Erdbeben in Japan

11. März 2011 21:03; Akt: 12.03.2011 00:02 Print

Radioaktivität steigt bedrohlich an

Nach dem Beben in Japan ist die Radioaktivität im AKW Fukushima Daiichi drastisch angestiegen. Im Innern sei das Tausendfache des Normalwerts erreicht, im Umkreis würden erhöhte Werte gemessen.

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Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

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Weil das Risiko besteht, dass Radioaktivität aus dem AKW Fukushima entweichen könnte, rief Ministerpräsident Naoto Kan die Anwohner des Kraftwerks in einem Umkreis von zehn Kilometern auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor war die Zone im Umkreis von drei Kilometern des Kraftwerks evakuiert worden. Die Radioaktivität liege ausserhalb des Kraftwerks um ein Achtfaches über dem Normalwert, sagte Kan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji.
23:13
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In dem vom Erdbeben betroffenen Atomkraftwerk Fukushima-I soll ein Grad an Radioaktivität gemessen worden sein, der tausendmal höher als der Normalwert liegt, schreibt die Süddeutsche.de. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, eine Sicherheitskommission habe dies in einem Kontrollraum des Akw gemessen.
22:55
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Durch das schwere Erdbeben vor der japanischen Küste ist der Tag etwas kürzer geworden. Der NASA-Geophysiker Richard Gross berechnete, dass die Rotation der Erde durch das Beben der Stärke 8,9 um 1,6 Mikrosekunden schneller geworden sei, weil sich die Erdmasse verschoben habe. Eine Mikrosekunde ist eine Millionstel Sekunde. Das Beben von Sumatra 2004 führte sogar dazu, dass der Tag damals um 6,8 Mikrosekunden kürzer wurde. Das Beben in Japan am Freitag war das weltweit fünftstärkste, das seit 1900 gemessen wurde.
22:26
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In der Umgebung eines japanischen Atomkraftwerks steigt die Radioaktivität, wie die Behörden mitteilten. Die Evakuierungen wurden ausgeweitet.
21:38
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Die Schweiz wird vorerst kein Team von Rettern in das Erdbebengebiet in Japan entsenden. Dies ist den Äusserungen der Sprecherin des UNO-Büros für die Koordination humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs, vom Freitagabend zu entnehmen. Gegenüber der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehen SF hatte DEZA- Vizedirektor Toni Frisch erklärt, dass die Schweiz wahrscheinlich ein Rettungsteam nach Japan entsenden werde.
21:16
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Nachdem das Kühlsystems im Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans versagt hat, wollen die Behörden jetzt leicht radioaktiven Dampf aus einem Reaktorbehälter lassen. Der Grund: der Druck in einem der sechs Behälter stieg auf das Anderthaltfache des Normalstands. Die im Wasserdampf enthaltene Radioaktivität werde aber die Umwelt oder die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigen, versicherte die Atomsicherheitsbehörde.
21:12
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Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Laut David Applegate, einem hochrangigen wissenschaftlichen Berater des Regierungsinstituts, brach die Erdkruste durch das Beben der Stärke 8,9 in 240 Kilometern Länge und 80 Kilometern Breite auseinander. Der Erdstoss dürfte nach Meinung Applegates in Japan Schäden in Höhe von Dutzenden Millionen Dollar angerichtet haben.
20:46
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Viele Menschen aus Japan twittern die Nacht durch. Zum Beispiel mayu aus Tokio:«Die Beben dauern noch an. So ein verrückter Tag heute. Wild gewordene Natur.» Oder Ben Hentschel aus Tokio: «Kann nicht schlafen. Die ganze Nacht Erdstösse. Es ist 4.30 Uhr morgens. Kann nicht schlafen.»
20:44
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Nach dem verheerenden Erbeben ist auch das Landesinnere Japans von einem schweren Erdstoss erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,6 am Samstag (Ortszeit) brachte Gebäude in Tokio ins Wanken. Sein Zentrum lag etwa 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt in zehn Kilometern Tiefe. Seit dem Beben der Stärke 8,9 wurde Japan von Dutzenden Nachbeben erschüttert. Der jüngste Erdstoss ereignete sich allerdings in einem anderen Landesteil. Berichte über Schäden gab es zunächst nicht.
20:02
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Laut einem japanischen TV-Sender warnt die japanische Regierung vor weiteren Tsunamis.
19:43
