Katastrophe in Japan

25. März 2011 18:08; Akt: 25.03.2011 18:20 Print

EU bietet Japan Freihandel-Abkommen an

Die EU will Japan nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe mit Handelserleichterungen unterstützen. Die Schweiz hat dies bereits getan.

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Europa könne Japan bei dem gemeinsam geplanten Gipfel im Mai «den möglichen Beginn von Verhandlungen über eine Freihandelsvereinbarung anbieten». Dies verlautete am Freitag kurz vor Ende des EU-Gipfels in Brüssel in einer in die Schlusserklärung eingefügten Passage. Das Zugeständnis geht weiter als angebotene Erleichterungen für Pakistan nach der verheerenden Flutkatastrophe im vergangenen Jahr.

Voraussetzung für die EU ist allerdings, dass Japan bereit ist, über Handelshindernisse zwischen beiden Seiten ausserhalb von Zöllen und Beschränkungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu sprechen.

Nach Schätzung der japanischen Regierung dürften die Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami bis zu 25 Billionen Yen (fast 280 Milliarden Franken) kosten. Die immense Schadenssumme wird demnach das Wachstum der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt um etwa einen halben Prozentpunkt drücken.

Japan hatte schon vor der Katastrophe im vergangenen Oktober Interesse an einem Freihandelsabkommen mit Europa nach dem Vorbild der EU-Vereinbarung mit Südkorea gezeigt. Dabei waren beide Seiten vergangenes Jahr übereingekommen, binnen fünf Jahren 98 Prozent der Schutzzölle und sonstigen Handelshemmnisse zu beseitigen.

Die Schweiz hat bereits ein Freihandelsabkommen mit Japan. Beim Abschluss im Jahr 2009 war die Schweiz das erste europäische Land, welches einen solchen Vertrag mit Japan einging.

(sda)