Nukleartechnik

19. März 2011 16:02; Akt: 13.04.2011 16:19 Print

Das Lenin-Kraftwerk in Tschernobyl

Das Kernkraftwerk von Tschernobyl gehört zu einem Typ, der nur in der UdSSR und in Litauen gebaut wurde.

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Dieser so genannte RBMK-1000-Reaktor ist ein spezieller Siedewasserreaktor, die Zahl 1000 steht dabei für die elektrische Leistung von 1000 Megawatt. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Siedewasserreaktoren, bei denen normales (leichtes) Wasser sowohl als Moderator als auch als Kühlmittel verwendet wird, benutzt der RBMK Wasser und Grafit als Moderatoren. Bei diesem System sind die Brennstäbe mit schwach angereichertem Urandioxid in Wasserdampf gekühlten Druckröhren angeordnet. Viele solche Druckröhren bilden den Reaktorkern (Core), Grafitblöcke ermöglichen die neutronenphysikalische Kopplung zwischen den Röhren.

In Tschernobyl waren 1986 vier Reaktoren vom Typ RBMK in Betrieb, zwei weitere befanden sich im Bau. Block vier, in dem sich die Katastrophe ereignete, war 1984 in Betrieb genommen worden.

(ap)