Lauschangriff

25. August 2013 09:00; Akt: 25.08.2013 09:00 Print

NSA spionierte sogar die UNO aus

Neben über 80 Botschaften und Konsulaten hat die NSA offenbar auch Videokonferenzen der UNO überwacht. Dies geht aus Snowdens Dokumenten hervor.

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Edward Snowden reichte am 9. Juli 2014 einen Antrag auf Asyl-Verlängerung in Russland ein. Am 1. August wurde sein Asyl um weitere drei Jahre verlängert. Die durch Snowdens Enthüllungen losgetretene Überwachungs-Affäre ist noch immer in vollem Gange: Am 2. Juli 2014 sagte der ehemalige NSA-Mitarbeiter Thomas Drake im Geheimdienstausschuss des deutschen Bundestages aus. Laut Drake hat der deutsche Geheimdienst den USA Daten für ihre Drohnen geliefert. Am 27. Dezember befanden US-Bundesrichter das massive Abschöpfen von Telefondaten von Millionen von Amerikanern durch den Geheimdienst NSA für legal. Am forderte eine Expertengruppe Barack Obama auf, die Arbeit der NSA zu beschränken. Am 2. November 2013 berichtete der «Guardian», dass mehrere Geheimdienste in Europa angeblich bei der Entwicklung von Spionage-Technik mit dem britischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben sollen. Das sollen Snowden-Dokumente zeigen. Am . Darin bietet der Whistleblower Deutschland bei der Aufklärung der NSA-Affäre seine Hilfe an. Ströbele (r.) hatte Snowden am 31. Oktober in Moskau an einem geheimen Ort besucht. Diese Skizze aus einer internen NSA-Präsentation, veröffentlicht am von der «Washington Post», zeigt, wie die Google-Cloud aufgebaut ist. Am wurde bekannt, dass die NSA zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 auch den Vatikan abgehört hatte. Seit 2005 sei zudem Jorge Bergolio im Visier des Geheimdienstes gewesen. Auch habe der Geheimdienst massenhaft Mails von Google und Yahoo abgegriffen. Am der Vorwürfe an. Am haben soll. Die Abhörungen wurden laut der US-Webseite Cryptome vom 10. 12. 2012 bis am 8. 1. 2013 durchgeführt. (Bild: US-Aussenminister John Kerry und Italiens Premierminister Enrico Letta) Am hat. Die Telefonnummern und Ortsangaben von mehr als 60,5 Millionen Telefonaten seien zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 bespitzelt worden. Die Madrid bestellte umgehend den US-Botschafter James Costos ein. Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy (Bild) hatte noch zwei Tage zuvor erklärt, ihm liege kein Beweis für eine US-Spionage in Spanien vor. Als Reaktion auf die Bespitzelung durch den US-Geheimdienst wollen Frankreichs Staatspräsident François Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des EU-Gipfels vom . Ende Oktober wird bekannt, dass der US-Geheimdienst sogar . Diese rief darauf ihren amerikanischen Amtskollegen Barack Obama an und las ihm die Leviten. Ihr Nokia hatte sie im Juli 2013 durch ein «abhörsicheres» Blackberry ersetzt. Als Reaktion auf die Snowden-Enthüllung, dass die USA französische Telefone abhörten, bestellt belauscht haben. «Guardian»-Journalist Glenn Greenwald gab am zu enthüllen. Am 8. August schloss Ledar Levison seinen überwachungssicheren E-Mail-Betrieb Lavabit. Das FBI wollte verfiel, packte Levison aus und erzählte, mit welchen Mitteln die Behörden gegen ihn vorgingen. Im und ihren Mitarbeitern überwacht. Zudem sollen Unternehmen wie der Ölkonzern Petrobras und Millionen brasilianischer Bürger ausgespäht worden