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Die Schweiz wird am Samstag wahrscheinlich ein Rettungsteam nach Japan entsenden, um die dortigen Retter nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami zu unterstützen. Dies sagte DEZA- Vizedirektor Toni Frisch gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens SF. Der Entscheid falle in der Nacht zum Samstag, sagte Frisch weiter. Er gehe aber davon aus, dass ein Rettungsteam mit etwa einem Dutzend Hunden sowie etwa 20 Schweizer Rettern nach Japan abreisen werde.
19:43
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Der Tsunami hat auch an der amerikanischen Westküste gewütet. Radio ABC berichtet, berichtet, dass 35 Boote im Hafen von Santa Cruz weggespült und beschädigt worden sind.
19:18
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Wissenschafter stufen das Erdbeben vom Freitag als das fünftstärkste der Welt seit 1900 ein, schreibt BBC. Es war 8000 mal stärker als jenes vom Februar, das Christchurch in Neuseeland zerstörte. Die Energie, die das Beben freisetzte, ist ungefähr so viel wie die USA in einem Monat verbrauchen, sagt Brian Atwater vom US Geological Survey gegenüber AP.
18:45
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Der Kühlwasserspiegel im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-I sinkt, bestätigt nun auch die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA. Offenabr sei die Wasserzufuhr zum Reaktor unterbrochen. Dem Betreiberunternehmen TEPCO sei es bisher nicht gelungen, die Stromversorgung des Kühlwassersystems wieder herzustellen. Ein Greenpeace-Experte erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dapd, dass das Kühlwasser aus dem Meer stamme und im Normalfall mehrere Filter passieren muss. Nach Angaben des NISA-Mitarbeiters habe TEPCO drei oder vier Generatorenfahrzeuge vor Ort, könne sie aber nicht anschließen, weil ein passendes Kabel fehle. Derzeit werde versucht, dieses Kabel per Flugzeug herbeizuschaffen.
18:36
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Die Tokyo Electric Power Company (TEPCO), die das Atomkraftwerk Fukushima-I betreibt, warnt, dass der Druck innerhalb des Reaktors steige. Damit steige laut dem Energieunternehmen auch das Risiko, dass Radioaktivität austrete.
18:15
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Wie erst jetzt bekannt wird, ist >b>in Japan noch ein weiterer Zug spurlos verschwunden. Wieviele Passagiere sich in den Waggons befanden, ist unklar.
19:05
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Die Meldungen über die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan sind unterschiedlich. Die japanische Agentur Kyodo spricht am Freitagabend bereits von über 1000 Todesopfern.
17:52
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Nach dem schweren Beben in Japan hat die internationale Gemeinschaft dem Land ihre Hilfe angeboten. 35 internationale Such- und Rettungsteams wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Der Bundesrat zeigte sich bestürzt über die Naturkatastrophe in Japan. Er erklärte sich nach seiner Sitzung vom Freitag bereit, Soforthilfe zu leisten. Das Schweizerisch Korps für Humanitäre Hilfe halte sich bereit, um in kürzester Zeit ein Expertenteam nach Japan zu entsenden.
17:33
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Nun haben die ersten Wellen des durch das Erdbeben in Japan ausgelösten Tsunamis am Freitag das amerikanische Festland erreicht. Sie wurden um 07.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MEZ) entlang der Küste des Staats Oregon registriert, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik in Honolulu mitteilte.
17:28
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Mindestens 137 Menschen wurden durch das starke Erdbeben getötet, 539 wurden verletzt und 351 werden vermisst. Das meldet die Agentur Kyodo und stützt sich dabei auf Poizeiangaben. Zusätzlich sollen allein in der Nähe der Stadt Sendai 200 bis 300 leblose Körper gefunden worden sein.
17:17
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Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kämpfen Experten gegen den sehr tiefen Stand des Kühlwassers. Radioaktivität soll nicht ausgetreten sein. Dennoch klären Spezialisten der Armee die Lage. Es werde nun versucht, Wasser in das AKW zu Pumpen, berichten die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press und BBC.
16:52
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Die J-League, die japanische Fußball-Liga, hat alle 19 für das Wochenende geplanten Spiele vorläufig verschoben. Das teilte die Liga am Freitag mit. Auch die Baseball-Liga sagte ihre Spiele in Tokio, Chiba und Yokohama ab.
16:22
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Die Stadt Sendai ist am schlimmsten betroffen vom Erdbeben. Die Flutwelle schwemmte Autos über die Startbahn des Flughafens und riss ein Schiff mit etwa 100 Menschen an Bord mit.

