Fukushima. Sie sollen am Montag dabei helfen, Trümmer beim AKW wegzuräumen. Die Trümmer beim AKW (Bild vom 18. März) stehen der Feuerwehr im Weg und behindern sie beim Löscheinsatz. Pressekonferenz der Feuerwehr: Hauptmann Yasuo Sato (Mitte) mit Toyohiko Tomioka (links), dem Führer der 6. Einsatzgruppe, und Yukio Takayama, der die 8. Einsatzgruppe befehligt. (19. März, Abend) Feuerwehrmänner riskieren ihr Leben, um den hochgefährlichen Plutoniumreaktor 3 des AKW Fukushima 1 zu kühlen. Die Feuerwehr bei ihrem Einsatz zur Kühlung des Reaktors 3. Die Feuerwehrleute unterwegs zu ihrem gefährlichen Auftrag. Mit ähnlichen Löschfahrzeugen wie diesem der japanischen Armee sprühen die Feuerwehrmänner Wasser auf die Reaktoren. Satellitenaufnahme des havarierten Atomkraftwerks vom 18. März. Das japanische Wissenschaftsministerium hat die neuesten Messwerte aus der Nähe der Sperrzone veröffentlicht. 30 Kilometer nordwestlich von Fukushima I sind Strahlenwerte von bis zu 140 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden. Zum Vergleich: Ein Astronaut im Weltraum nimmt (nur) 10 Mikrosievert pro Stunde auf. Aus einem der beschädigten Reaktoren im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi steigt weisser Rauch auf. Auf zwei Arten versuchen Techniker den Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima zu verhindern: Bei den Blöcken 1 und 2 soll eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen. Die Reaktoren 3 und 4 werden mit Wasserwerfern von aussen gekühlt. Ein Video vom Flug über das havarierte AKW Fukushima I zeigt inzwischen das Ausmass der Zerstörung. Das Video wurde an Bord eines Helikopters gemacht und am 17. März 2011 von der japanischen Zeitung «Asahi Shinbun» im Internet veröffentlicht. Dabei besonders beeindruckend: Im Block 4 liegt das Atom-Becken völlig frei. Ein hoher Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Graham Andrew, bestätigte in Wien, die Lage sei weiter «sehr ernst». Brennstäbe in zwei Reaktoren seien nur zur Hälfte mit Wasser bedeckt, ... ... in einem dritten nur zu einem Drittel. Ein Helikopter des Typs Chinook CH-47 lädt Meerwasser, um es über dem AKW abzuwerfen. Am Morgen haben die japanischen Streitkräfte vor allem versucht, Reaktor 3 zu kühlen. Dieser Mann weint vor den Trümmern seines Hauses in Onagawa. Der Leichnam seiner Mutter liegt noch unter dem Schutt begraben. 50 Techniker kämpfen im AKW Fukushima 1 gegen den Super-Gau. Ihren Einsatz, für den sie als Helden gefeiert werden, dürften sie mit ihrem Leben bezahlen. Der Versuch mit Wasserabwürfen von einem Helikopter aus Reaktor 3 zu kühlen, musste abgebrochen werden. Sowohl Reaktor 4 als auch Reaktor 3 hatten zuvor Feuer gefangen. Zudem wurde in Block 3 womöglich die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt. Dieses von der Betreiberin Tepco veröffentlichte Bild zeigt auch ein grosses Loch in der Aussenhülle von Reaktor 4. Das Fernsehen zeigte Bilder, wie stundenlang eine dichte weisse Rauchwolke von der Anlage aufstieg. Die Radioaktivität ist im Kontrollraum von Reaktor 4 des AKW Fukushima 1 offenbar so hoch, dass dort nicht mehr normal gearbeitet werden kann. Die französische Nuklearsicherheitsbehörde stuft die atomare Katastrophe in Fukushima inzwischen mit der Stärke 6 ein. Insgesamt gibt es 7. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte auf der Skala die Stufe 7 erreicht. In der Nähe von Tokio stieg die radioaktive Belastung auf das zehnfache Niveau der üblichen Strahlung. Zudem hat der Wind nach Südwesten gedreht: Die radioaktive Wolke treibt nicht mehr aufs offene Meer, sondern aufs Festland. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte, dass in Reaktor 4 der Atomanlage ein Feuer ausgebrochen sei, dort sei zudem eine «deutlich erhöhte» Radioaktivität gemessen worden. Gleichzeitig rief er einen Strahlungsalarm aus. Seine Regierung warnte vor einer «Gesundheitsgefährdung» und ... ... forderte Menschen ausserhalb der evakuierten Zone bis zu einem Umkreis von 30 Kilometern auf, in ihren Häusern zu bleiben. Der Kampf um das Atomkraftwerk Fukushima I hält die Welt in Atem: In drei Reaktoren droht eine Kernschmelze. Laut japanischer Regierung soll, wie bereits zwei Tage zuvor, Wasserstoff explodiert sein. Im Block 2 ragten die Brennstäbe am Abend aus dem Wasser heraus, nachdem es zu Problemen mit einem Ventil gekommen war. Probleme mit der Kühlung gibt es auch im rund zwölf Kilometer entfernten AKW Fukushima II. Am Haupttor des AKW wird eine erhöhte Radioaktivität von 3130 Mikrosievert gemessen. Dies sei doppelt so hoch wie der zuvor gemessene Höchstwert. Deshalb werden die Menschen im Umkreis von 20 Kilometern auf Verstrahlung überprüft. Die Regierung liess Jod-Tabletten verteilen, die die Folgen einer Verstrahlung mildern können. Anwohner kommen zu einer provisorischen Strahlenmessstation in der Stadt Koriyama, um sich untersuchen zu lassen. Ältere Leute, Schulkinder und Familien mit Babies flüchten in Evakuierungszentren. Wegen den schlechten Verbindungen besteht ein Mangel an Informationen aus erster Hand. Die Küstengebiete sind von Erdbeben und Flutwelle verwüstet. Die radioaktive Strahlung hat in Fukushima die Höchstwerte überschritten. Die Regierung warnt bereits vor einer möglichen weiteren Explosion. Am hatte sich im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi eine Explosion ereignet. Das Reaktorgebäude wurde dabei zerstört: Aussenwände und das Dach stürzten ein. Während die Regierung erklärte, es habe offenbar Schäden am unteren Teil der Hülle gegeben, teilte die Behörde für Atomsicherheit wenig später mit, anscheinend gebe es keine Löcher. Die Behörden befürchten, in der Atomanlage könnte es zu einer Kernschmelze kommen.

