Katastrophenhilfe

15. März 2011 19:49; Akt: 15.03.2011 19:49 Print

Schweizer Retter an der Arbeit

Seit heute ist das Team des Katastrophenhilfekorps im Einsatz. Ein erster Versuch am Montag musste abgebrochen werden.

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Das Schweizer Katastrophenhilfekorps bei der Ankunft in Tokio.

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Wie das EDA gegenüber der SDA meldet, haben die 23 Retter und 9 Hunde des Schweizer Katastrophenhilfekorps heute ihre Arbeit aufgenommen. Ein erster Einsatz der Schweizer am Montag musste wegen einer Tsunami-Warnung abgebrochen werden.

Am Samstag richteten die Schweizer Helfer ihre Basis in der japanischen Stadt Tome ein, wo auch die deutschen Rettungskräfte stationiert waren, die heute abgezogen sind. Der Einsatzort der Schweizer liegt 100 Kilometer nördlich der besonders betroffenen Stadt Sendai und 150 Kilometer weit weg vom lädierten Atomkraftwerk Fukushimi.

«Alle Schweizer Teams verfügen über Strahlenschutzexperten mit Mess- und Monitoringgeräten», sagt EDA-Sprecherin Jenny Piaget gegenüber 20 Minuten Online. Stündlich würden Messungen durchgeführt, bisher sei keine erhöhte Strahlung im Einsatzort festgestellt worden.

Spezialisten für Strahlenschutz

Bei der Suche nach Opfern der Katastrophe würden die Schweizer eng mit Teams aus Australien und Neuseeland zusammenarbeiten. Weitere Einsätze und eine Rückkehr seien in Absprache mit den japanischen Behörden in Planung, so Jenny Piaget.

Ein vierköpfiges Team ist in Tokio geblieben, es beschäftigt sich mit der Wasserversorgung. Die Schweizer Botschaft in Tokio wurde mit drei weiteren Deza- und EDA-Mitarbeitern verstärkt. Gestern Abend wurden ferner fünf Spezialisten für Strahlenschutz und Telekommunikation nach Japan entsandt.

(job)