Krieg in Libyen

28. März 2011 06:17; Akt: 29.03.2011 00:06 Print

Interpol soll UNO gegen Gaddafi unterstützen

Die internationale Polizeibehörde soll der UNO helfen, Sanktionen gegen Gaddafi durchzusetzen. Die Alliierten berieten derweil per Videokonferenz ihr weiteres Vorgehen.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

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Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge sind in den vergangenen Tagen Dutzende Libyer im Land verschwunden. Vermutlich seien sie in Gewahrsam genommen worden, sagte die Menschenrechtsorganisation am Montag. Es scheine so, als würden die Unterstützer von Machthaber Muammar al Gaddafi eine Politik verfolgen, jeden festzunehmen, der sich der Opposition gegen den Herrscher verdächtig mache, teilte Amnesty mit.
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Das libysche Staatsfernsehen hat über erneute NATO-Luftangriffe nach Einbruch der Dunkelheit berichtet. Diese hätten «militärischen und zivilen Zielen» in den Städten Garjan und Misda gegolten, die 40 beziehungsweise 90 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis entfernt liegen.
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Die USA haben libysche Ziele am Wochenende mit niedrig fliegenden Kampfflugzeugen angegriffen und damit Spekulationen Vorschub geleistet, dass ihre Luftangriffe der Unterstützung der Rebellen dienten. Zum Einsatz kamen nach Angaben von US-Vizeadmiral William Gortney Flugzeuge vom Typ AC-130 sowie A-10.

Gortney sagte, die USA würden keine Angriffe mit den Oppositionellen koordinieren oder Luftangriffe dazu einsetzen, damit die Rebellen weiteren Boden gut machten. Allerdings haben US-Angriffe gegen Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi den Rebellen geholfen, sich neu zu formieren und wichtige Städte zurück zu erobern. Die A-10 und die AC-130 können tiefer über ihre Ziele hinweg fliegen und Bodentruppen so eine direktere Unterstützung bieten. Frühere US-Kampfeinsätze fanden in deutlich größerer Höhe statt.
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Bei der Durchsetzung der Sanktionen gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi und sein Regime setzt der UNO-Sicherheitsrat auch auf Interpol. Ein Vertreter der internationalen Polizeibehörde werde in Kürze nach New York eingeladen, um die Mitglieder des Sanktionsausschusses zu informieren, sagte der Chef des Gremiums, Portugals UNO-Botschafter José Filipe Moraes Cabral, am Montag vor dem mächtigsten UNO-Gremium. Dabei sollen alle Möglichkeiten ausgelotet werden, wie Sicherheitsrat und Interpol zusammenarbeiten können.

Interpol hatte sich schon Anfang des Monats in die Ermittlungen gegen Gaddafi eingeschaltet. Die Organisation warnte ihre Mitgliedsstaaten vor dem libyschen Diktator und 15 seiner Familienmitglieder und Anhänger, unter ihnen mehrere Söhne und seine Tochter Aisha. Die 16 stünden unter Verdacht, Angriffe auf Zivilisten geplant zu haben, auch Luftangriffe. Interpol habe Informationen über die Gesuchten in seine Datenbanken aufgenommen.
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Am Vorabend der internationalen Libyen-Konferenz in London haben sich Frankreich, Grossbritannien, die USA und Deutschland über das weitere Vorgehen abgestimmt. Dabei ging es unter anderem um den franko-britischen Aufruf an regimetreue Libyer, sich von Machthaber Muammar al-Gaddafi loszusagen und an einer politischen Lösung mitzuarbeiten.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy, sein US-Amtskollege Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron hätten sich etwa 40 Minuten per Videokonferenz beraten, teilte der Elysée-Palast am Montagabend in Paris mit. In London wollen am Dienstag die Aussenminister von mehr als 35 Nationen über eine politische Lösung des Konflikts in Libyen beraten. Unklar ist, ob und in welcher Form Vertreter der libyschen Opposition an der Konferenz teilnehmen. Frankreich ist an der sogenannten Kontaktgruppe sehr gelegen, um auf diese Weise die arabischen und afrikanischen Staaten einzubinden.
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US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Englands Premier David Cameron und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besprechen zurzeit per Videokonferenz die Lage in Libyen.
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Ein französisches Kampfflugzeug hat am Montag einen Militärkomplex mit einer Kommandozentrale der libyschen Truppen bei Tripolis angegriffen. Das teilte ein französischer Militärsprecher, Oberst Thierry Burkhard, mit. Es handele sich um einen Stützpunkt zehn Kilometer südlich der Hauptstadt. Burkhard sagte, die französischen Streitkräfte in der internationalen Koalition gegen den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi verlegten ihre militärischen Aktivitäten nun in den Westen des Landes. Die Rebellen stossen derzeit ebenfalls westwärts auf Tripolis vor.
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Ein Flugzeug der internationalen Militärkoalition, die die libysche Zivilbevölkerung vor den Gaddafi-Truppen schützen soll, kann die Schweiz überfliegen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat eine entsprechende Anfrage positiv beantwortet. Dies gab BAZL-Sprecher Anton Kohler am Montag gegenüber Schweizer Radio DRS bekannt. Nähere Angaben zum Flugzeug, dem gesuchstellenden Land und dem Zeitpunkt des Überfluges könne er nicht machen.
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Die angeblich vergewaltigte Libyerin Iman al- Obeidi - unterdessen offenbar eine der Symbolfiguren des Aufstandes gegen Oberst Muammar al-Gaddafi - ist wieder frei. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija am Montag. Die junge Frau, deren Familie aus dem von Aufständischen kontrollierten Osten Libyens stammt, war nach eigener Aussage an einer Strassensperre in der Hauptstadt Tripolis verschleppt und anschliessend mehrfach vergewaltigt worden.

