Proteste

16. Februar 2011 06:16; Akt: 16.02.2011 07:42 Print

Sorge über Gewalt in Bahrain

Die USA haben sich beunruhigt über die Gewalt bei den Protesten in Bahrain geäussert. Derweil haben die Protestierenden neue Kundgebungen angekündigt.

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Campierende Demonstranten am Dienstag in der Hauptstadt Manama. (Bild: Reuters)

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Die Vereinigten Staaten seien wegen der die Gewalt bei den Protesten «sehr besorgt», erklärte Philip Crowley, Sprecher des Aussenministeriums. Er rief «alle Seiten auf, sich zurückzuhalten und Gewalt zu unterlassen.» Crowley fügte hinzu, die USA hätten eine Bestätigung erhalten, wonach zwei Demonstranten getötet worden seien.

Er rief die Regierung des Golfstaats auf, wie von ihr versprochen die Fälle zu untersuchen und «gegen jeglichen ungerechtfertigten Einsatz von Gewalt seitens der Sicherheitskräfte Bahrains» vorzugehen.

Neue Proteste erwartet

Zahlreiche schiitische Demonstranten schlugen derweil in Bahrains Hauptstadt Manama Zelte auf, um ihrer Forderung nach einer Ablösung der Regierung Nachdruck zu verleihen. Für den heutigen Mittwoch wurde mit neuen, von den Volksaufständen in Tunesien und Ägypten inspirierten Protesten gerechnet.

Am Dienstag war es während der Beerdigung eines am Tag davor bei Zusammenstössen von Demonstranten und Sicherheitskräften getöteten 22-Jährigen zu neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurde ein Mann erschossen.

Bahrain ist ein Saudi-Arabien vorgelagerter Inselstaat, der von einer sunnitischen Oberschicht regiert wird. Die Mehrheit der Bevölkerung ist aber schiitisch.

(sda)