Katastrophenhilfe

11. März 2011 14:24; Akt: 11.03.2011 14:37 Print

Schweizer Hilfskorps bereit für Japan-Einsatz

Die Schweiz ist bereit, bei der Bewältigung der Naturkatastrophe im Nordosten Japans zu helfen. Der Bundesrat hat der Regierung in Tokio ein Hilfsangebot gemacht.

Bildstrecke im Grossformat »
Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe hält sich bereit, um in kürzester Zeit ein Expertenteam nach Japan zu senden. Dies, nachdem das Aussendepartement EDA Japan ein entsprechendes Angebot zur Soforthilfe unterbreitet hat. Derzeit laufen Abklärungen, welche Form von Unterstützung benötigt werden könnte, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats. Die humanitäre Hilfe des Bundes beobachte zudem die Konsequenzen des Tsunamis auch in anderen betroffenen Ländern - besonders auf den Philippinen und in Indonesien.

Ob unter den Opfern der Katastrophe auch Schweizer sind, ist noch nicht klar. Derzeit gibt es laut EDA keine Anzeichen dafür. Allerdings sei es schwierig, mit sämtlichen Schweizerinnen und Schweizern in Kontakt zu treten, da Telefonleitungen teils überlastet oder unterbrochen seien.

Die humanitäre Hilfe könne genauer geplant werden, sobald die lokalen Behörden ein klareres Bild der Lage böten, sagt Stefan von Below, Mediensprecher des EDA gegenüber 20 Minuten Online. Die nötigen Abklärungen seien im Gang. Der Bundesrat hat der Regierung und der Bevölkerung Japans seine tiefe Betroffenheit ausgedrückt.

Viele Kinder unter den Opfern

Beim verheerenden Beben in Japan sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Hunderte werden noch vermisst. Viele Dörfer an der Pazifikküste sind von einer zehn Meter hohen Tsunami-Welle weggeschwemmt worden – unter den Opfer sollen viele Kinder sein.

Weltweit machen sich Katastropheneinsatzteams bereit, um in die beschädigten Gebiete zu reisen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte bereits ihre Unterstützung in Aussicht: «Seien Sie versichert, dass Deutschland in diesen tragischen Stunden an der Seite Japans steht und zu Hilfe bereit ist», schrieb sie an den japanischen Premierminister Naoto Kan.

Auch die britische Organisation «Rapid UK», die bei Katastrophen Erste Hilfe leistet, ist bereit für einen allfälligen Einsatz. «Sobald wir eine offizielle Anfrage seitens der japanischen Regierung erhalten, fliegen wir ab», sagte ein Mitarbeiter in einem Interview mit dem australischen Sender SkyNews.

(kle/rn)