Keine indirekte Rolle

06. Januar 2014 21:38; Akt: 06.01.2014 21:38 Print

Iran will nicht an Syrien-Gesprächen mitwirken

Der Iran könnte nach John Kerry eine wichtige Rolle bei den Friedensgesprächen mit Syrien spielen. Das iranische Aussenministerium weist diese Idee aber klar zurück.

Das iranische Aussenministerium wies Kerrys Vorschlag zurück.

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Der Iran hat am Montag US-Andeutungen zurückgewiesen, das Land könne sich indirekt an den Syrien-Friedensgesprächen beteiligen. Die Islamische Republik werde keinen Vorschlag zu den Genfer Verhandlungen akzeptieren, der seine Würde nicht respektiere.

Das sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums am Montag im staatlichen Fernsehen. US-Aussenminister John Kerry hatte am Wochenende erstmals erklärt, der Iran könne auch ohne formelle Teilnahme eine bedeutende Rolle bei den im Laufe des Monats geplanten Syrien-Friedensgesprächen spielen.

UNO für Teilnahme Irans

Bislang hatten die USA und Teile der syrischen Opposition eine Beteiligung des Irans an der Konferenz in Montreux und Genf abgelehnt. Dagegen hat sich die UNO für eine Teilnahme des Irans ausgesprochen.

Der Iran ist bisher nicht zu der Syrien-Friedenskonferenz am 22. Januar in Montreux eingeladen. Das Land fehle auf einer Liste von Teilnehmern, die im Dezember zwischen der UNO, Russland und den USA abgestimmt worden war, sagte ein UNO-Sprecher der Nachrichtenagentur DPA. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon habe am Montag die Einladungen verschickt.

Einer der letzten Verbündeten von Assad

Ban und der internationale Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi seien jedoch weiterhin der Meinung, dass der Iran in die Friedensverhandlungen eingebunden werden müsse.

Der Iran ist neben Russland einer der letzten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der Aufstand gegen ihn ist inzwischen zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen, bei dem mehr als 100'000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden.

(sda)