Katastrophe in Japan

30. März 2011 07:58; Akt: 30.03.2011 10:35 Print

Neue Bilder zeigen massive Zerstörung

Mit einer unbemannten Drohne flog ein Fotodienst über das havarierte AKW Fukushima Daiichi. Die jetzt publizierten Bilder dokumentieren das Ausmass der Zerstörung.

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Diese Bilder wurden am 20. und am 24. März 2011 aufgenommen... ... doch erst am 30. März veröffentlicht. Sie dokumentieren das Ausmass der Zerstörung. Geschossen hat die Bilder diese Drohne des Luftfotodienstes Air Photo Service. Aus anderer Perspektive: In sind der Reaktorkern und die Brennstäbe beschädigt. Die Kühlsysteme sind ausgefallen, der Sicherheitsbehälter ist aber intakt. Das Reaktorgebäude war von einer Wasserstoffexplosion schwer beschädigt worden. Seit dem 29. März wird Kühlwasser wieder mit Hilfe einer elektrischen Pumpe eingespeist. Seit 28. März steigt wieder weisser Rauch auf. Im (Mitte) vermuten die Experten ein Leck im Sicherheitsbehälter (Containment). Reaktorkern und Brennstäbe sind vermutlich beschädigt, das Reaktorgebäude hingegen weitgehend intakt. Das stark verstrahlte Wasser im benachbarten Turbinengebäude hatte vermutlich direkten Kontakt zu geschmolzenem Kernbrennstoff und trat anschliessend auf ungeklärte Weise aus. Seit 28. März steigt wieder weisser Rauch auf. Dieses Bild vom 24. März zeigt den zerstörten Reaktor 3. gilt als besonders gefährlich, weil er Brennstäbe mit Plutonium-Uran-Mischoxid (MOX) benutzt. Plutonium ist nicht nur radioaktiv, sondern auch hochgiftig. Auch in (rechts) sind Reaktorkern und Brennstäbe beschädigt sowie die Kühlsysteme ausgefallen. Das Reaktorgebäude wurde durch eine Wasserstoffexplosion zerstört. Der Sicherheitsbehälter ist womöglich noch intakt. Reaktor 4 (links) und 3 am 24. März 2011. Im Kern von Block 4 waren zum Zeitpunkt des Erdbebens keine Brennstäbe.

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Aufgenommen worden sind die Bilder am 20. und am 24. März vom Luftfotodienst Air Photo Service. Sie zeigen das havarierte AKW Fukushima und die massiv beschädigten Reaktoren 1 bis 4.

(ast)