Zudem brachen in Sendai zahlreiche Brände aus. Ein Hotel stürzte ein, Gäste wurden verschüttet. Vor der Küste von Sendai wurde das Epizentrum des Bebens vermutet. Sendai liegt rund 300 Kilometer nordöstlich von Tokio.
16:08
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Die Behörden haben die Suche nach einem Schiff mit 80 Hafenarbeitern aufgenommen. Das Schiff sei im Bezirk Miyagi von dem Tsunami weggeschwemmt worden, teilte ein Sprecher der Küstenwache am Freitag mit. Die Gegend ist die von dem massiven Erdbeben am schlimmsten betroffene.
15:48
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Ein Experte schliesst den Super-GAU nicht aus. Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine Gefahr, erklärte der Greenpeace- Reaktorexperte Heinz Smital. «Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen.»

In diesem Fall komme es noch zu so viel Nachwärme, dass man eine Kernschmelze nur dann verhindern könne, wenn die Kühlung sichergestellt sei. Das Erdbeben habe eine sehr grosse Energie gehabt, «so dass viele Systeme möglicherweise nicht funktionieren wie sie sollten».
15:28
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Das gewaltige Erdbeben in Japan hat zu Störfällen in zwei Atomkraftwerken geführt. Zwar wurden alle Anlagen in der Region sofort automatisch heruntergefahren. Dennoch traten Probleme auf, Ministerpräsident Naoto Kan rief deshalb Atomalarm aus.

Die Behörden fürchten offenbar eine radioaktive Verstrahlung, nachdem es bei der Kühlung des abgeschalteten Reaktors zu Problemen gekommen war. Techniker schalteten ein Notkühlsystem ein.

Im Atomkraftwerk Onagawa brach ein Feuer in einem Turbinengebäude aus. Die Betreibergesellschaft erklärte, dass keine radioaktive Strahlung ausgetreten sei. Der Brand wurde nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gelöscht. Dies habe die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA der IAEA mitgeteilt, gab die UNO-Behörde in Wien bekannt.
15:24
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Nebst den 200 bis 300 Leichen in Sendai sind 88 weitere Todesopfer bestätigt worden. 349 Menschen werden vermisst.
15:04
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Der Tsunami hat die Küste von Hawaii erreicht. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) erreichten etwa ein Meter hohe Wellen zunächst die Inseln Oahu und Kauai, wie das Pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii bekannt gab. Weitere, möglicher Weise höhere Wellen werden erwartet.
14:44
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Die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben in Japan steigt und steigt: Allein in den Küstengebieten der japanischen Hafenstadt Sendai wurden nach Meldungen der Nachrichtenagentur Kyodo sowie der Jiji Presseagentur 200 bis 300 Leichen gezählt. Dazu kommen derzeit mindestenst 90 weitere Todesopfer in anderen Landesteilen. Hunderte Menschen sind verletzt, viele Menschen werden vermisst.
14:32
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Nach dem Tsunami wird in der japanischen Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst. Dies berichtet die Agentur Kyodo.
14:26
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Der vor der Küste Japans ausgelöste Tsunami hat die Küste Indonesien mit einer Höhe von nur zehn Zentimetern erreicht. Nach Angaben des indonesischen Meteorologieamtes war eine zweite, höhere Welle aber nicht auszuschließen.
14:16
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2000 Anwohner einer Atomanlage aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Die Behörden wollten das Gebiet um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Umkreis von drei Kilometern evakuieren.

13:42
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In dem am stärksten von der Katastrophe betroffenen Bezirk Miyagi brach unterdessen in einer weiteren Nuklearanlage ein Feuer aus. Wie der Betreiber der Anlage in der Stadt Onagawa mitteilte, beschränkte sich der Brand jedoch auf ein Turbinengebäude. Der Reaktor selbst sei nicht in Gefahr.
13:42
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Die Zahl der Toten steigt stündlich weiter. Die japanische Polizei redet mittlerweile von 60 Todesopfern, 56 weitere wurden vermisst.
13:26
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Der japanische Sender NHK sowie andere Medien berichteten, dass ein Schiff mit etwa hundert Menschen an Bord von einem Tsunami fortgetragen wurde. Das Schiff gehöre einem Schiffshersteller im Hafen von Ishinomaki, teilte die Polizei nach Angaben der Medien mit. Das Schicksal der Menschen an Bord sei unklar.
13:22
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Die Zahl der Toten in Japan ist auf 40 gestiegen. 39 weitere Menschen wurden Polizeiangaben zufolge vermisst.
13:06
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US-Präsident Barack Obama sprach den Betroffenen des Erdbebens und der Flutwellen sein Mitgefühl aus. «Die USA stehen bereit, um dem japanischen Volk in dieser Zeit der schweren Belastung zu helfen», erklärte er in Washington. Die Freundschaft beider Länder sei «unerschütterlich» und die nun eingetretene «Tragödie» verstärke die Entschlossenheit der USA, Japan beizustehen.