Nachdem sie am Samstag Jounalisten von ihrem Martyrium berichtet hatte, war sie von Sicherheitskräften in Zivil gegen ihren Willen weggeschleppt worden. Da Vergewaltigung im arabischen Kulturraum ein so grosses Tabu ist, dass die Opfer nur sehr selten öffentlich darüber sprechen, feiern sie viele Frauen in den Aufständischen-Hochburgen als «Heldin der Revolution». Inzwischen heisst es, die von ihr erhobenen Vorwürfe würden untersucht. Gegen vier Männer werde ermittelt.
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Grossbritannien und Frankreich haben die Anhänger Muammar al-Gaddafis aufgefordert, sich von dem libyschen Machthaber loszusagen, «bevor es zu spät ist.» In einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Premierminister David Cameron und Staatspräsident Nicolas Sarkozy hiess es weiter, das sei ihre letzte Chance, mit dem Diktator zu brechen. Eine am Dienstag in London beginnende internationale Konferenz solle einen politischen Prozess anstossen, der zur freien Wahl einer libyschen Regierung führt, erklärten Cameron und Sarkozy. Vertreter aus 40 Staaten und internationalen Institutionen werden an der Konferenz teilnehmen. Der Nationale Übergangsrat der Aufständischen und andere gesellschaftliche Gruppen in Libyen sollten mit der Vorbereitung von Wahlen beginnen.
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Ein Video zeigt tumultartige Szenen in einem Hotel in Tripolis am 26. März 2011: Eine Frau namens Iman al-Obeidi sagte vor ausländischen Journalisten, sie sei von libyschen Soldaten vergewaltigt worden. Sie wurde danach abgeführt und soll laut ihren Eltern in einem Militärkompolex gefangen gehalten werden.

16:42
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Ein Frau, die nach eigenen Angaben von Soldaten des libyischen Machthabers Muammar al Gaddafi vergewaltigt wurde, wird ihren Eltern zufolge in einem Militärkomplex in Tripolis festgehalten. Die Eltern von Iman al Obeidi sagten dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera am Montag, ihre Tochter sei entgegen Angaben der Regierung nach einem Zwischenfall in einem Hotel nicht freigelassen worden, sondern werde im Militärkomplex Bab Al Asisijain der libyschen Hauptstadt festgehalten. Al Obeidi hatte am Samstag für internationales Aufsehen gesorgt, als sie in einem verstört wirkenden Zustand in ein Hotel in Tripolis geeilt war und vor ausländischen Journalisten erklärt hatte, sie sei am Mittwoch von 15 Soldaten Gaddafis vergewaltigt worden. Nach Angaben der Eltern handelt es sich bei Al Obeidi um eine Anwältin. Die Mutter Al Obeidis sagte Al Jazeera, sie habe am Montag einen anonymen Anruf bekommen, in dem ihr gesagt worden sei, dass ihre Tochter im Militärkomplex Bab Al Asisija festgehalten werde. Sie sei von dem Anrufer aufgefordert worden, ihre Tochteranzuweisen, den Vorwurf der Vergewaltigung zurückzunehmen, damit sie freigelassen werde. «Was auch immer sie verlangen, sie bekommen es»,habe der Anrufer gesagt. «Bauen Sie ein neues Haus oder erhalten sie das Geld.»