sein. Verärgert verschob Rousseff einen für Oktober geplanten Staatsbesuch in den USA auf unbestimmte Zeit. Ebenfalls im September erfuhr die Öffentlichkeit, dass es einer NSA-Spezialabteilung gelungen ist, in das E-Mail-Konto des damaligen mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón einzudringen. Zudem soll die NSA auch Calderóns Nachfolger (Bild) ihn während des Wahlkampfs 2012 ausgespäht haben. Am . Neuste Enthüllung aus dem Datenmaterial von Edward Snowden: Der Spiegel berichtet am in Washington, New York und Brüssel unter anderem Wanzen installiert und interne Computernetzwerke infiltriert haben soll,. Neuste Enthüllung aus dem Datenmaterial von Edward Snowden: Wie der «Guardian» am . Betroffen sind Firmen wie Google, Yahoo und Microsoft. Gleichentags gab die Zeitung bekannt, dass sie aufgrund des grossen Drucks seitens der britischen Regierung die brisanten Daten von Edward Snowden wird. Am (l.), der die Snowden-Daten bearbeitet. Mirandas elektronischen Geräte wie Mobiltelefon, Laptop, Kamera, Speicherkarten, DVDs und Spielekonsolen wurden beschlagnahmt. Kurz darauf gab der Chefredaktor des worden sei. Um einer Klage von der Regierung zu entgehen, musste er einwilligen, dass Festplatten der Redaktion zerstört wurden - unter Aufsicht von Agenten des Government Communications Headquarters. «Die Methoden der NSA haben nichts mehr mit dem Rechtsstaat zu tun, den wir geschaffen haben», sagt der . Er sitzt im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten und Justiz, der bis Ende Jahr einen Bericht zu den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden verfassen wird. Wie sich die Affäre Snowden in den vergangenen Wochen entwickelt hat, sehen Sie auf den folgenden Bildern. Mit einem Lächeln in die Freiheit: Der 30-jährige Whistleblower Edward Snowden hat am nach über sechs Wochen der Ungewissheit den Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo verlassen. Snowden darf zunächst für ein Jahr in Russland bleiben. Sein Anwalt Anatoli Kutscherena präsentierte ein Dokument, das dem Whistleblower erlaubt, den Moskauer Flughafen zu verlassen. Das freut auch Ex-Spionin 00-Sex Anna Chapman, die Snowden auf Twitter einen Heiratsantrag machte. Am ist der Transitbereich im Flughafen Scheremetjewo für Ed Snowden keine Einbahnstrasse und keine Sackgasse mehr: Der Whistleblower hat Papiere erhalten, die es ihm erlauben in Russland einzureisen. Damit ist der Weg für ihn frei: Er darf den Transitbereich verlassen und in Russland einreisen. Am hatte Snowden im Beisein von Menschenrechtsaktivistinnen bekanntgegeben, dass er ein Asylgesuch in Russland stelle. Snowden hatte das Gesuch ... ... auf einen einfachen Fresszettel gekritzelt. Der prominente russische Anwalt Anatoli Kutscherena informiert am die Medien, dass Snowden seinen Antrag auf politisches Asyl in Russland unterschrieben habe. Am schien klar, dass sich Snowden nach Venezuela absetzen möchte. Die so lautende Twitter-Nachricht des russischen Politikers Alexej Puschkow erwies sich aber als verfrüht. Weil Boliviens Präsident Evo Morales angedeutet hat, er würde Asyl für Snowden in Erwägung ziehen, wurde sein Flieger in der in Österreich kurzerhand zur Landung gezwungen. Snowden befand sich allerdings nicht an Bord. Morales war auf dem Weg von Russland nach Bolivien. Morales nutzte die Gelegenheit und traf sich mit