Auch der russische Präsident Dmitri Medwedew bot Japan Hilfe an. «Wir stehen natürlich für unsere Nachbarn bereit, um mit den Folgen dieses sehr schweren Erdbebens klarzukommen», sagte Medwedew in im Fernsehen übertragenen Äusserungen.
13:02
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Die internationale Gemeinschaft hat Japan ihre Hilfe angeboten. 35 internationale Such- und Rettungsteams wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Das sagte die Sprecherin des UNO-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs, am Freitag in Genf. Die Einsatzkräfte verfolgten die Situation in Japan und stünden bereit, wenn das Land um Hilfe bitte. OCHA-Experten stünden im ständigen Austausch mit der japanischen Katastrophenschutzbehörde.
12:24
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Die Zahl der Erdbeben-Todesopfer werden laufend nach oben korrigiert und sie werden weiter steigen. Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen 32 Menschen ums Leben.
12:18
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Nach dem Versagen des Kühlsystems in einer Atomanlage in Japan ist der Notstand ausgerufen worden. Zu einem Austritt von Radioaktivität kam es den Angaben zufolge nicht.
11:52
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Nach der Katastrophe in Japan wächst die Angst im gesamten Pazifikraum. Mittlerweile sind 20 Länder in Tsunami-Alarm-Bereitschaft. Auf Hawai, in Honolulu, werden Einheimische und Touristen in höhere Lagen evakuiert.
11:28
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Beim schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans und einem nachfolgenden Tsunami sind nach Regierungsangaben mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. In weiten Teilen Nordjapans habe das Erdbeben schwere Schäden angerichtet, sagte Ministerpräsident Naoto Kan in einer Pressekonferenz. Zahlreiche von dem Beben ausgelöste Brände sind außer Kontrolle geraten, darunter eines in einer Ölraffinerie.
11:12
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Japan sorgt sich um seine Atomanlagen. Am Atomkraftwerk Onagawa ein Feuer aus. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Widersprüchliche Meldungen gab es über das Atomkraftwerk (AKW) Daiichi. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, dort seien die Kühlsysteme ausgefallen, Radioaktivität sei aber nicht ausgetreten. Später meldete Jiji unter Berufung auf die Regionalbehörden in Fukushima, die Kühlsysteme seien intakt.

Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge beschlossen, den atomaren Notstand auszurufen. Dieser tritt dann ein, wenn der Austritt von Radioaktivität sich bestätigt oder ein Kühlsystem eines AKW ausfällt. Ministerpräsident Naoto Kan in Tokio gesagt, es gebe bislang keine Probleme mit den Atomreaktoren.
10:46
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Das Erdbeben hat die Aktien des Rückversicherers Swiss Re stark unter Druck gesetzt. Für verlässliche Schätzungen zum Schadenausmass sei es aber noch zu früh, hiess es von Seiten der Swiss Re.
10:32
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Der japanische Sender NHK berichtete von vielen Verletzten. Mehrere Kinder sollen ins Meer gespült worden sein. Die Landebahn des Flughafens von Sendai sei überschwemmt worden, berichtete die Flughafenbehörde.

Fernsehbilder zeigen die grosse Verzweiflung in den Gesichtern der Menschen an der japanischen Ostküste: Frauen schwingen grosse weisse Tücher aus den Fenstern ihrer Häuser, um Hilfe zu bekommen. Sie sind gefangen in den oberen Etagen der Häuser, die vollständig von Wasser umgeben sind.
10:20
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20 Minuten Online telefonierte mit Alexander Renggli, Pressesprecher der Schweizer Botschaft in Tokio. «Es gab eine Serie von starken Erdbeben», bestätigt Renggli die Katastrophe. Bisher gebe es keine Hinweise auf Schweizer Opfer. Die Botschaft in Tokio sei nicht betroffen. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Lage zu koordinieren und analysiere, wer betroffen sei. Weitere Auskünfte seien zur Zeit nicht möglich.
10:02
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Die Nachrichtenagentur AFP meldet, das Erdbeben habe mindestens 19 Todesopfer gefordert.
09:52
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Das schwere Beben in Japan hat offenbar einen Grossbrand in einer Raffinerie ausgelöst. Der Industriekomplex in der Stadt Iichihara im Grossraum Tokio stand am Freitag in Flammen, wie im japanischen Fernsehen zu sehen war. Die Anlage wird von dem japanischen Erdölkonzern Cosmo Oil betrieben.