Der Sprecher der libyschen Regierung, Mussa Ibrahim, sagte der Nachrichtenagentur AP am Sonntag, Al Obeidi sei eine Prostituierte, die nach dem Zwischenfall im Hotel freigelassen worden sei und sich jetzt bei ihrer Schwester in Tripolis aufhalte. Regierungsangabenzufolge wurden vier Männer im Zusammenhang mit dem Fall verhört, darunter der Sohn eines hochrangigen Staatsbeamten.
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Trotz anhaltender Kämpfe um die Stadt Sirte gerät nun auch die drittgrösste Stadt des Landes ins Visier der Kriegsparteien. Laut einem Sprecher der Rebellen haben Gaddafis Truppen teile der Stadt wieder unter ihre Kontrolle gebracht.
15:11
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Die Türkei will in Libyen die Kontrolle über den Flughafen der Rebellenhochburg Benghasi übernehmen, um von dort aus humanitäre Hilfe für das nordafrikanische Land zu koordinieren.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayip Erdogan sagte, dies eine von drei Aufgaben, zu denen sich sein Land bei dem von der NATO geführten Einsatz bereit erklärt habe.

Als weitere Punkte nannte er Luftüberwachung und den Einsatz der Marine zur Durchsetzung des Waffenembargos, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Zudem will die türkische Regierung nach Berichten vom Wochenende eine baldige Waffenruhe in Libyen vermitteln.
14:47
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Mehr zur Entscheidung Katars, als erstes arabisches Land den Nationalen Übergangsrat der Rebellen als einzigen legitimen Repräsentanten Libyens anzuerkennen: Zur Begründung sagte er nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur QNA, die Führung der Aufständischen vertrete alle Regionen Libyens und werde von der Bevölkerung akzeptiert.

Zuvor hatte Frankreich den Nationalrat als rechtmässigen Vertreter Libyens anerkennt. Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt sich Katar auch an der Durchsetzung der vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbotszone über Libyen.
14:20
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In der südsyrischen Stadt Deraa haben Sicherheitskräfte nach Berichten von Einwohnern erneut auf Demonstranten geschossen. Die Menschen seien mit Parolen gegen den Ausnahmezustand auf die Strasse gegangen, hiess es. Zum Artkel
14:03
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Ein BBC-Korrespondent ausserhalb von Ras Lanouf berichtet: «Es ist ziemlich klar, dass die Rebellen nicht so gut ausgerüstet sind wie die Gaddafi-Truppen. Sie verwendet alte Jagdgewehre und zusammen geklebte AK-47er.» Ohne die Koalitionsunterstützung aus der Luft hätten sie Gaddafis Truppen nichts entgegen zu setzen, berichtet der weiter.
13:57
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In einem Spital in Misrata herrscht der medizinische Ausnahmezustand: Die hoffnungslos überfüllte Klinik steht seit Tagen unter Beschuss. Es fehlt an allem, auch an Narkosemitteln für Operationen. > Zum Artikel
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Ein neues Video zeigt offenbar die nächtlichen Kämpfe in Sirte:

13:20
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Westliche Luftangriffe gegen die Gaddafi-Truppen würden nach Ansicht Russland gegen die entsprechende UN-Resolution verstoßen. Solche Angriffe würden eine Einmischung in den «libyschen Bürgerkrieg» darstellen, sagte Aussenminister Sergej Lawrow. Dies würde der Resolution widersprechen, die eine Flugverbotszone zum Schutzvon Zivilpersonen vorsehe. Die NATO sollesich aber auf den Schutz von Zivilpersonen beschränken, betonte Lawrow.
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In einer Rede an die Nation wird US-Präsident Barack Obama heute den US-Bürgern seine Entscheidungen zum Libyen-Einsatz erläutern. Obama werde erklären, warum die Mission in dem nordafrikanischen Land im Interessen der USA sei, teilte das Weiße Haus mit. Es wird auch erwartet, dass der Präsident seinen Landsleuten erneut versichert, dass unter keinen Umständen US-Bodentruppen in Libyen zum Einsatz kommen und die USA ihre Führungsrolle bei dem internationalen Militäreinsatzvollständig an die NATO und andere Partner übergeben werden.
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Die Türkei warnte inzwischen vor einem langwierigen Konflikt. Es drohe die Gefahr, dass Libyen sich in einen «zweiten Irak» oder ein «weiteres Afghanistan» verwandle, sagte Regierungschef Recep Tayyip Erdogan am Wochenende der britischen Zeitung «The Guardian».

Erdogan bot an, eine Waffenruhe zu vermitteln. Das NATO-Land Türkei hatte am Donnerstag nach tagelangem Widerstand einer NATO- Führung des Libyen-Einsatzes zugestimmt.
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Neben den Rebellen hat auch die westliche Militärallianz hat erneut Stellungen der Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Sirte angegriffen. Mehrere Explosionen seien zu hören gewesen, meldeten Reporter in der Stadt.

