Aufrüsten im Museum

26. Juli 2014 13:02; Akt: 26.07.2014 14:26 Print

Separatisten klauen Weltkriegs-Panzer

Ein Panzer und zwei Haubitzen aus Sowjetzeiten befinden sich im Besitz der prorussischen Separatisten. Diese haben sie aus einem Weltkriegsmuseum aus Donezk genommen.

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Prorussische Separatisten haben aus einem Donezker Weltkriegsmuseum einen sowjetischen Panzer mitgehen lassen. Möglicherweise handelt es sich dabei um den schweren Kampfpanzer JS-3. (Bild: Wikipedia/Paul Hermans)

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Prorussische Separatisten in der Ostukraine haben sich im Museum mit Nachschub versorgt. In ihrer Hochburg Donezk nutzten sie einen Besuch des dortigen Weltkriegsmuseums, um sich mit einem sowjetischen Panzer und zwei Haubitzen auszustatten.

«Sie hatten eine schriftliche Erlaubnis», sagte ein Wachposten am Eingang des Museums. «Sie nahmen den am wenigsten beschädigten Panzer und luden alles auf einen grossen Lastwagen».

Nach Angaben des Wachmanns liegt der ungewöhnliche Besuch rund zwei Wochen zurück. Auf dem Boden des Museums waren am Freitag noch immer die Spuren der fehlenden Exponate zu sehen. «Glaubst Du das, jetzt stehlen sie sogar Museumsstücke», sagte ein Vater, der gemeinsam mit seinem Sohn die Ausstellung besuchte.

Es scheint nicht das erste Mal zu sein, dass sich die prorussischen Separatisten in ihrem Kampf gegen Kiew alter Waffen bedienen. Anfang des Monats tauchten auf YouTube Aufnahmen aus dem Ort Kostjantiniwka auf, auf denen Kämpfer versuchen, einen Panzer aus der Zeit Stalins aus dem Zweiten Weltkrieg wieder in Gang zu bringen, der dort jahrzehntelang als Denkmal diente.

Die Website «Medium» berichtete von einer Gruppe, die sich «Anti-Maidan» nennt und schon im Juni einen JS-3 Sowjetpanzer zum Laufen brachten. Ob es sich bei dem in Donezk mitgenommenen Panzer um eben diesen handelt, ist nicht klar.

(pwe/sda)