Nach Regierungsangaben brachen im Nordosten Japans rund 50 Feuer aus, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. In Aufnahmen aus Helikoptern war zu sehen, wie eine massive Flutwelle Schiffe, Lastwagen, Autos und Trümmer vor sich her in die Stadt schob.
09:36
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Das Erdbeben und der Tsunami trafen Japan mit einer unglaublichen Wucht. Eine Zwischenbilanz der Katastrophe.

09.20 Uhr - Nach Angaben von Reedern sind alle Häfen in Japan geschlossen worden.

08.53 Uhr - In der Hauptstadt Tokio sind an 14 Orten Feuer ausgebrochen. Das meldet die Agentur Kyodo.

08.36 Uhr - Indonesien gibt nach dem Beben in Japan eine Tsunami- Warnung heraus.

08.36 Uhr - Ein starkes Nachbeben erschüttert den Norden Japans, berichtet der Sender NHK.

08.30 Uhr - Die taiwanischen Behörden geben nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung für die Nord- und Ostküste heraus.

08.11 Uhr - Ein Zehn-Meter-Tsunami trifft den Hafen von Sendai im Norden, berichtet die Agentur Kyodo. Die westjapanische Präfektur Wakayama fordere rund 20 000 Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

08.07 Uhr - Nach dem Beben sind vier Millionen Menschen im Grossraum Tokio von Stromausfall betroffen, meldet Kyodo.

07.58 Uhr - Die japanischen Behörden geben die Stärke des Bebens mit 8,4 an.

07.58 Uhr - Ein Tsunami spült Häuser und Land fort, wie auf Fernsehbildern zu sehen ist.

07.50 Uhr - Die Nahverkehrszüge sowie die U-Bahn in Tokio stellen den Betrieb ein, meldet die Agentur Kyodo

07.49 Uhr - Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan ordnet an, dass das Militär die grösstmöglichen Anstrengungen unternimmt, um auf das Beben zu reagieren. Dies meldet die Agentur Jiji.

07.38 Uhr - Mehrere Menschen sind im Norden des Landes durch Erdrutsche verschüttet worden, berichtet NHK.

07.32 Uhr - Eine Tsunami-Warnung von zehn Metern wird dem Sender NHK zufolge auf die grössten Teile der Honshu-Küste ausgeweitet.

07.30 Uhr - Die US-Erdbebenwarte stuft das Beben auf eine Stärke von 8,8 herauf.

07.26 Uhr - Ein Vier-Meter-Tsunami trifft dem Sender NHK zufolge auf die japanische Pazifikküste.

07.19 Uhr - Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass der Tokioter Flughafen Narita geschlossen wurde.

7.17 Uhr - Der Sender NHK meldet, dass es im Norden Japans bei dem Beben viele Verletzte gegeben hat.
09:32
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Auf der russischen Insel Sachalin sind in Erwartung eines Tsunamis nach dem schweren Erdbeben in Japan am Mittwoch rund 11 000 Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Nach Behördenangaben könnten mehrere Dörfer getroffen werden.
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Das Erdbeben in Japan hat nach Angaben von Ministerpräsident Naoto Kan «großen Schaden» angerichtet. An den Atomkraftwerken in dem betroffenen Gebiet seien jedoch keine Schäden zu verzeichnen, sagte Kan am Freitag. Der Sprecher der japanischen Regierung erklärte, in das Katastrophengebiet würden Soldaten entsandt.
09:24
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Nach einer Tsunami-Warnung infolge des schweren Erdbebens in Japan haben die Behörden auf den Philippinen die Evakuierung von Ortschaften an der Ostküste angeordnet. Der Direktor des Instituts für Vulkanologie und Seismologie, Renato Solidum, sagte am Mittwoch, die ersten einen Meter hohen Wellen würden am Nachmittag (Ortszeit, 10.00 Uhr MESZ) erwartet. Bewohner der Küste wurden aufgefordert, sich auf höher gelegenes Gelände zu begeben.
09:22
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Die Zahl der Todesopfer steigt und steigt. Laut CNN hat Japan mindestens acht Tote bestätigt. Unzählige Personen werden vermisst.
09:12
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Die Nachrichtenagentur Jiji meldete ein erstes Todesopfer aus der Region östlich von Tokio. Der japanische Sender NHK berichtete von mindestens 20 Verletzten. Mehrere Kinder sollen ins Meer gespült worden sein. Die Landebahn des Flughafens von Sendai sei überschwemmt worden, berichtete die Flughafenbehörde.
08:44
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Das starke Erdbeben in Japan hat am Freitag die Kurse an der Tokioter Aktienbörse kräftig ins Minus gedrückt. Das Beben im Nordosten des Landes liess rund eine Viertelstunde vor Handelsschluss auch in Tokio die Häuser wanken.

