Terror im Libanon

09. Juli 2013 11:24; Akt: 30.07.2013 16:31 Print

Autobombe in Beirut explodiert

In einem Stadtteil Beiruts, der von der islamistischen Hisbollah kontrolliert wird, ist eine Autobombe in die Luft gegangen. Ziel sei die «Partei Gottes» gewesen.

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Eine heftige Explosion erschütterte Beirut. Inmitten eines von der Hisbollah kontrollierten Vororts detonierte eine Autobombe. Bei der schweren Explosion wurden mindestens 40 Menschen verletzt. Beobachter vermuten Rache als Motiv, weil die libanesische Schiiten-Miliz im Syrienkonflikt aktiv ist.

Eine Autobombe sei auf einem Parkplatz detoniert, ganz in der Nähe eines Zentrums der Schiitenpartei in der libanesischen Hauptstadt, wie es am Dienstag aus Sicherheitskreisen hiess.

Innenminister Marwan Charbel sprach von einem kriminellen Akt, der darauf abziele, das Land zu destabilisieren und Unfrieden zwischen Schiiten und Sunniten zu stiften. «Das ist das Werk von Agenten, die Streit im Libanon schüren wollen», sagte auch Ali Meqdad, der für die Hisbollah im Parlament sitzt.

Keine Todesopfer

Die islamistische Hisbollah riegelte die Umgebung des Tatortes ab. Auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums standen Dutzende Fahrzeuge in Flammen. Auch umliegende Gebäude wurden beschädigt. Berichte über Tote konnten zunächst nicht bestätigt werden.

Die Opfer waren vor allem Frauen und Kinder. Einen Tag vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan war das Einkaufszentrum besonders voll.

Wer hinter dem Attentat steckte, war zunächst unklar. Anwohner machten Sunniten dafür verantwortlich. Der Libanon wird immer mehr in den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien hineingezogen.

Krieg in Syrien strahlt in Libanon aus

Die Milizen der «Partei Gottes» kämpfen an der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in Syrien gegen die Rebellen. Ob der Anschlag aus diesem Grund verübt wurde, war zunächst unklar.

Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, hiess es. Genaueres wurde zunächst nicht bekannt. Doch seit sich die Schiiten-Partei offen zu ihrem Kampf im syrischen Bürgerkrieg bekannt hat, mehren sich bewaffnete Angriffe auf die Bewegung.

Die Hisbollah hat vor allem bei der Schlacht um die strategisch wichtige syrische Stadt Kusair im Mai eine grosse Rolle gespielt. Derzeit ist sie auch an den Angriffen auf die Protesthochburg Homs beteiligt, die am Dienstag weiter andauerten.


Der Moment unmittelbar nach der Explosion in Beirut (YouTube)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • eis zwei drei am 10.07.2013 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Libanon

    ich finde es so schlimm zu sehen wie mein heimats ort so sehr zerstört wird lasst die menschen doch einfach so leben wie sie sind, keine religion ist falsch, wir alle sind ganz normale menschen

  • MrAnonym am 09.07.2013 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig 

    Ich wünsche das keinem Libanesen. Ich war schon ein paar Mal in Beirut und wie Christen und Sunniten und Schiiten zusammenleben und ihr Leben geniessen ist sehr schön und der Libanon ein sehr schönes Land. Nur leider gibt es immer wider solche die die Harmonie zerstören wollen und Politiker die das Land ins Chaos stürzen. Natürlich hat auch der Krieg in Syrien Einfluss auf das Geschehene.

  • Dänu Dänu am 09.07.2013 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ban Ki Moon

    hat sich Ban Ki Moon noch nicht geäussert wie sehr ihm dieser Vorfall Sorgen bereitet und das er alle zu mehr Frieden ermahnt? Seltsam.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • eis zwei drei am 10.07.2013 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Libanon

    ich finde es so schlimm zu sehen wie mein heimats ort so sehr zerstört wird lasst die menschen doch einfach so leben wie sie sind, keine religion ist falsch, wir alle sind ganz normale menschen

  • MrAnonym am 09.07.2013 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig 

    Ich wünsche das keinem Libanesen. Ich war schon ein paar Mal in Beirut und wie Christen und Sunniten und Schiiten zusammenleben und ihr Leben geniessen ist sehr schön und der Libanon ein sehr schönes Land. Nur leider gibt es immer wider solche die die Harmonie zerstören wollen und Politiker die das Land ins Chaos stürzen. Natürlich hat auch der Krieg in Syrien Einfluss auf das Geschehene.

  • Dänu Dänu am 09.07.2013 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ban Ki Moon

    hat sich Ban Ki Moon noch nicht geäussert wie sehr ihm dieser Vorfall Sorgen bereitet und das er alle zu mehr Frieden ermahnt? Seltsam.

    • Kimbrus am 09.07.2013 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      .....

      Scheint da eine Computer Panne zu geben, welche die "Sorgen Meldungen" automatisch versendet :-)

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