«cold shutdown»

16. Dezember 2011 08:10; Akt: 16.12.2011 10:12 Print

Fukushima ist unter Kontrolle

Neun Monate nach dem Unglück ist der Katastrophenreaktor von Fukushima stabilisiert. Laut Japans Ministerpräsident Yoshihiko Nota gelang eine Kaltabschaltung.

Hier klicken!

Infografik: So läuft die Dekontaminierung in Fukushima ab.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Atomkatastrophe von Fukushima ist nach Einschätzung der japanischen Regierung neun Monate nach ihrem Beginn unter Kontrolle. Die Reaktoren in der havarierten Anlage befänden sich «im Zustand der Kaltabschaltung», sagte Regierungschef Yoshihiko Noda am Freitag.

Das Ziel, die in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom März schwer beschädigten Reaktoren bis zum Jahresende zu einem sogenannten «cold shutdown» und damit unter Kontrolle zu bringen, sei nun erreicht, sagte Noda weiter. Damit träten nicht länger beträchtliche Mengen an Radioaktivität in die Umgebung aus.

Noch nicht alle Probleme gelöst

Umweltschützer kritisieren das als eine bewusste Irreführung der Bevölkerung. Nach Definition der Regierung und des Atombetreibers Tepco liegt eine Kaltabschaltung vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100 Grad gehalten wird.

In dem Atomkraftwerk Fukushima war am 11. März durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 und einen anschliessenden Tsunami das Kühlsystem so schwer beschädigt worden, dass die Brennstäbe in den Reaktoren 1 bis 3 vollständig schmolzen.

Um die Reaktorkammern zu kühlen, besprühen die Reparaturtrupps sie weiter mit Wasser. Dazu errichtete Tepco ein Zirkulationssystem, mit dessen Hilfe inzwischen eine stabile Kühlung der Reaktoren gewährleistet sei. Die Entsorgung des verseuchten Wassers stellt weiter eines der grössten Probleme dar.

(ap)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Gloor am 16.12.2011 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kaltabschaltung = Ende Evakuierung

    Kaltabschaltung bedeutet in erster Linie, dass evakuierte Personen wieder zurück ihn ihre Häuser können. Natürlich nur sofern sie nicht im 10 mal 50km belasteten Streifen wohnten. Dieser ist jedoch nur ein kleiner Teil, da ja kreisförmig evakuiert wurde und nicht nach dem Grade der Verstrahlung. Hörrt also auf über die korrekte Definition von Kaltabschaltung zu philosophieren. Übrigens ist die mittlere Strahlenbelastung in dem vornhin erwähnten Streifen bei 20mSv fürs erste Jahr. Würde jetzt jemand dorthin ziehen und 50 Jahre dort leben, so erhöht sich sein Krebsrisiko von 25% um 1% auf 26%.

    einklappen einklappen
  • patrick schmitt am 16.12.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Das einzige was in Fukushima kalt wird

    sind die Füsse der Verantwortlichen.

  • Zyniker am 16.12.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Fantastisch!!!

    Nun sind die Japaner für die nächsten 50'000 bis 100'000 Jahre wieder in absoluter Sicherheit und die Schadeninspektoren der Versicherungen können sich entspannt zurück lehnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lars am 16.12.2011 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt kommt de Wahrheit

    Ah, 20Min berichtet doch noch über die Katastrope in Japan. Respekt, ich dachte schon, es kommt gar nichts mehr! Alles unter Kontrolle, das war es ja bereits im Mai... da glaube ich lieber gar nichts mehr!

  • regula stark am 16.12.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    ach....?

    Ist das so? Da stellt sich natürlich die Frage, wie man "Kontrolle" definiert.. !

    • Angst Hase am 17.12.2011 19:05 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Frage

      Sobald das Spaltmaterial auf ungefährliche Werte abgekühlt ist. Auch die ausgebrannten Brennstäbe der Kraftwerke müssen danach im Zwischenlager zuerst einige Monate auskühlen. Dieser Vorgang ist kontrollierbar. Im Gegensatz zur chemischen und biologischen Verunreinigung der Umwelt ist dies ein vergleichbar kleines Uebel. Es ist nur offensichtlicher, denn die Auswirkungen von Gentech-Verunreinigung dauern länger und sind noch gänzlich unbekannt.

    einklappen einklappen
  • Hans Gloor am 16.12.2011 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kaltabschaltung = Ende Evakuierung

    Kaltabschaltung bedeutet in erster Linie, dass evakuierte Personen wieder zurück ihn ihre Häuser können. Natürlich nur sofern sie nicht im 10 mal 50km belasteten Streifen wohnten. Dieser ist jedoch nur ein kleiner Teil, da ja kreisförmig evakuiert wurde und nicht nach dem Grade der Verstrahlung. Hörrt also auf über die korrekte Definition von Kaltabschaltung zu philosophieren. Übrigens ist die mittlere Strahlenbelastung in dem vornhin erwähnten Streifen bei 20mSv fürs erste Jahr. Würde jetzt jemand dorthin ziehen und 50 Jahre dort leben, so erhöht sich sein Krebsrisiko von 25% um 1% auf 26%.

    • regula stark am 16.12.2011 16:46 Report Diesen Beitrag melden

      genaue Wissenschaft

      Natürlich - so wird es genau sein. Denn schlag ich doch vor, dass Du da hin ziehst. Das Problem... ganz egal, woher Du diese Zahlen hast (klingt für mich nicht allzu wissenschaftlich - sorry ;)) so kommen noch Faktoren wie verstrahltes Wasser, welches getrunken wird, Essen, Kontamination, welche über die Haut beim Duschen aufgenommen wird etc. dazu. Wenn es so einfach wäre, wie Du das darstellst, bräuchten wir keine Wissenschaft mehr - denn selbst die wissen nicht genau, wie sich was auswirkt.

    • Bob der Baumeister am 17.12.2011 19:11 Report Diesen Beitrag melden

      Doch, die wissen das sehr genau

      Damit hat man Erfahrung. Dank der zivilen Nutzung der Kernenergie (z.B. in der Medizin) verfügt unser Land bisher über hervorragende Strahlenspezialisten in der med. Physik. Uebrigens, beim Duschen besteht kaum Gefahr. Wenn Sie soviel Angst vor Kernstrahlung haben, dann dürfen Sie nirgendwohin fliegen und nicht in den Bergen wandern. Dort überall ist die natürliche Strahlung massiv erhöht. Am wenigsten trifft es Sie im Luftschutzkeller. Doch selbst dort finden Sie aktive Isotopen.

    einklappen einklappen
  • patrick schmitt am 16.12.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Das einzige was in Fukushima kalt wird

    sind die Füsse der Verantwortlichen.

  • Zyniker am 16.12.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Fantastisch!!!

    Nun sind die Japaner für die nächsten 50'000 bis 100'000 Jahre wieder in absoluter Sicherheit und die Schadeninspektoren der Versicherungen können sich entspannt zurück lehnen.