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Antonio Fumagalli
22:44
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Insgesamt konnte das Schweizer Suchteam Redog im japanischen Erdbebengebiet drei Ortungen machen. Die Standorte wurden der lokalen Feuerwehr mitgeteilt. Diese war für Rettungen und Bergungen verantwortlich. Die auf den ersten Blick geringe Zahl erkärte Linda Hornisberger, Chefin des Redog-Teams, mit den Umständen vor Ort.

Die Arbeit des Suchteams war durch mehrere Nachbeben, Tsunami- Warnungen und den Schneefall sowie durch die atomare Bedrohung stark behindert. Laut Hornisberger konnte man die Hunde in der schwer zugänglichen Gegend nur während eineinhalb Tagen wirklich einsetzen.

Dazu kam die immense Grösse des Gebietes und die Tatsache, dass die allermeisten Menschen wohl von der Flutwelle ins Meer gerissen worden waren. Es sei also gar nicht so viel zu finden gewesen, sagte Frisch.

Laut Hornisberger sind die Heimgekehrten alle wohlauf und gesund. Die Messung gleich nach der Ankunft habe auch keine erhöhten radioaktiven Werte ergeben.
22:09
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Linda Hornisberger, Chefin des Redog-Suchteams,schilderte das eindrückliche Bild das sich ihnen geboten habe: «Meterhohe Schutt- und Trümmerberge aus Holz, Autos und Hausteilen». Dort hätten die Hunde zweimal angegeben.

In der Dunkelheit habe man aus Sicherheitsgründen nicht weiterarbeiten können. Als es am dritten Tag gar schneite und der Schnee die ohnehin unübersichtichen Trümmer zuzudecken begann, konnte die Arbeit aus Sicherheitsgründen nicht weitergehen.

Trotz allem habe man «nicht widerstehen» können und nochmals gesucht - und prompt nochmals eine Ortung gemacht, sagte Hornisberger. Schweren Herzens habe man dann aus Sicherheitsgründen die Suche abbrechen müssen. Allerdings sei die Chance, zu dieser Zeit im Tsunamigebiet noch Überlebende zu finden, gleich null gewesen.
22:09
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Wie Toni Frisch, Chef des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe, erklärte, sei das vordringliche Bedürfnis bei der Hilfsaktion die Ortung, nicht die Rettung, gewesen. Von Anfang an habe man kaum mit Rettungen gerechnet - dies habe sich bestätigt: Es wurden keine Üebrlebenden gerettet.