Der Betrieb an der Börse lief zwar weiter, aber die Anleger wollten wegen des Bebens ihr Risiko reduzieren - als sicher geltende Staatsanleihen verbuchten einen Kurssprung, die Landeswährung Yen gab nach. Auch vor dem Beben hatten bereits Sorgen über den hohen Ölpreis und dessen Folgen für die Weltkonjunktur die Kurse belastet.
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Das Beben erreichte eine Stärke von 8,8 auf der Richterskala. Wie die japanische Wetterbehörde mitteilte, ereignete sich das Beben um 14.46 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 10 Kilometern, etwa 80 Kilometer vor der Ostküste.

Die Behörden gaben für die gesamte Küstenregion umgehend die höchste Tsunami-Warnstufe aus. Eine zehn Meter hohe Tsunamiwelle rollte an der Küste im Nordosten des Landes über zahlreiche Ortschaften hinweg. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie dabei Autos, Boote und ganze Gebäude hinweggerissen wurden. Ein grosses Schiff rammte frontal einen Wellenbrecher in der Stadt Kesennuma im Bezirk Miyagi, wie Aufnahmen des TV-Senders NHK zeigten.

Brände in Tokio

In der Hauptstadt Tokio gerieten für mehrere Minuten Gebäude ins Wanken. Anwohner liefen in Panik auf die Strassen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji wurden mindestens sechs Brände gemeldet. Der Tokioter Flughafen Narita stellte zeitweise den Betrieb komplett ein, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Auch der Hafen wurde in Erwartung eines Tsunamis geschlossen. Züge blieben mitten auf der Strecke stehen. In Ichihara explodierte ein Treibstofflager.

Die Devisenmärkte haben umgehend reagiert. Der Yen brach gegenüber dem Dollar ein.

Erdrutsche verschütten Menschen

In Tokio kam das Kabinett zu einer Krisensitzung zusammen, wie Kyodo meldete. Für vier Millionen Haushalte der südlich vom Epizentrum des Bebens gelegenen Hauptstadt brach die Stromversorgung zusammen.

Das Verteidigungsministerium ordnete nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo den Start von acht Kampfflugzeugen an. Die Piloten sollen einen ersten Überblick zu den Schäden erstellen.

Auch aus anderen Orten wurden schwere Schäden gemeldet. In Chiba geriet nach einer Meldung von Kyodo eine Stahlfabrik in Brand. Über Teilen der Stadt Yokohama stiegen schwarze Rauchwolken auf. Mehrere Menschen sind im Norden des Landes durch Erdrutsche verschüttet worden, berichtet NHK.

Bilder der vom Tsunami überschwemmten Gebiete (Video: Youtube)

Auch für Russland und die pazifische Inselgruppe der Marianen wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. In Hawaii, Taiwan, den Philippinen und Indonesien wurde die Tsunami-Warnstufe erhöht.

Die Region war erst am Mittwoch von einem Beben der Stärke 7,3 getroffen worden. Dabei hatten auch in der Hauptstadt Tokio Hochhäuser geschwankt. Das Beben war allerdings glimpflich verlaufen.

Japan liegt im pazifischen «Feuerring» mit zahlreichen Vulkanen, in dem Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen. Dort ereignen sich 90 Prozent aller Erdbeben weltweit.

Im Jahr 1933 kamen der amerikanische Erdbebenwarte USGS zufolge rund 3000 Menschen bei einem Erdbeben und einem Tsunami bei Ofunato ums Leben. Damals erreichte die Welle eine Maximalhöhe von 28,7 Metern. 1896 löste ein Erdbeben der Stärke 8,5 einen Tsunami aus, der 27 000 Menschen in dem Gebiet das Leben kostete.

(Video: YouTube)

(sda/ap)