Krieg in Libyen

25. März 2011 06:17; Akt: 28.03.2011 10:07 Print

NATO greift Gaddafis Heimatstadt an

Das Militärbündnis übernimmt das vollständige Kommando des Libyen-Einsatzes. Jetzt flog die NATO offenbar erstmals Luftangriffe auf Gaddafis Geburtsstadt Sirte.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

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21:45
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Die internationale Militärallianz hat laut einem Bericht des staatlichen libyschen Fernsehens am Sonntagabend erstmals Luftangriffe auf die Heimatstadt von Machthaber Muammar al-Gaddafi, Sirte, geflogen. Sirte ist auch eine Hochburg von Gaddafis Anhängern.
21:19
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Das internationale Militärbündnis hat am Sonntag offenbar seine Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis fortgesetzt. Dort war am Abend Flugabwehrfeuer zu hören, was auf neue Angriffe hindeutete. Bewohner der umkämpften Stadt Misrata im Westen des Landes berichteten am Sonntag über neue Kämpfe zwischen Aufständischen und den Regierungstruppen von Staatschef Muammar al Gaddafi.
20:48
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In dem Plan zur Übernahme des gesamten Einsatzes in Libyen seien keine NATO-Einsätze zur Unterstützung der Rebellen vorgesehen, hiess es. Die Allianz bleibe «immer unparteiisch». In der NATO hatte zunächst Uneinigkeit darüber geherrscht, ob das Bündnis die Leitung des Libyen-Einsatzes übernehmen soll.
20:24
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Die NATO hat am Sonntag beschlossen, das vollständige Kommando über den Militäreinsatz in Libyen zu übernehmen. Damit wird das Bündnis künftig auch die Luftangriffe zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung führen.
17:43
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Mit den Städten Ras Lanuf und Brega haben die Rebellen zwei wichtige Ölstädte zurückerobert. In beiden Orten wurde ein grosser Teil der libyschen Ölexporte in Höhe von 1,5 Millionen Barrel pro Tag produziert. Seit dem Beginn der Unruhen am 15. Februar wurde die Produktion praktisch eingestellt. Die nächste grosse Stadt auf der Route der Rebellen gegen Westen ist Sirte. Die Geburtsstaat von Muammar al-Gaddafi wird noch von Regimetruppen kontrolliert. Falls es den Rebellen gelingt, auch diese Stadt einzunehmen, könne dies ein entscheidender Sieg gegen Gaddafi sein, schreibt der Spiegel Online.
16:59
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Im Osten von Ras Lanuf wurden bei Luftangriffen des internationalen Militärbündnisses offenbar drei leere Panzertransporter getroffen. Auch zwei Gebäude, bei denen es sich vermutlich um Schlafquartiere handelte, wurden beschädigt. «Es gab keinen Widerstand», sagte ein 31-jähriger freiwilliger Rekrut. «Ohne die NATO hätte das nicht funktionieren können. Sie haben uns sehr unterstützt.»
16:25
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Auf der italienischen Insel Lampedusa sind am Sonntag hunderte afrikanische Bootsflüchtlinge aus Libyen angekommen. Viele der Flüchtlinge wurden mit italienischen Marineschiffen zu Aufnahmezentren auf dem Festland gebracht. Erst am Sonntagmorgen hatten Behörden ein Boot mit Flüchtlingen aus Eritrea, Äthiopien und Somalia abgefangen und zur bei Sizilien gelegenen Insel Linosa geführt, weil die Behörden in Lampedusa nach eigenen Angaben keine weiteren Neuankömmlinge aufnehmen können. In dem Boot war nach Angaben von Ärzten auch eine Schwangere, die während der Überfahrt ihr Kind zur Welt brachte. Nach ihrer Ankunft auf Linosa wurden Mutter und Kind per Hubschrauber nach Lampedusa gebracht.
15:46
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Die libyschen Rebellen haben am Sonntag die Raffinerie-Anlagen von Ras Lanuf eingenommen. Die Regimegegner brachten damit nach Brega einen weiteren wichtigen Exportpunkt für libysches Öl unter ihre Kontrolle. In beiden Orten wurde vor Beginn der Unruhen ein großer Teil der libyschen Ölexporte in Höhe von 1,5 Millionen Barrel pro Tag produziert.
15:32
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Die Aufständischen in Libyen sind nach Ansicht von Grossbritanniens Verteidigungsminister Liam Fox bald in der Lage, die Kontrolle über die Ölexporte des Landes zu übernehmen. Damit könnten sie die «politische Dynamik» des Konfliktes entscheidend ändern, sagte Fox am Sonntag in einem Interview der BBC.

Die Fortschritte vom Wochenende könnten den Aufständischen nun den Weg hin zu den für den Öl-Handel wichtigen Häfen öffnen. Wenn die Aufständischen sich weiter entlang der Küste bewegten, hiesse das, dass sie die libyschen Ölexporte in ihrer Kontrolle hätten. Dadurch könnte das Gleichgewicht in Libyen neu verteilt werden, meinte der Minister.
14:32
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Als Ausweg aus der Libyen-Krise hat Italiens Aussenminister Franco Frattini
ein Exil für den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi ins Gespräch gebracht. Ganz Europa und die UNO hätten klargemacht, dass Gaddafi kein akzeptabler Gesprächspartner mehr sei und daher sei eine «Lösung, bei der er an der Macht bleibt» nicht denkbar, sagte Frattini der Zeitung «La Repubblica» vom Sonntag. Ein Gang Gaddafis ins Exil sei daher denkbar, auch in seinem Umfeld werde dieser Weg diskutiert.

