Algerien

02. Februar 2011 21:31; Akt: 02.02.2011 21:35 Print

Geplante Demo sorgt für Angst

In Algerien wollen Regime-Gegner eine grosse Demonstration durchführen. Die Regierung warnt davor.

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Die algerische Regierung hat die Opposition vor einer Eskalation der für den 12. Februar geplanten Demonstration gewarnt. Der Marsch sei offiziell verboten. Wer zu dem Protest aufrufe, müsse dann «die Verantwortung übernehmen, falls es zu Schäden kommt oder wenn die Dinge aus dem Ruder laufen», sagte der stellvertretende Ministerpräsident Nuredine Jasid Serhuni am Mittwoch vor Journalisten.

Oppositionelle, Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften, Studenten und Arbeitslose haben zum Protest in der Hauptstadt Algier aufgerufen. Sie fordern die Aufhebung des Ausnahmezustands, der seit 1992 in Algerien gilt. Ferner wollen sie für die Zulassung neuer politischer Parteien und für mehr Transparenz eintreten.

Am 22. Januar war es zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen, die für das Versammlungs- und Kundgebungsrecht auf die Strasse gegangen waren. Die Demonstranten hatten die Abdankung von Präsident Abdelasis Buteflika gefordert.

dapd/v/auk/ah

(ap)