Tsunami-Treibgut

22. April 2012 10:13; Akt: 23.04.2012 08:43 Print

Misaki hat ihren Fussball wieder

Seit dem Tsunami in Japan ist über ein Jahr vergangen. Nun ist ein Fussball in Alaska angeschwemmt worden. Weil ihn seine Besitzerin angeschrieben hatte, bekommt sie ihn zurück.

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Der Finder David Baxter und seine japanische Frau Yumi, welche die Schrift auf dem Fussball entziffern konnte. (Bild: Keystone)

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Gut, dass Misaki Murakami ihren Fussball angeschrieben hat. So bekommt sie ihn - mehr als ein Jahr nachdem der Tsunami in Japan ihr Dorf zerstört und den Ball aufs Meer hinausgetragen hat - wieder zurück.

Glück hatte Misaki auch damit, dass der Radartechniker David Baxter, der den Ball an einem Strand der abgelegenen Insel Middleton vor Alaska fand, mit der Japanerin Yumi verheiratet ist, welche die Schrift auf dem Ball lesen konnte. Der Nachrichtenagentur Kyodo News sagte die 16-jährige Misaki aus dem verwüsteten Dorf Rikuzentakata, sie sei überrascht und dankbar, dass ihr Ball wiedergefunden worden sei. Yumi Baxter hat bereits mit ihr telefoniert und will ihr nun den Ball zurückschicken.

Auf einem ebenfalls angeschwemmten Volleyball ist die Schrift so schlecht zu lesen, dass der Besitzer bisher nicht ausgemacht werden konnte. Yumi will sich aber bemühen, auch diesen Ball seinem Besitzer zurückzugeben.

Nach Angaben der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA gehören die Bälle zu den ersten Gegenständen, die nach dem Tsunami in Alaska angeschwemmt wurden und nach Japan zurückverfolgt werden konnten.

Im Januar 2012 wurde dieses Video veröffentlicht: Ein gewaltiger Trümmer-Teppich treibt auf die Vereinigten Staaten zu. Er soll zehn Mal so gross wie die Schweiz sein. (Quelle: noaa.gov)

(sda)