dem Österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer vor dem Weiterflug. Gemäss Wikileaks hätte Snowden in insgesamt beantragt. Namentlich aufgeführt waren neben der Schweiz 18 andere Länder: Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Irland, Holland, Norwegen, Polen, Russland, Spanien, Bolivien, Brasilien, China, Kuba, Indien, Nicaragua und Venezuela. Viele Länder lehnten aus formalen Gründen ab: Um ein Gesuch zu stellen, müsste sich Snowden auf dem Entsprechenden Staatsgebiet oder an der Grenze befinden. Asyl in Russland schien im Bereich des Möglichen. Putin selber sagte: «Wenn er hierbleiben möchte, gibt es eine Bedingung: , die darauf gerichtet ist, unseren amerikanischen Partnern Schaden zuzufügen - so merkwürdig sich das aus meinem Mund auch anhören mag». Die Bedingungen akzeptierte Snowden nicht und zog seinen Antrag zurück. Seinen ersten - erfolglosen - Asylantrag stellte Snowden in . Das südamerikanische Land gewährte bereits dem australischen Wikileaks-Pionier Julian Assange Zuflucht vor der englischen Justiz. Als Snowden am , seither sitzt er im Transitbereich des moskauer Flughafens Scheremetjewo fest. Am hat Snowden Hongkong verlassen in Richtung Moskau. Er hat sich nach Angaben der Regierung in Hongkong in ein «Drittland» abgesetzt. Zuvor hatten die USA bestätigt, Hongkong wegen einer Auslieferung Snowdens kontaktiert zu haben. Die «Washington Post» berichtete unter Berufung auf Experten, . Ein Auslieferungsgesuch stellte die USA an Russland. Nach ein paar Tagen Funkstille meldete sich Snowden am 13. Juni in einem Interview mit der «South China Morning Post» wieder zu Wort. Er habe vor, . Ausserdem verriet er neue Details: Die USA soll seit 2009 Computer in China und Hongkong hacken. Snowden war zuerst . Die frühere britische Kronkolonie gehört zu China, ist aber eine Sonderverwaltungszone und hat ein Auslieferungsabkommen mit den USA. (Im Bild: das US-Konsulat in Hongkong) Snowden outete sich am 6. Juni 2013 in der (im Bild: Journalist Glenn Greenwald). Snowdens Identität sei auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin publik gemacht worden, schreibt der «Guardian». «Ich habe nicht die Absicht, mich zu verstecken, weil ich weiss, dass ich nichts Falsches getan habe», wird Snowden zitiert. Sein einziges Motiv sei es gewesen, die «Öffentlichkeit darüber zu informieren, was in ihrem Namen» geschehe. In der UN-Mission der USA in Genf, wo auch die CIA untergebracht ist, arbeitete Edward Snowden von 2007 bis 2009. Über seine Zeit in der Schweiz . Edward Snowden kam wo er für die CIA tätig war und Zugang zu klassifiziertem Material hatte. Dort habe er als Angestellter im Bereich IT-Sicherheit zum ersten Mal das Verlangen verspürt, an die Öffentlichkeit zu bringen, was er über das NSA-Programm der Internet-Überwachung wusste. Snowden wohnte laut «Guardian» zuletzt mit seiner Freundin in diesem Haus auf wo er auch die letzten Geheimdokumente kopierte und weitergab. Danach habe er seinen Vorgesetzten mitgeteilt, dass er für einige Wochen wegfahren müsse, um sich wegen Epilepsie behandeln zu lassen, hiess es. Er bereut nichts: Der junge Techniker steckt hinter den Enthüllungen über den gigantischen Überwachungsapparat der USA. Die US-Geheimdienste erfassen täglich Millionen Telefondaten und durchforsten grossflächig das Internet nach Terrorverdächtigen.