Die nukleare Bedrohung habe die ganze Aktion überlagert, sagte Frisch. Die meisten Überlebenden seien aber nicht hauptsächlich vom Atomkraftwerk bedroht. Sie hätten alles verloren - Familie, Haus, die ganze Habe -, vielleicht auch die Hoffnung. Diese Menschen seien ein wenig in den Hintergrund geraten. Es sei wichtig, sie wieder in den Vordergrund zu rücken.
21:59
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Insgesamt waren neun Katastrophenhunde-Teams, zwei Spezialisten für die technische Ortung sowie vier Equipenleiter im japanischen Katastrophengebiet vor Ort, wie der Verein Redog mitteilte.

Toni Frisch, Chef des Schweiz. Korps für humanitäre Hilfe (SKH), erklärte am Samstagabend vor den Medien, die Aktion in Japan habe aus zwei Elementen bestanden: Zwei Gruppen seien parallel tätig gewesen. Die Ortungsgruppe sei nun zurückgekehrt.

Ein erkranktes Mitglied sei mit einem Arzt noch in Japan, rund zehn Personen seien weiterhin in Tokio und Osaka tätig. Sie unterstützen dort namentlich die Arbeit der Botschaft.
20:04
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Das Schweizer Suchteam ist am Samstagabend um 20 Uhr auf dem Flughafen Zürich gelandet. Zuerst müssen alle Mitglieder einen Gesundheitscheck absolvieren, anschliessend werden sie von Behördenvertretern und Angehörigen im Rega Center begrüsst.

Insgesamt waren neun Katastrophenhunde-Teams, zwei Spezialisten für die technische Ortung sowie vier Equipenleiter vor Ort, wie der Verein Redog mitteilte. Während des Einsatzes konnten sie drei Ortungen vornehmen und die Standorte der lokalen Feuerwehr mitteilen. Diese sei für Rettungen und Bergungen verantwortlich.

Die Arbeit des Suchteams sei durch die schwierigen Umstände in Japan - mehrere Nachbeben, Tsunami-Warnung - sowie durch die atomare Bedrohung stark behindert worden. Obendrein begann es während der Rettungsarbeiten zu schneien.
19:05
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Russland hat Japan nach dem schweren Erdbeben seine Hilfe im Energiesektor angeboten. Ministerpräsident Wladimir Putin erklärte am Samstag, japanische Unternehmen könnten sich an der Erdgasförderung in Ostrussland beteiligen. Außerdem kündigte er an, der staatliche russische Energiekonzern Gazprom werde einen Teil seiner für Europa geplanten Flüssiggaslieferungen nach Japan umleiten.

Die Lieferung von mehr als einer Million Tonnen Flüssiggas werde Japan wirklich helfen, sagte Putin auf der Pazifikinsel Sachalin. Gleichzeitig werde Gazprom seine Lieferungen an Europa um 60 Millionen Kubikmeter pro Tag erhöhen, um die Abzweigungen an Japan auszugleichen. Moskau hat bereits angeboten, Japan mit Kohle und Strom zu beliefern.
18:25
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Nach den Atomreaktorunfällen in Fukushima streben Japan, Südkorea und China eine engere Zusammenarbeit beim Katastrophenmanagement und der Atomsicherheit an.

Mit seinen beiden Amtskollegen habe er sich darauf geeinigt, dass die drei Länder bei ihrem nächsten Dreier-Gipfeltreffen «sichtbare Ergebnisse» in diesem Bereich erzielen sollten, wurde Südkoreas Aussenminister Kim Sung Hwan von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag zitiert.
17:44
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Wundersame Rettung: Wie das japanische Fernsehen NHK berichtet, wurde ein junger Mann heute Samstag - acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben - lebend aus den Trümmern geborgen.
17:19
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Die Suche nach den Opfern des Tsunamis vom Freitag vor einer Woche geht weiter. 10'902 Menschen gelten noch als vermisst. Nach Angaben der Polizei wurden 7197 Todesopfer gezählt. Jeden Tag werden hunderte Leichen in den Trümmern der zerstörten Siedlungen gefunden.

