Bürgerkrieg in Syrien

20. September 2013 10:39; Akt: 20.09.2013 19:59 Print

Al-Kaida lockt Mädchen in den «Sex-Dschihad»

Junge Tunesierinnen werden nach Syrien gelockt, um in Kriegsbordellen die Kampfmoral der Rebellen zu heben. Der «Sex-Dschihad» stützt sich offenbar auf eine saudische Fatwa.

storybild

Eine Kämpferin der Freien Syrischen Armee in Aleppo. (Bild: Keystone/AP/Hoep)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mehrere tunesische Mädchen sind schwanger aus Syrien zurückgekehrt, wo sie sich an einem «Sex-Dschihad» beteiligten. «Sie wurden zwischen 20, 30 bis 100 Rebellen herumgereicht und wir sehen tatenlos zu», sagte der tunesische Innenminister Lotfi Bin Jeddo laut «Al Arabiya» gestern vor dem Parlament in Tunis. Sein Ministerium habe seit März 6000 Staatsbürgern die Ausreise nach Syrien untersagt. 86 Personen seien verhaftet worden, weil sie verdächtigt werden, für die Rebellen tunesische Kämpfer anzuwerben.

Gerüchte über Kriegsbordelle in Syrien kursieren seit einiger Zeit. Den Worten des tunesischen Innenministers waren ähnliche Vorwürfe von offizieller Seite vorausgegangen. Im April hatte der damalige Grossmufti von Tunesien die Praxis beim Namen genannt: «Was ist das? Das nennt man Prostitution», sagte Sheikh Othman Battikh damals. Im August hatte der Chef des Inlandgeheimdienstes Mostafa Bin Omar erklärt, dass eine «Sex-Dschihad-Zelle» im Westen Syriens ausgehoben worden war, wo die Al-Kaida aktiv ist.

Laut einer Fatwa, die dem radikalen saudischen Prediger Muhammad al-Arifi zugeschrieben wird, ist muslimischen Frauen dieses «Opfer» erlaubt, um die Kampfmoral der Rebellen gegen das verhasste Assad-Regime zu stärken.

(kri)