31 Tote in Assad-Dorf

13. März 2013 17:21; Akt: 13.03.2013 17:48 Print

Syrische Armee zieht Reservisten ein

Im Heimatort des syrischen Machthabers Baschar al-Assad sind 31 Menschen getötet worden. Auslöser für den Gewaltausbruch war der Tod eines Cousins des Präsidenten. Assads Armee rekrutiert derweil hunderte Reservisten.

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, aber wohlbehütet in den Armen des Vaters. brauchen dringend Geld. . Wie die Uno Ende September berichtete treibt die Gewalt täglich bis zu 3000 Menschen in die Flucht. Die Behörden sind mit den Flüchtlingscamps völlig überfordert. . Diese hier haben sich eine Fahne gebastelt. Sie haben in den letzten Monaten bestimmt einige Flaggen gesehen. , tagsüber spielen sie. Hier flitzt ein kleiner Messi mit seinem Kumpel durch die Zeltstadt. , aber sie sind - vorläufig - in Sicherheit. . Doch ihre Gesprächspartner sind Gleichaltrige. - ihre berufliche Zukunft ist gefährdet. können sich die kleinen Kriegsopfer in den Camps erholen, finden Freunde und scherzen mit den Fotografen. . Doch für die Kleinsten ist der Wasserhahn eine richtige Dusche. , völlig verängstigte und erschöpfte Menschen in den Camps an. Auch diese Familie ist , sie überquert die Grenze zwischen der syrischen Stadt Azaz und der türkischen Stadt Kilis. Die Erleichterung der Eltern spiegelt sich im Gesicht der Jüngsten. Die älteren Kinder sind misstrauischer. finden sich immer mehr Menschen ein. Sie alle warten darauf, dass sie ihr Land verlassen dürfen. Auch diese beiden Schwestern . . Der kleine Amjad leidet an einer Lebensmittelvergiftung. Vor elf Tagen musste er sein Zuhause verlassen, weil die Bombardierungen immer schlimmer wurden. Zeit für den Mittagsschlaf - in rudimentärsten Verhältnissen nahe der Grenze zur Türkei. Unterwegs von Aleppo in die Türkei, hat es sich diese 5-Jährige mit ihrer Familie in einem Schulgebäude «gemütlich» gemacht. Auch dieses Mädchen ist mit ihrer Familie . Jetzt liegt die 5-Jährige mit einer Lungenentzündung in den Armen ihres Vaters im Wartezimmers eines provisorischen Spitals. für die tausenden Flüchtlinge im eigenen Land. In den Schulen fällt der Unterricht aus, die Räume dienen als Unterkunft für die Schutzsuchenden. . Eine Ruhepause auf der nervenzerreibenden Flucht aus Aleppo. Nachts hören sie die Bomben und Granaten, am Tag erkunden sie die Trümmer. Spuren des Kriegs, doch der Alltag geht weiter. . Dieser verletzte Junge steht nach einem Bombenangriff unter Schock. Die Bilder stammen aus dem Dar-al-Shifa-Spital in der hart umkämpften Stadt im Nordwesten des Landes. Es sind erschütternde Bilder, die die Unmenschlichkeit des Kriegs zeigen.

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Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Familienclans im Heimatort des syrischen Machthabers Baschar al-Assad sollen 31 Menschen getötet worden sein. Das berichteten Regimegegner in der Nacht zum Mittwoch.

Ihren Angaben zufolge war der Tod eines Cousins des Präsidenten, Hilal al-Assad, Auslöser für die Gewalt. Das Dorf Al-Kardaha liegt in der Küstenprovinz Latakia.

Der Cousin hatte eine regimetreue paramilitärische Truppe geleitet. Er war nach Angaben mehrerer Oppositionsgruppen am Wochenende nach einem Streit um Geld von einem Vertrauten getötet worden. Anderen Berichten zufolge hatte ihn ein Vertrauter an die Rebellen verraten, die ihn abgepasst und getötet haben sollen.

Präsident Assad entstammt der religiösen Minderheit der Alawiten. Die Mehrheit der Syrer bekennt sich zum sunnitischen Islam.

Armee rekrutiert junge Männer

Das Regime begann damit, Hunderte von Reservisten und Wehrpflichtigen einzuziehen. Das bestätigten Aktivisten und Betroffene am Mittwoch. Vor allem in der Hauptstadt Damaskus seien junge Männer aufgefordert worden, sich bei der Armee zu melden.

Die regierungsnahen Medien dementierten Berichte der Oppositionspresse über eine Generalmobilmachung. Sie betonten, die Armee habe keinerlei Probleme, der Sieg über die «Terroristen» sei nahe.

Assad beschwert sich

Derweil beschwerte sich Syriens Regime über westliche Hilfe für die Opposition. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, das Aussenministerium habe am Dienstag einen entsprechenden Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und den Vorsitzenden des Sicherheitsrates geschrieben.

Dass einige Staaten «nichttödliche militärische Ausrüstung» an die Opposition liefern wollten, sei ein weiterer Beweis dafür, dass sie die bewaffneten Aufständischen unterstützten. Das Regime Assads schrieb ausserdem, ein Grossteil der jüngsten Waffenlieferungen sei an die islamistische Al-Nusra-Front gegangen.

EU-Beamter getötet

Bei einem Raketenangriff auf einen Vorort von Damaskus wurde ein Beamter der Europäischen Union getötet. Dies teilte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton am Mittwoch in Brüssel mit. Der 32-jährige Syrer Ahmed Schehade sei am Dienstag gestorben, als er versuchte, den Bewohnern seines Stadtteils humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.

Der EU-Beamte arbeitete noch immer für die EU-Delegation in Syrien, nachdem die letzten ausländischen Mitarbeiter im Dezember aus Sicherheitsgründen abgezogen worden waren. Die meisten europäischen Länder schlossen im vergangenen Jahr ihre Botschaften in Syrien. Die Vereinten Nationen teilten Ende 2012 mit, ihre Arbeit in Syrien «bis auf weiteres» einzustellen.

Ashton rief am Mittwoch erneut zu einem Ende der Gewalt in dem Bürgerkriegsland auf. Alle Seiten müssten «dringende Massnahmen» ergreifen, um die Gewalt zu beenden, die bisher zum Tod von rund 100'000 Zivilisten geführt habe.

Weitere Gewalt

Im Damaszener Viertel Al-Sumeria, wo die Busse in die libanesische Hauptstadt Beirut abfahren, detonierte laut Staatsmedien am Mittwoch eine Autobombe. Die Regimegegner zählten bis zum Nachmittag landesweit 45 Tote, die meisten im Grossraum Damaskus.

Unterdessen eröffneten die Rebellen nahe Damaskus offenbar eine neue Front gegen die Regierung. Etwa 1000 Aufständische seien in den Ort Chan Schei eingerückt, sagte ein Rebellenkommandeur am Mittwoch.

(sda)