Syrien

23. Dezember 2011 10:31; Akt: 23.12.2011 14:12 Print

Autobomben töten mehrere Zivilisten

Zwei starke Explosionen haben nach Berichten des staatlichen Fernsehens die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Es sollen Selbstmordanschläge gewesen sein. Es soll rund 50 Tote gegeben haben.

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Bei zwei Selbstmordanschlägen in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach jüngsten Angaben 50 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannten Mitarbeiter von Spitälern gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. In syrischen Staatsmedien war von 40 Toten die Rede.

Bei den Attentaten auf Gebäude der Sicherheitskräfte und des Geheimdienstes wurden am Freitag nach syrischen Angaben zudem rund 100 Menschen verletzt. Das syrische Fernsehen beschuldigte das Terrornetzwerk Al-Kaida, hinter den Anschlägen zu stecken.

Weiter hiess es im staatlichen Fernsehen, bei den Toten und Verletzten handle es sich zumeist um Zivilpersonen. Es waren die ersten Bombenanschläge in Damaskus seit Beginn des Aufstands gegen die Herrschaft von Präsident Baschar Assad in Syrien im März.

«Es war schrecklich»

Die Bomben detonierten innerhalb einer Minute im Stadtbezirk Kfar Susa. «Die Explosionen haben das Haus erschüttert, es war schrecklich», sagte Nidal Hamidi, der in Kfar Sousa wohnt.

Im Umkreis von 200 Metern seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Unmittelbar nach der Detonation habe er Schüsse gehört, berichtete Hamidi.

Tausende Tote seit dem Frühling

Bei der Beilegung des syrischen Konflikts will die Arabische Liga helfen. Eine Gruppe von Beobachtern traf am Donnerstag in Syrien ein.

Die Regierung hatte immer wieder erklärt, dass der Aufstand das Werk von Terroristen und bewaffneter Banden sei. Nach UNO-Angaben sind seit März mindestens 5000 Menschen ums Leben gekommen. Die syrische Regierung erklärte am Donnerstag in einem Brief an den UNO- Sicherheitsrat, dass rund 2000 Angehörige von Sicherheitskräften getötet wurden.

(sda/ap)