Ein AFP-Korrespondent berichtete von Kampfflugzeugen, die vor den Explosionen die Stadt überflogen hätten. Das libysche Staatsfernsehen meldete ebenfalls Bombardements aus der Luft.
11:34
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Italien wird nervös wegen der vielen Flüchtlinge und Migranten aus Tunesien und will diese notfalls zwangsabschieben. Am liebsten würde das Land die meisten wieder loswerden. Der Innenminister wettert jetzt gegen Tunesien.
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Nun hat auch das arabische Emirat Katar den libyschen Nationalrat als offizielle Vertretung Libyens anerkannt. Der Nationalrat ist das neu gegründete Parlament der Aufständischen mit Sitz in Bengasi.
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Einen Sieg in Sirte würde den Rebellen den Weg nach Misrata öffnen. Dort berichteten Einwohner bereits jetzt von Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Gaddafi hatte einen Aufstand in Misrata zuvor brutal niedergeschlagen.
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In der libyschen Hauptstadt Tripolis fehlt es laut BBC an Nahrungsmittel. Vor den Läden würden sich lange Schlangen bilden, berichtet der Sender.
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Und nun soll es vor Sirte doch wieder zu Kämpfen gekommen sein. Die AFP berichtet dazu, dass Gaddafi-Truppen die Rebellen bereits vor der Stadt stoppen konnten.
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Die Rebellen treffen offenbar in Sirte kaum auf Gegenwehr. Gaddafi-Truppen haben diversen Augenzeugen zu Folge ohne grosse Kampfhandlungen die Stadt verlassen. Dies ist erstaunlich: In Gaddafis Heimat war mit massiver Gegenwehr gerechnet worden. Diverse Medien empfinden dies als bedeutender Hinweis auf die Schwäche Gaddafis.
08:45
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BBC-Korrespondent Jon Williams twittert aus Tripolis: «Wenn Sirte in die Hände der Rebellen fällt, könnte dies der Wendepunkt im Krieg gegen Gaddafi sein. Dann könnte sein Ende sehr nahe sein.»
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Momentan ist die Stadt Sirte im Fokus der Kämpfe. Die Berichte, welche Partei die Heimatstadt Gaddafis unter seiner Kontrolle hat, gehen aber auseinander. Nachdem die Rebellen bereits vermeldet haben, die Stadt eingenommen zu haben, berichtet nun ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, Sirte sei immer noch unter Gaddafis Kontrolle.
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Ibrahim Moussa, Sprecher der Regierung Gaddafi, wirft den Koalitionsmächten vor, stärker in Libyen einzugreifen als in der UN-Resolution vorgesehen. Es würden viele Unschuldige bei den Angriffen sterben, sagte Moussa zur BBC.
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Al-Jazeera berichtet aus einem Spital in Adschdabija. Dort haben Ärzte behauptet, Gaddafi-Truppen hätten Frauen vergewaltigt, die mit den Rebellen sympathisierten.
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Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, ist die Stadt Sirte immer noch umkämpft. Die Stadt sei von mehrere Explosionen erschüttert worden.
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Die alliierten Truppen in Libyen stimmen sich nach US-Angaben bei ihrem Militäreinsatz nicht mit den Aufständischen ab. Es gehe darum, Zivilisten und von Zivilisten besiedelte Gebiete vor Angriffen zu schützen, sagte ein ranghoher US- Beamter am Sonntag (Ortszeit) in Washington.

Die Truppen, die Zivilisten bedrohten oder angriffen, seien genauso Ziel der NATO-Truppen wie zuvor der Truppen der internationalen Militärkoalition, sagte er. Zuvor hatte die NATO beschlossen, das Kommando über den Militäreinsatz zu übernehmen.
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Die libyschen Rebellen haben auf ihrem Vormarsch Richtung Westen nach eigenen Angaben Sirte, die Heimatstadt des Machthabers Muammar al-Gaddafi, eingenommen. Dies berichtete die Korrespondentin des arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera am Montagmorgen.

Die Korrespondentin berief sich dabei auf einen Sprecher des Nationalen Übergangsrats aus Benghasi. Benghasi ist die Rebellenhochburg im Osten des nordafrikanischen Landes.
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Die Lage am Montagmorgen

Die internationale Militärallianz hat laut einem Bericht des libyschen Staatsfernsehens erstmals Luftangriffe auf Sirte, die Heimatstadt von Machthaber Muammar al Gaddafi, geflogen. Ausländische Journalisten berichteten am Sonntagabend über laute Explosionen und Kampfflugzeuge über der Hochburg von Gaddafis Anhängern. Auch sonst machten die Rebellen Terrain gut. Nach den Städten Adschdabija und Brega fiel den Aufständischen am Sonntag auch der strategisch wichtige Ölhafen Ras Lanuf wieder in die Hände.

