Japan

20. März 2011 10:39; Akt: 20.03.2011 11:24 Print

Nach neun Tagen lebend gerettet

Es grenzt geradezu an ein Wunder: Retter zogen jetzt eine 80-jährige Frau und ihren 16-jährigen Enkel lebend aus den Trümmern in Japan. Dabei hatten die Hilfstrupps schon alle Hoffnung aufgegeben.

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Eine Journalistin in Osaka sieht sich Bilder der geretteten 80-jährigen Frau an, die der Sender NHK am Sonntag sendete. (Bild: AFP)

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Neun Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan haben die Rettungskräfte noch zwei Menschen lebend bergen können. Eine 80 Jahre alte Frau und ihr 16-jähriger Enkel seien in der zerstörten Stadt Ishinomaki aus Trümmern gerettet worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, wirkten die beiden geschwächt, hätten jedoch auf Fragen der Polizei reagiert. Der Junge litt an Unterkühlung.

Die beiden hätten sich von Joghurt und anderen Dingen, die in einem Kühlschrank des zerstörten Hauses lagen, ernährt, berichtete NHK. Von dem Jungen heisst es, er habe sich auf den Trümmern des Daches befunden und nach Hilfe gerufen.

Ein Suchtrupp der Einsatzkräfte habe ihn in den Trümmern entdeckt. Beide Überlebenden wurden mit einem Helikopter in ein Spital ausgeflogen.

Die Rettungskräfte hatten bereits beinahe jede Hoffnung aufgegeben, noch Überlebende finden zu können. Die Zahl der Toten und Vermissten der Naturkatastrophe wird derzeit mit mehr als 20'000 angegeben.

(sda)