Frühere First Lady

26. Dezember 2011 08:57; Akt: 26.12.2011 11:36 Print

Der Besuch der alten Dame in Pjöngjang

Die Witwe von Südkoreas Ex-Präsident Dae Jung ist nach Nordkorea gereist. Mit der symbolischen Visite will sie zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den verfeindeten Staaten beitragen.

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Die 90 Jahre alte Lee Hee Ho - Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung - ist für einen symbolischen Besuch nach Nordkorea gereist. (Bild: Keystone/AP)

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Nach dem Tod von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il ist eine Beileidsdelegation um die Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung nach Nordkorea gereist.

Sie hoffe, dass ihr Besuch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea beitragen werde, wurde die 90 Jahre alte Lee Hee Ho am Montag von einem Helfer vor der Überquerung der schwer bewachten Grenze zitiert. Lee reiste privat mit dem Auto.

Kim Dae Jung, der eine Annäherungspolitik zu Nordkorea verfolgte, hatte im Juni 2000 beim ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen Gespräche mit Kim Jong-il in Pjöngjang geführt.

Besuch in Gedächtnishalle?

Ausser Lee ist auch die Vorsitzende der südkoreanischen Hyundai- Gruppe, Hyun Jeong Eun, mit einer Delegation nach Pjöngjang gereist. Sie ist die Witwe des früheren Hyundai-Chefs Chung Mong Hun, der die Geschäftsbeziehungen des Konzerns mit dem kommunistischen Nachbarland gefördert hatte.

Es wurde erwartet, dass beide Frauen eine Gedächtnishalle in Pjöngjang besuchen werden, wo der Leichnam Kim Jong Ils in einem Glassarg aufgebahrt liegt. Der langjährige Diktator war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember an einem Herzinfarkt gestorben.

Immer noch kein Friedensvertrag

Die südkoreanische Regierung sendet keine eigene Delegation. Sie hatte der nordkoreanischen Bevölkerung ihr Mitgefühl nach dem Tod Kims ausgesprochen, ohne sich jedoch direkt an das Regime zu wenden.

Seoul hatte nur zwei privaten Kondolenzdelegationen die Reise nach Nordkorea genehmigt. Nordkorea hatte sich deshalb verärgert gezeigt.

Beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit dem Ende ihres Bruderkriegs (1950-53) noch im Kriegszustand, da noch kein Friedensvertrag geschlossen wurde.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jackman am 26.12.2011 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre zu wünschen

    Nordkorea ist derart abgeschottet, das eine Öffnung der Grenzen wohl zu einem Kulturschock führen dürfte. Aber ich denke, dies wird kaum passieren, auch wenn der Diktator - Junior dies vielleicht in Gedanken hegt, so steht hinter ihm immer noch die alte Garde, welche die mAcht besitzt, ihre Privilegien weiterhin mit dieser Abschottung zu sichern weiss. Der Junge wird nur eine Marionette sein u im besten Fall für die Garde, das Erbe seines Vaters fortsetzten. Aber bekanntlich soll man die Hoffnung ja nie aufgeben.

  • Andy M am 26.12.2011 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück für eine gemeinsame Zukunft!

    Hoffentlich gelingt es Frau Lee Hee Ho und Hyun Jeong Eun mit Ihrer Delegation das Eis zu brechen um dem Frieden & Freundschaft näher zu kommen. Dies wäre nun an der Zeit von Kim Jung-Un ein Wende herbei zu führen im interesse von beiden Voelkern damit sie in Zukunft in Frieden & Freundschaft mit einander leben koennen. Den beide Nord-& Südkoreaner koennte gegeseitig von einander profitierten, d.h. im persoehnlichen wie wirtschaftlichen Bereich. Ich wünsche mir das beide Voelker wieder mit einander freundschaft schliessen!

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  • Fredu am 26.12.2011 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gutes braucht seine Zeit

    Da ich nicht in den beiden Länder wohne, habe ich auch keine Ahnung wie es da zu leben ist. Ich denke aber das jetzt das Volk von Nordkorea den Frieden beider Staaten in den Händen hat! Das Nordkoreanische Volk wurde ja Jahrzehnte gezwungen nach der vorgegebenen Musik zu tanzen. Ich wünsche mir das es zum guten kommt und das es ab nächsten Jahr ein vereinigtes Korea gibt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jackman am 26.12.2011 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre zu wünschen

    Nordkorea ist derart abgeschottet, das eine Öffnung der Grenzen wohl zu einem Kulturschock führen dürfte. Aber ich denke, dies wird kaum passieren, auch wenn der Diktator - Junior dies vielleicht in Gedanken hegt, so steht hinter ihm immer noch die alte Garde, welche die mAcht besitzt, ihre Privilegien weiterhin mit dieser Abschottung zu sichern weiss. Der Junge wird nur eine Marionette sein u im besten Fall für die Garde, das Erbe seines Vaters fortsetzten. Aber bekanntlich soll man die Hoffnung ja nie aufgeben.

  • Andy M am 26.12.2011 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück für eine gemeinsame Zukunft!

    Hoffentlich gelingt es Frau Lee Hee Ho und Hyun Jeong Eun mit Ihrer Delegation das Eis zu brechen um dem Frieden & Freundschaft näher zu kommen. Dies wäre nun an der Zeit von Kim Jung-Un ein Wende herbei zu führen im interesse von beiden Voelkern damit sie in Zukunft in Frieden & Freundschaft mit einander leben koennen. Den beide Nord-& Südkoreaner koennte gegeseitig von einander profitierten, d.h. im persoehnlichen wie wirtschaftlichen Bereich. Ich wünsche mir das beide Voelker wieder mit einander freundschaft schliessen!

    • Adolf31 am 27.12.2011 02:32 Report Diesen Beitrag melden

      Soviel Unkenntnisse sollte Weh tun....

      Schade, dass uns die Geschichte der koreanischen Halbinsel stets von Laien aufgetischt werden, die über keinerlei fundierte Kenntnisse darüber verfügen... Bis zur japanischen Invasion bestand diese Halbinsel aus DREI praktisch hermetisch getrennten Königreichen, die an China tributpflichtig waren. Die Küste wurde lediglich von chinesischen Straf-verbannten besiedelt. Die drei grössten Häfen tragen heute noch japanische Namen.... Daher selbst heute noch Erfolglos : Angestellte aus dem nördlichen KORYO mit Bewohnern des südlichen CHOLLA NAM DO friedlich im gleichen Office zu beschäftigen !

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  • Fredu am 26.12.2011 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gutes braucht seine Zeit

    Da ich nicht in den beiden Länder wohne, habe ich auch keine Ahnung wie es da zu leben ist. Ich denke aber das jetzt das Volk von Nordkorea den Frieden beider Staaten in den Händen hat! Das Nordkoreanische Volk wurde ja Jahrzehnte gezwungen nach der vorgegebenen Musik zu tanzen. Ich wünsche mir das es zum guten kommt und das es ab nächsten Jahr ein vereinigtes Korea gibt!

    • Charlie Amstutz am 26.12.2011 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      Es wird nich lange keine Wende geben

      Die alte Elite ist immer noch an der Macht in Nordkorea. Diese wird eine Annaeherung zu verhindern wissen. Kim Jong Un ist zu jung und unerfahren um eine Wende in absehbarer Zeit herbeizufuehren. Und auch vorausgesetzt, das er das auch ueberhaupt will.

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