Ausgelassen feierten die Aufständischen am Sonntag die Einnahme der Ölhäfen Brega und Ras Lanuf, nachdem sie schon am Samstag die Küstenstadt Adschdabija, knapp 160 Kilometer südlich der Rebellenhochburg Benghasi, zurückerobert hatten.

«Es gibt hier keine Gaddafi-Truppen mehr, die Rebellen haben Brega unter ihrer vollen Kontrolle», sagte Rebellenkommandant Ahmed Dschibril in Brega. Gaddafis Soldaten seien bereits am Samstagabend nach einem «kleinen Gefecht» geflohen.

Die Nachrichtensender BBC und Al-Jazeera zeigten Aufnahmen von brennenden und zerstörten Panzern und Schützenpanzern, von Kampfflugzeugen der westlichen Koalition ausser Gefecht gesetzt. Vielfach hatten die Gaddafi-Milizen ihre Fahrzeuge einfach stehen gelassen.

Den Bodengewinnen der Regimegegner waren in der Nacht zum Samstag massive Luftangriffe der westlichen Koalition auf die Gaddafi-Truppen bei Adschdabija vorausgegangen. Wie das Pentagon in Washington mitteilte, flog die Koalition unter Führung der USA, Frankreichs und Grossbritanniens insgesamt 160 Einsätze.

In Misrata zerstörte die französische Luftwaffe nach Angaben des Generalstabs in Paris «mindestens» fünf Kampfflugzeuge und zwei Helikopter der libyschen Armee. Gaddafi-Truppen bombardierten die Stadt am Samstag nach Angaben der Rebellen erneut. Laut einem Arzt gab es drei Tote.

Regime gesteht Niederlage ein

Das Regime in Tripolis gestand die Niederlage ein, sprach aber von hohen zivilen Verlusten durch die Luftangriffe. Regierungssprecher Ibrahim Mussa sagte in der Nacht zum Sonntag, die westliche Koalition habe Gaddafi-Truppen auf dem 400 Kilometer langen Abschnitt zwischen Adschdabija und Sirte massiv angegriffen.

Das Staatsfernsehen berichtete ausserdem, die Flugzeuge hätten «militärische und zivile Areale» in der Stadt Sebha, 800 Kilometer südlich von Tripolis, bombardiert. «Die Luftangriffe gegen unser Volk gehen mit voller Kraft weiter», sagte Mussa.

US-Verteidigungsminister Robert Gates warf dem Gaddafi-Regime vor, Leichen von Zivilisten an Angriffsorte der Koalitionsstreitkräfte legen zu lassen. Er betonte in einem Interview des US-Fernsehsenders CBS, dass die Koalitionsstreitkräfte «äusserst vorsichtig» vorgegangen seien.

Wichtige Ölexporte

Nach Ansicht von Grossbritanniens Verteidigungsminister Liam Fox sind die Aufständischen bald in der Lage, die Kontrolle über die Ölexporte des Landes zu übernehmen. Damit könnten sie die «politische Dynamik» des Konfliktes entscheidend ändern, sagte Fox in einem Interview der BBC.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor schon von «wichtigen Fortschritten» der internationalen Militäraktion gesprochen. «Gaddafi hat das Vertrauen seines Volkes sowie die Rechtmässigkeit zur Herrschaft verloren», sagte er in seiner wöchentlichen Radioansprache am Samstag.

NATO übernimmt Führung

Am Sonntagabend übernahm die NATO wie angekündigt die Führung des gesamten internationalen Militäreinsatzes in Libyen. Die Botschafter der 28 Bündnisstaaten stimmten in Brüssel einem Operationsplan zu, wie Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mitteilte. Er sieht vor, dass die NATO künftig auch die Einsätze zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung leiten wird.

Als Ausweg aus dem Konflikt brachte Italiens Aussenminister Franco Frattini ein Exil für Gaddafi ins Gespräch. Italien habe einen Plan und werde «sehen, ob daraus ein deutsch-italienischer Vorschlag» werden könne, sagte Frattini der Zeitung «La Repubblica».

Er wolle den Plan, der unter anderem einen von der UNO überwachten Waffenstillstand beinhalte, am Dienstag in London vorstellen. An dem Treffen wollen Vertreter aus mehr als 35 Ländern teilnehmen.

(sda/ap)