Der Bau von Baracken für die Überlebenden begann vielerorts mit Problemen. Weil Benzin und Diesel knapp seien, konnte Baumaterial nicht geliefert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag sind so viele Nachbeben gefolgt wie nie zuvor. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach Angaben von Kyodo mit.
16:36
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Japanische Behörden haben am Samstag bekannt gegeben, dass in der Präfektur Fukushima radioaktives Jod im Trinkwasser festgestellt wurde, dessen Strahlung über dem gesetzlichen Höchstwert liegt. Zuvor war bereits in der Millionenmetropole Tokio radioaktive Belastung im Leitungswasser gemessen worden - dort allerdings nach offiziellen Angaben unterhalb der Grenzwerte.
16:15
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Experte zeichnen ein düsteres Zukunftsszenario in Zusammenhang mit der Katastrophe in Japan: «Dieses Ereignis hat das Potenzial, die weltweit folgenreichste Naturkatastrophe der modernen Zeit zu sein. Und sie könnte, angesichts der Globalisierung, sogar die folgenreichste aller Zeiten sein», sagt Rob Verchick, Katastrophenexperte an der Loyola Universität in New Orleans.

Zum einen ist da die schiere, surreale Kraft der Bilder: auf dem Dach liegende Autos, Schiffe in Reisfeldern und der Kampf David gegen Goliath: Mensch gegen radioaktive Strahlung.

Dem Menschen werden damit einige seiner Grundängste vor Augen geführt. Dazu kommen die Auswirkungen, die das Unglück auf dem ganzen Planeten haben wird. Japan ist eines der fortschrittlichsten Länder der Welt, drittgrösste Wirtschaftsnation, erfolgreichster Autohersteller und an zweiter Stelle bei den Ausgaben für Entwicklungshilfe.

Francis Fukuyama, bekannter Philosophie-Professor an der Universität in Stanford, sieht in der Katastrophe auch die Möglichkeit einer gesellschaftlichen Veränderung in der Welt. Denn sie erinnere uns nicht zuletzt daran, wie verletzbar wir sind.

Fukuyama bringt dazu ein historisches Beispiel. 1755 haben ein Erdbeben und ein Tsunami Lissabon in Schutt und Asche gelegt, Zehntausende getötet und die Aufklärer dazu gebracht, die Rolle von Regierung und Gemeinschaft zu überdenken.
15:52
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Angesichts der Atomkatastrophe in Japan haben zyprische Umweltaktivisten am Samstag gegen den geplanten Bau eines Atomkraftwerks im Süden der Türkei demonstriert. Der designierte Standort in Akkuyu befinde sich in einer potenziellen Erdbebenzone, erklärten die rund 50 griechischen und türkischen Zyprer. Sollte die Anlage bei einem Beben beschädigt werden, könnte das 100 Kilometer entfernte Zypern gefährdet sein.

Die Demonstranten riefen Atomkraftgegner in Griechenland und der Türkei auf, sich dem Widerstand gegen das «ökologische Verbrechen» anzuschliessen. Regierungssprecher Stefanos Stefanou sagte, die Regierung werde die Bedenken beim EU-Gipfel in der kommenden Woche zur Sprache bringen.
15:24
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Rund 500 Menschen haben am Samstagnachmittag auf dem Berner Münsterplatz an einer stillen Kundgebung ihre Solidarität mit den Menschen in Japan ausgedrückt. Mit Fahnen und Transparenten forderten sie gleichzeitig die Abkehr von der Atomenergie.

An der Kundgebung wurde aber keine einzige Rede gehalten. Initiant Amadeus Wittwer rief einzig per Megafon die Teilnehmer auf, während einiger Minuten der Opfer des Erdbebens in Japan und seiner Folgen zu gedenken.

Viele Menschen schwenkten Fahnen mit dem Aufdruck «Atomkraft? Nein danke!» oder trugen entsprechende Ansteckknöpfe. Auch ein paar Anti-Atom-Transparente waren zu sehen.

Wittwer gehört nach eigenen Aussagen keiner Partei und keiner Organisation an. Er organisierte die Kundgebung mit Hilfe von ein paar Nachbarn der Holzbausiedlung Strassweid in Mittelhäusern BE. Zur Kundgebung hatte er aufgerufen auf einer Internetseite mit dem Namen «energiewende-jetzt».
14:30
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Das japanische Gesundheitsministerium hat einen Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima angeordnet, teilte die internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Zuvor waren bei Milch und Spinat aus der Nähe des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Strahlenwerte gemessen worden. Die Werte für radioaktives Jod überschritten laut japanischer Regierung die zulässigen Höchstgrenzen. Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden.

