Jemen

17. Juni 2011 14:33; Akt: 17.06.2011 14:56 Print

Saleh kehrt wohl nicht in den Jemen zurück

Der jemenitische Staatschef Ali Abdullah Saleh, der derzeit in Saudi-Arabien medizinisch behandelt wird, kehrt nach Angaben eines saudi-arabischen Vertreters nicht in seine Heimat zurück.

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Eine Saleh-Anhängerin küsst ein Konterfei des verwundeten Präsidenten (am 17. Juni in Sanaa). (Bild: Reuters)

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Saleh «wird nicht in sein Land zurückkehren», sagte der saudi- arabische Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP in Riad. Ob Saleh selbst diese Entscheidung getroffen hat, sagte er nicht.

Es sei noch nicht entschieden, wo Saleh sich in Zukunft aufhalten werde, sagte der Beamte und deutete damit an, dass der jemenitische Präsident von Saudi-Arabien in ein weiteres Land weiterreisen könnte.

Gegen Saleh gibt es im Jemen seit Monaten landesweite Proteste, bei denen der Rücktritt des seit 33 Jahren regierenden Präsidenten gefordert wird. Am 4. Juni war er zur medizinischen Behandlung nach Saudi-Arabien geflogen worden, nachdem er am Tag zuvor bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Jemens Hauptstadt Sanaa verletzt worden war.

Seitdem wurde der 69-Jährige nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen, zudem gibt es widersprüchliche Angaben über seinen Gesundheitszustand. Die Regierung in Sanaa hatte bisher stets erklärt, der Staatschef werde nach der Behandlung in den Jemen zurückkehren, um die Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen.

(sda)