Sozialhilfe

28. November 2014 12:03; Akt: 28.11.2014 12:23 Print

Dänische Dschihadisten erhalten Arbeitslosengeld

Über zwei Dutzend Dänen haben Arbeitslosenunterstützung erhalten – während sie in Syrien für den IS kämpften. Sie müssen das Geld nun zurückzahlen.

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Mindestens hundert Personen aus Dänemark kämpften bisher für den IS in Syrien und im Irak etwa die Hälfte ist wieder zu Hause. (Bild: Screenshot Youtube)

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Es ist was faul im Staate Dänemark: 28 Dänen erhielten Sozialgelder, während sie in Syrien waren. Die meisten von ihnen kämpften in dieser Zeit nachweislich für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das enthüllte der dänische Inlandsgeheimdienst PET am Donnerstag in Kopenhagen.

Die 28 Dschihadisten sind mittlerweile wieder in Dänemark. Laut
«Berlingske» wurden 15 von ihnen bereits aufgefordert, das Geld zurückzuzahlen. In fünf Fällen konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie in Syrien tatsächlich für den IS kämpften, und acht Fälle werden noch untersucht.

«Kein Recht auf Wohlfahrt»

«Dass sich einige unserer Bürger am sogenannten Heiligen Krieg beteiligen, bestürzt mich. Solche Leute haben kein Recht auf Wohlfahrt», sagte Justizministerin Mette Frederiksen zum «Jydske Vestkysten».

Laut dem dänischen Geheimdienst reisten rund 100 Personen in den Dschihad. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Dänemark damit (hinter Belgien) das europäische Land, das am zweitmeisten Dschihadisten in Syrien und dem Irak hat (mehr zu den europäischen IS-Kämpfern finden Sie hier). Etwa 50 dänische Syrien- und Irak-Reisende sind mittlerweile zurückgekehrt.

(kmo)