Gaza-Konflikt

20. Juli 2014 03:45; Akt: 21.07.2014 09:23 Print

Weiterhin keine Waffenruhe in Nahost

Die Bemühungen um eine Feuerpause im Gazastreifen sind vorerst gescheitert. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass noch mehr Zivilisten getötet würden, befürchtet Frankreichs Aussenminister.

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«Leider muss ich bekanntgeben, dass die Forderung nach einem Waffenstillstand nicht erhört wurde», sagte der französische Aussenminister Laurent Fabius nach einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Samstagabend.

Am Sonntag soll es zu einem Treffen zwischen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem Hamas-Exil-Chef Chaled Meschaal in Katar kommen. Sie wollen Beratungen über eine Feuerpause im Konflikt führen. Dies berichteten der Hamas im Gazastreifen nahestehende Quellen und palästinensische Internetseiten. Meschaal lebt in Katar.

Bereits 70 Kinder getötet

Seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli wurden nach palästinensischen Angaben mindestens 318 Palästinenser getötet, darunter 70 Kinder. Im Rahmen der seit Donnerstagabend laufenden Bodenoffensive sind demnach 65 Menschen getötet worden.

Mit dem Militäreinsatz will Israel den Raketenbeschuss auf sein Staatsgebiet durch radikale Gruppen dauerhaft beenden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon wurde am Wochenende in der Region erwartet, um in Gesprächen mit den Konfliktparteien eine Waffenruhe zu erreichen.

(ann/sda)