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Der umstrittene US-Geheimdienst NSA soll auch die Zentrale der Vereinten Nationen in New York abgehört haben. Dem Dienst sei es im Sommer 2012 gelungen, in die interne UNO-Videokonferenzanlage einzudringen und die Verschlüsselung zu knacken, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter Berufung auf Dokumente des US-Whistleblowers Edward Snowden.

Dies habe «für eine dramatische Verbesserung der Daten aus Video-Telekonferenzen und der Fähigkeit, diesen Datenverkehr zu entschlüsseln», gesorgt.

Die Freude darüber komme in dem geheimen NSA-Dokument mit den Worten zum Ausdruck: «Der Datenverkehr liefert uns die internen Video-Telekonferenzen der Uno (yay!)». Wie das Magazin weiter berichtet, soll die NSA zudem die EU bei den Vereinten Nationen auch nach deren Umzug in neue Botschaftsräume im September 2012 noch ausspioniert haben.

Abhörprogramm in mehr als 80 Botschaften

Die NSA unterhalte in mehr als 80 Botschaften und Konsulaten weltweit ein eigenes Abhörprogramm, das intern «Special Collection Service» genannt und oft ohne das Wissen des Gastlandes betrieben werde. Einen entsprechenden Lauschposten soll die NSA demnach in Frankfurt, einen weiteren in Wien unterhalten.

Die Existenz der Lausch-Einheiten in Botschaften und Konsulaten sei unter allen Umständen geheim zu halten. Wenn sie bekannt würden, würde das «den Beziehungen zum jeweiligen Gastland schweren Schaden zufügen», zitierte «Der Spiegel» aus einem NSA-Dokument.

(bro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex Koch am 26.08.2013 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Genf

    Hätte unser Bundesrat Eier, würde er der UNO vorschlagen, alle Aktivitäten von New York nach Genf zu verlegen. Wir sind wenigstens anständig mit den Gästen. Der amerikanische UNO-Botschafter kann meinetwegen Badiverbot bekommen.

  • Ismaili Visar am 25.08.2013 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bilderberger

    Wiso lassen wir das zu ? Leute wacht auf. Wir sind reine sklaven geworden. Die bilderberger haben die nationalbanken unter kontrolle die nationalbanken haben den staat und der staat hat uns und wen was passiert zahlen wir ! Wacht auf

  • Thomas luchsinger am 25.08.2013 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlegung des Haupsitzes

    Es gibt Grundregeln im diplomatischen Kontakt unter den Völkern. Von den USA "Gastgeberland" für den UNO-Hauptsitz wird eine besondere Vertrauenswürdigkeit erwartet. Das war schliesslich die Grundidee. Dieser Vertrauensbruch, die Verstösse gegen diplomatische grundsatzfragen gegenüber dem Rest der Welt, die schamlose Ausnutzung des UNO-Standortes im eigenen Land muss nur eine Konsequenz haben. Verlegung des UNO-Haupsitzes in ein anders Land.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • STOP IT USA am 26.08.2013 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit Lustig SOFORT !

    Es geht nicht, dass ohne Grund bespitzelt wird. Nur der Richter kann bei begründetem Verdacht eine Abhörung anordnen. Dieses "über dem Gesetz stehen " der USA geht mir massiv auf den Zeiger ! Sind die USA überhaupt noch ein guter Partner ?

  • Alex Koch am 26.08.2013 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Genf

    Hätte unser Bundesrat Eier, würde er der UNO vorschlagen, alle Aktivitäten von New York nach Genf zu verlegen. Wir sind wenigstens anständig mit den Gästen. Der amerikanische UNO-Botschafter kann meinetwegen Badiverbot bekommen.

  • Haar Sträubend am 26.08.2013 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die UNO

    ist eine US dominierte Legitimierungs-Kaste. Und trotzdem, sowohl Totsch-Tubelyou Bush, wie auch jetzt Friedensnobelpreis Obama pfeifen auf dieses Cüpli-Gremium.

  • Prf. Doofenschmirtz am 25.08.2013 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika ist pleite

    Zig Trillionen Dollar Schulden. Und das Gleichgewicht der Kräfte existiert nicht mehr. Amerika ist übermächtig geworden und trotzdem wie James Dean gefährlich nahe an der Fiskalklippe. Und die Mixtur macht die USA zu einem unberechenbaren Partner. Ihre manipulative Lobbyistenkultur wollen die USA via dem Aushorchen von Nichtterroristischen Staaten und Organisationen in die Welt hinaustragen. Denn die brauchen Kohle. Wollen Wirtschaft mit allen Mitteln stärken. Und Wissen ist Macht. Novus Ordo Seclorum das Ziel! Der vereinigte Planet von Amerika...

  • Realist am 25.08.2013 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Blackberry

    Saudiarabien hat mal das Blackberry verboten weil man das so schwer ueberwachen kann. Was solls, die Leute haben so viele Daten das sie sowieso nirgens hin kommen mit auswerten. Und Spionage ist so alt wie die Menschheit. Da wird sich auch in Zukunft nichts aendern. Achtet auf euer Facebook und Instagram. Das ist viel schlimmer.

    • l.i am 26.08.2013 02:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Digitale Daten

      Sie haben wohl noch nie was von einem Filter gehört...

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