Auch im Trinkwasser von Tokio sind Spuren von radioaktivem Jod aufgetaucht, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Auch in der Provinz Gunma seien «sehr geringe Mengen von radioaktivem Material» im Trinkwasser gefunden worden, schrieb die Agentur Jiji Press. Die Präfektur grenzt an die Provinz Fukushima, in der Atomreaktoren ausser Kontrolle geraten sind. Es blieb unklar, wie die radioaktiven Partikel über die Distanz in das Trinkwasser von Gunma gelingen konnten und ob sie überhaupt aus dem AKW Fukushima stammen. Radioaktive Strahlung tritt sonst auch zum Beispiel in Spitälern und Laboren auf. Die radioaktive Strahlung in Trinkwasserproben von Gunma sei weit unter den japanischen Grenzwerten, teilte die Provinzregierung von Gunma mit. Es sei kein Problem, das Wasser zu trinken. Die Proben von Gunma vom Freitag enthielten demnach 2,5 Becquerel pro Kilogramm Iod 131, 0,22 Bq Caesium-137 und 0,16 Kilogramm-134. Für das belastete Wasser in Tokio gab es zunächst keine Angaben. Zum Vergleich: Die deutschen Grenzwerte für Milch und Säuglingsnahrung liegen deutlich höher - bei 370 Becquerel (Cäsium 134/137) pro Liter.
13:11
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Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) beurteilt die Lage im ausser Kontrolle geratenen AKW in Japan als «zart optimistisch», wie ENSI-Direktor Georg Schwarz im Schweizer Radio DRS sagte. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh. Schwarz ging zudem auf die schärferen Forderungen ein, die das ENSI an die Schweizer AKW stellte. Eine Lehre aus dem Vorfall in Japan sei, dass die Energie- und Kühlwasserversorgung des Abklingbeckens für die Brennstäbe im Katastrophenfall Probleme bereiten könnten.
12: 52
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Spuren von radioaktivem Jod wurden im Leitungswasser von Tokio und andern Orten gefunden. Dies berichtet die Agentur Kyodo unter Berufung auf Regierungsquellen.
12:04
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Die Wiederherstellung der Stromversorgung für die Kühlsysteme im Kernkraftwerk Fukushima 1 verzögert sich. Wegen der zahlreichen Überprüfungen, die nötig sind, könne erst am Sonntag ein Versuch zur Inbetriebnahme der Kühlung für die Reaktoren 1 und 2 unternommen werden, gab die japanische Nuklearbehörde bekannt.
11:59
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Die Radioaktivität in Japan ausserhalb der kritischen Zonen rund um die Atomanlage Fukushima ist nach Erkenntnissen der Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) minimal. Nach Angaben eines Diplomaten in Wien haben Messungen der CTBTO ergeben, dass die Radioaktivität 100 Millionen bis eine Milliarde Mal unter den als gesundheitsgefährdend geltenden Grenzwerten liegt. Die Messungen wurden am Freitag in Takasaki in Japan, rund 330 Kilometer südwestlich des Kernkraftkomplexes von Fukushima vorgenommen. Auch auf der russischen Kamtschatka-Halbinsel und in Sacramento in Kalifornien seien minimale Radioaktivitätswerte gemessen worden.
11:05
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Ein weiteres Nachbeben erschüttert Japan. In Ibaraki, rund 100 Kilometer nordöstlich von Tokio, hat die US-Erdbebenbehörde einen Erdstoss der Stärke 5,9 gemessen.
Video0198494
Feuerwehreinsatz im AKW Fukushima 1
11:06
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Un tremblement de terre de magnitude 6,1 secoue Ibaraki, au nord-est de Tokyo.
10:45
