Nord- und Südkorea

08. Februar 2011 08:03; Akt: 08.02.2011 08:40 Print

Erste Gespräche seit tödlichen Schüssen

Nach den tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Norden und Süden sind in Korea hohe Militärs zusammengekommen.

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Nord- und Südkorea sind am Dienstag erstmals seit dem nordkoreanischen Angriff auf eine südkoreanische Insel im November zu Gesprächen zusammengekommen. Nach Angaben eines südkoreanischen Armeesprechers begann das Treffen um zehn Uhr (Ortszeit) in Panmunjom an der schwer gesicherten Grenze.

Medienvertreter waren nicht zugelassen. Bei dem Treffen wollten Vertreter beider Seiten hochrangige Militärgespräche vorbereiten, auf die sich Nord- und Südkorea geeinigt hatten, für die aber bislang noch kein Termin festgelegt wurde. Das geplante Treffen könnte auf der Ebene der Verteidigungsminister stattfinden.

Tödliche Auseinandersetzungen

Nach monatelangen Spannungen hatten sich Nord- und Südkorea im Januar auf direkte Verhandlungen über militärische Fragen verständigt. Seoul macht Pjöngjang für einen Torpedoangriff auf ein südkoreanisches Marineschiff verantwortlich, bei dem im März vergangenen Jahres 46 Soldaten getötet worden waren.

Im November beschoss die nordkoreanische Armee die grenznahe südkoreanische Insel Yeonpyeong und tötete zwei südkoreanische Marinesoldaten und zwei Zivilisten. Nordkorea bestreitet, etwas mit dem Sinken des südkoreanischen Marineschiffes zu tun zu haben.

Der Angriff auf Yeonpyeong war laut Pjöngjang eine Reaktion auf eine südkoreanische Militärübung, bei der Granaten in nordkoreanischen Gewässern gelandet seien. Der Beschuss der Insel war der erste Angriff auf eine von Zivilisten bewohnte Gegend in Südkorea seit dem Korea-Krieg (1950-53). Der Zwischenfall löste Sorgen um einen neuen Krieg aus.

(sda)