«Kampfbereit»

26. März 2013 08:45; Akt: 26.03.2013 13:06 Print

Nordkorea droht mit Angriffen auf die USA

Nordkorea hat seine Langstreckenraketen auf US-Basen im Pazifik und auf dem amerikanischen Festland gerichtet und seine Einheiten in Kampfbereitschaft versetzt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nordkorea hat mit Angriffen auf Militäranlagen der USA auf dem amerikanischen Festland sowie auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii gedroht. Die Sondereinheiten der nordkoreanischen Streitkräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Südkorea und die USA halten derzeit die alljährlichen gemeinsamen Militärübungen in der Region ab. Sie werden von der Führung in Pjöngjang als Provokation gewertet.

Die Regierungen in Washington und Seoul haben betont, das Manöver diene allein defensiven Zwecken. Als Teil der Übungen flogen auch B-52-Kampfflugzeuge über die koreanische Halbinsel. Dieser Schritt wurde vom Norden offenbar als Kriegsvorbereitung interpretiert.

«Das Oberkommando der Volksarmee erklärt, dass alle Artillerie-Einheiten, einschliesslich der strategischen Raketen-Einheiten und der Einheiten für Langstreckenraketen in die Kategorie 'kampfbereit' versetzt werden», berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

Angriffe könnten sich auch gegen US-Militäreinrichtungen in Südkorea richten. Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte jedoch, es gebe keine Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Militäraktion des Nordens.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten deutlich zugenommen, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung von UNO-Sanktionen nach seinem dritten unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte.

Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Die USA und Südkorea vereinbarten am Freitag eine verstärkte militärische Zusammenarbeit. Die US-Regierung verpflichtete sich, Südkorea selbst bei kleineren Provokationen militärisch beizustehen.

China ruft zu Ruhe auf

China forderte seinen engen Verbündeten Nordkorea umgehend zur Zurückhaltung auf. Die Führung in Peking hoffe, dass sich alle beteiligten Seiten mässigten, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums.

Japan und Australien planen laut Regierungskreisen Sanktionen gegen die nordkoreanische Aussenhandelsbank. Der Schritt sei Teil der internationalen Bemühungen, die Finanzquellen für Nordkoreas Atomprogramm trocken zu legen.

Auch die Schweiz passte analog der UNO ihre Sanktionen gegenüber Nordkorea an. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag mitteilte, wurde die «schwarze Liste» ergänzt mit den Namen dreier Behördenvertreter und von zwei Organisationen. Eine davon ist die «zweite Akademie für Naturwissenschaften», die im Verdacht steht, Atomwaffen-Forschung zu betreiben.

(bee/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick am 26.03.2013 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt denken ?

    Vielleicht bedroht Nordkorea nicht die USA, sondern die USA und Südkorea bedrohen den Norden ? Atomare Erstschäge sind übrigens keine Erfindung Kims, sondern auch hier sind es die USA.

  • Paul P. am 26.03.2013 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    3. Weltkrieg

    Ich habe schon den Verdacht Nordkorea wird den nächsten Weltkrieg anzetteln... Und den werden wir nicht heil überstehen.

  • MTO am 26.03.2013 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ernste Lage 

    Diese Diktatur ist gefährlich und wird übermütig. Ich hoffe nur, wenn etwas passiert, der Westen sofort reagiert und zwar mit aller Härte zur Abschreckung. Von Tag zu Tag wird die Diktatur gefährlicher und ich glaube die Embargopolitik verschärft das ganze. Die Nordkoreaner leben in einer anderen Welt und stehen hinter ihrem Diktator, weil sie keine andere Welt kennen und unterdrückt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michael von Hohenzaun am 26.03.2013 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Blick in Die Geschichte

    Werft nur einen kurzen blick in die Geschichtsbücher. Die Sanktionen gegen Deutschland haben direkt zum zweiten Weltkrieg geführt. Mal sehen wie weit sich Nordkorea noch weiter in die Ecke drängen lässt. Viel Raum ist nicht mehr.

  • Pan Ähm am 26.03.2013 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unfair

    Ich finde es, gelinde gesagt, schade das in den Medien so einseitig berichtet wird. Was auch immer die Gründe dafür sein mögen. Es ist doch völlig absurd anzunehmen, Nordkorea würde nun einen Krieg beginnen. Das wäre Selbstmord. Diese dämlichen Sanktionen gegen Nordkorea, Syrien, Iran, etc. bewirken doch nur das Gegenteil. Die Doku "Töte zuerst" befasst sich zwar nicht mit N-Korea - jedoch ist sie für eine "bessere" Sicht in aktuelle Geschehnisse sehr wertvoll.

  • susanne t. am 26.03.2013 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der krieg kommt

    wenns so weiter geht "freu" ich mich schon auf den 3.weltkrieg. der wird demnächst sicher kommen... die welt brodelt nämlich schon sehr stark und wenns mal an einer stelle losgeht knallts richtig.

  • Ein Jungspunt am 26.03.2013 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht unterschätzen!

    Vielmals in der Geschichte nahm man Drohnungen von Fanatiker die an der Macht waren nicht ernst. (z.B Hitler; Milosevic und weitere Tyranen) Innenpolitische Unstabilität in Korea führt sicher zum Krieg. Leider gibt es wenig informationen aus dem isolierten kommunistischen Korea. Kann nur hoffen das es nicht zur Eskalation kommt.

  • Lukas am 26.03.2013 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte...

    ...solche leere Drohungen ignorienen. Niemals würde Nordkorea die USA angreifen. Das ist nur Säbelrasslerei.