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Das Schweizer Rettungsteam, das im japanischen Erdbebengebiet im Einsatz war, ist auf dem Heimweg. Am Samstagnachmittag werden die Helferinnen und Helfer in Zürich zurückerwartet, wie Ivo Cathomen, Sprecher des Vereins Redog, auf Anfrage sagte. Die 23 Retter und ihre Suchhunde flogen am späten Abend japanischer Zeit von der Misawa-Militärbasis im Norden des Landes in Richtung Manchester (GB) ab. Vor dem Abflug kam es kurzzeitig zu Problemen, wie Cathomen sagte: Da neben dem Rettungsteam auch Schweizer Bürger zurückfliegen wollten, gab es nicht genügend Platz. Schliesslich liessen die Retter ihr Gepäck in Japan zurück, damit alle Hunde mitfliegen konnten. Laut Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann hätten sie durchaus auch wieder mit der Gesellschaft zurückfliegen können - Platz genug hätte es gehabt. Laut Mühlemann sei der Flug von Tokio am Samstagmorgen in Zürich wiederum «mit leeren Plätzen» angekommen. Im gleichen Flug am Sonntag seien zwar rund 200 der etwa 220 Plätze gebucht. Wieviele Leute dann wirklich kämen, sei offen.
09:26
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Im Kampf gegen die schlimmste Katastrophe in Japan seit dem Zweiten Weltkrieg will Ministerpräsident Naoto Kan seine Regierung offenbar breiter abstützen. Medien spekulierten, der Regierungschef wolle die Zahl der Minister auf 20 von derzeit 17 erhöhen. Es gehe darum, Verantwortliche für die Koordination des Wiederaufbaus zu bestimmen. Seit dem verheerenden Beben herrscht in Japan politischer Waffenstillstand. Vor der Katastrophe stand Kan wegen einer Spendenaffäre stark unter Druck und musste sich heftigen Rücktrittsforderungen erwehren. Die Opposition hatte zudem Neuwahlen gefordert.
08:56
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Am Reaktor 3 des Atomkraftwerks Fukushima 1 ist offenbar eine Verbesserung zu beobachten. «Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat», sagte Regierungssprechers Yukio Edano. Die Kühlaktionen von aussen hätten eine Wirkung gehabt. Es sei mehr Wasser in Reaktor 3 festgestellt worden. die Aktion wird laut dem Sender NHK noch mehrere Stunden weitergehen. Am Ende würden dann 1260 Tonnen Wasser auf Reaktor 3 entladen sein. Auch Reaktor 4 solle in Kürze von aussen mit Wasser gekühlt werden, sagte Edano.
08:38
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In der Umgebung des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi ist laut Regierungsangaben eine erhöhte radioaktive Strahlung bei Spinat und Milch festgestellt worden. Die überprüfte Milch stammte aus der Präfektur Fukushima, der Spinat aus dem benachbarten Ibaraki. Es ist der erste Bericht über radioaktiv belastete Lebensmittel seit der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe, die zu der Atomkrise führte.
07:10
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Der Anschluss der von einer Kernschmelze bedrohten Reaktorblöcke in Fukushima konfrontiert die Techniker mit grossen Problemen: Das neue Stromkabel hat die Anlage zwar erreicht. Die vielen von Erdbeben und Tsunami verwüsteten elektrischen Installationen müssen aber akribisch auf Risiken wie einer von Funkenflug verursachten Explosion geprüft werden, bevor der Strom fliessen kann, teilte ein Sprecher der japanischen Atomaufsichtsbehörde, Hidehiko Nishiyama, mit. «Die meisten Motoren, Schaltpulte und Schaltschränke sind vom Tsunami überspült worden und können nicht verwendet werden», sagte Nishiyama. Sprecher des Kraftwerkbetreibers TEPCO hofften dennoch, vier der sechs Blöcke im Laufe des Samstags mit dem Kabel ans Stromnetz anschliessen zu können. TEPCO-Sprecher Teruaki Kobayashi sagte: «Es könnten Funken fliegen, ich kann ein Risiko nicht leugnen.» Aber selbst, wenn der Anschluss ohne Funken und andere Probleme gelingen sollte, war nicht absehbar, ob die ebenfalls vom Tsunami getroffenen Kühlsysteme wieder anspringen.
07:05
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Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum Atomkraftwerk Fukushima 1, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen. Das meldete der Fernsehsender NHK. Das zweite Kontingent stamme ebenfalls aus Tokio und sei 100 Mann stark. Die erste Gruppe besteht aus 139 Kollegen und war am Donnerstag vor dem AKW in Stellung gegangen. Der Wechsel geschehe, um die ersten Feuerwehrleute nicht noch stärker der radioaktiven Strahlung auszusetzen, zitierte NHK die Behörden.
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