Italien habe einen Plan und werde «sehen, ob daraus ein deutsch- italienischer Vorschlag» werden könne, sagte Frattini weiter. Frattini will den Plan am Dienstag in London vorstellen, wenn sich die Aussenminister der an der internationalen Militärkoalition gegen Gaddafi beteiligten Länder sowie andere Staaten der Region treffen.

Der Plan sieht demnach einen von der UNO überwachten Waffenstillstand vor. Zudem seien umfangreiche Kontakte mit den wichtigsten Stämmen des Landes und ein «ständiger humanitärer Korridor» geplant, an dem Italien bereits mit der Türkei arbeite.
13:20
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Die Rebellen sollen den Ölhafen Ras Lanuf zurückerobert haben. Dies melden AFP-Journalisten. Ras Lanuf war schon einmal in den Händen der Aufständischen, dann eroberten die Gaddafi-Truppen die strategisch wichtige Stadt aber wieder zurück.
12:14
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Die Rebellen setzen ihren Vormarsch fort. Nach der Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Adschdabija erreichten die Aufständischen das weiter westlich gelegene Ukaila, wie der Fernsehsender Al-Dschasira am Sonntag berichtete.

Die Kämpfer seien in die Vororte der 110 Kilometer von Adschdabija gelegenen Stadt eingezogen. Ukaila ist die letzte grosse Stadt auf dem Weg nach Westen zum Ölhafen Ras Lanuf.
11:52
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Libysche Rebellen haben am Sonntag die Ölhafenstadt Brega erobert. Es ist der zweite wichtige Erfolg bei ihrem Vorstoß nach Westen seit der Eroberung des nördlich gelegenen Adschdabija am Samstag. Wie in Adschdabija wurden sie von Luftangriffen der internationalen Koalition gegen Machthaber Muammar al Gaddafi unterstützt. «Es gibt hier keine Gaddafi-Truppen mehr, die Rebellen haben Brega unter ihrer vollen Kontrolle», sagte Rebellenkommandeur Ahmed Dschibril. Gaddafis Soldaten seien bereits am Samstagabend nach einem «kleinen Gefecht» geflohen.
10:02
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Die Erlaubnis für ausländische Streitkräfte, für ihre Einsätze in Libyen über die Schweiz zu fliegen, steht für Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nicht im Widerspruch zur Schweizer Neutralität. Die Schweiz werde damit nicht zur Konfliktpartei.

Neutralität heisse, dass die Schweiz nicht an einem Krieg zwischen Staaten teilnehmen dürfe. Der UNO-Sicherheitsrat könne jedoch nicht als Konfliktpartei betrachtet werden, sagte Calmy-Rey in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».
08:54
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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat sich hinter seinen durch Proteste von Regierungsgegnern unter Druck geratenen syrischen Kollegen Baschar Assad gestellt. Assad sei «ein Humanist», erklärte Chávez. Er hatte in den vergangenen Tagenbereits den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi verteidigt. Den USA warf Chávez vor, die Proteste in Syrien anzufachen, um einen Vorwand für Luftangriffe wie in Libyen zu haben.
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Die Lage am Sonntag:

Die US-Regierung hat Vorwürfe des Regimes in Libyen zurückgewiesen, bei Luftangriffen der internationalen Militärallianz seien Zivilpersonen getötet worden. «Wir tun uns schwer damit, Beweise für zivile Todesopfer vorzulegen, für die wir verantwortlich waren», sagte US-Aussenminister Robert Gates.

Zahlreiche Geheimdienstberichte deuteten vielmehr daraufhin, dass die Regierung Leichen an von der US-Luftwaffe angegriffenen Orten ablege. Gates äusserte sich in einem am Samstag (Ortszeit) vorab aufgezeichneten Interview des Senders CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte.

Damit wolle Gaddafi den Eindruck erwecken, die internationale Militärintervention fordere zivile Opfer. Die Soldaten der Militärallianz gingen bei der Umsetzung der UNO-Resolution zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen «extrem vorsichtig» vor und hätten «ausserordentliche Arbeit» geleistet, erklärte Gates weiter.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte für die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen gestimmt. Auf dieser Grundlage führt der Westen Militäroperationen zum Schutz der Zivilbevölkerung aus.

Französische Jets zerstören libysche Flugzeuge

Bei ihren Einsätzen am Samstag zerstörten französische Kampfjets mindestens fünf Militärflugzeuge und zwei Kampfhelikopter des Typs Mi-35. Damit hätten die französischen Piloten verhindert, dass die libysche Luftwaffe in die Kämpfe um die Stadt Misrata eingreift, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit.

Laut Angaben von Rebellen bombardierten die Truppen von Gaddafi die Stadt auch am Samstag. «Wie jeden Tag haben Gaddafis Truppen blind die Stadt Misrata bombardiert», sagte ein Rebellensprecher. «Es gab Tote und Verletzte.» Eine Opferzahl nannte er nicht.

Heckenschützen würden weiter die Bevölkerung «terrorisieren», sagte der Sprecher weiter. Gaddafis Truppen hätten zudem gewaltsam die Bewohner aus den am westlichen Eingang der Stadt gelegenen Häusern vertrieben.

Sprecher von Gaddafi fordert Waffenruhe

Die libysche Führung ihrerseits sprach von stundenlangen Luftangriffen der Militärallianz zwischen den Städten Sirte und Adschadbija. «Heute Nacht gehen die Luftangriffe gegen unser Volk mit voller Wucht weiter», sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Samstagabend.

Ibrahim forderte erneut eine Waffenruhe und eine Notfallsitzung des UNO-Sicherheitsrates. Gaddafis Truppen hätten bereits vor einigen Tagen ihre Offensive gegen die Rebellen gestoppt, dagegen hätten die alliierten Luftangriffe zugenommen, sagte Ibrahim.

(sda)