MH17

28. Juli 2014 12:04; Akt: 28.07.2014 12:05 Print

Polizisten auf dem Weg zur Absturzstelle

Nachdem internationale Ermittler gestern Sonntag ihre Mission stoppen mussten, sind sie heute erneut zum Unglücksort der MH17 in der Ost-Ukraine unterwegs.

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Am mussten die Experten am Absturzort die Ermittlungen aus Sicherheitsgründen unterbrechen. OSZE-Ermittler klagen über schlechten Zutritt und Gefahren rund um die Absturzstelle. Gemäss der ukrainischen Regierung hätten Separatisten gar Minen auf Zufahrtsstrassen gelegt. Malaysische Flugsicherheitsexperten untersuchen Überbleibsel auf der Absturzstelle der MH17. Erste Ergebnisse der Auswertung der Blackbox haben ergeben, dass diese mit dem Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete übereinstimmen, wie ein Experte am Samstag, 26. Juli 2014 gegenüber CBS-News sagte. Nur ein kleines Team kann vor Ort den Absturz untersuchen, weil gleichzeitig der Konflikt zwischen ukrainischem Militär und Separatisten wogt. Das Zeitfenster für die Untersuchung schliesse sich schnell, so Experten vor Ort. Niederländische Ermittler der Polizei auf dem Weg zu den Barracken von Hilversum, wo die rund 200 Leichen von Flug MH 17 zur Identifizierung hingebracht wurden. Ein erstes Opfer konnte am Samstag, 26. Juli identifiziert werden. Alexander Chodakowski bestätigte im Interview mit Reuters, dass die Rebellen im Besitz eines BUK-M-Raketensystems waren. Gegenüber Russia Today soll er seine Aussage am widerrufen haben. Bei der Eröffnung der Commonwealth-Spielen im schottischen Glasgow durch die britische Königin Elizabeth II. ist mit einer Schweigeminute der Opfer des Flugzeugabsturzes im Osten der Ukraine gedacht worden. Von den 298 Menschen die beim Absturz ums Leben kamen, stammten 82 aus Commonwealth-Staaten. König Willem-Alexander und Königin Maxima ambei der Ankunft der ersten Opfer des MH17-Absturzes am Flughafen in Eindhoven NL. 40 Särge wurden mit Militärflugzeugen aus der Ukraine nach Holland gebracht. Kinder spazieren am an einem Wrackteil vorbei, dass laut Spezialisten Spuren von Schrapnell aufweist. Diese deuten auf einen Einschlag von einer durch ein SA-11 Buk-System abgefeuerte Rakete hin. Viele Körper von Insassen der abgestürzten Malaysia-Airlines-Maschine dürften nach Einschätzung des australischen Ministerpräsidenten Tony Abbott verschollen bleiben. Es sei möglich, dass noch Leichen auf dem Trümmerfeld in der Ostukraine in der Sommerhitze lägen, sagte Abbott am 23. Juli. In Charkow ist den Opfern vor dem Rücktransport nach Eindhoven mit einer Trauerfeier gedacht worden. Blumen am Flughafen von Charkow. Wie Welt.de berichtet, richtet sich die Wut der niederländischen Bevölkerung gegen Putins Tochter, die mit einem Niederländer verheiratet ist. Vitaly Nayada, der ukrainische Geheimdienstdirektor, gibt Russland die Schuld am Abschuss. Ein in Russland trainierter, gut ausgebildeter Offizier habe den Knopf der Rakete gedrückt, die die MH 17 traf. Der Leichentransport ist am Vormittag des in Charkow eingetroffen. Die Kühlwagen sind mit Schaum versiegelt. Die Leichen der Absturzopfer sollen an eine niederländische Delegation übergeben und später per Flugzeug nach Amsterdam gebracht werden. In den Waggons befinden sich etwa 280 Leichen. In Kuala Lumpur gehen die Menschen auf die Strasse. Sie wollen Gerechtigkeit für die Opfer des Absturzes und betonen auf Transparenten, dass Malaysia sich nie auf eine Seite im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geschlagen habe. , dass die Maschine von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde: In der Mitte dieses Wrackteils ist ein klaffendes Loch erkennbar, umgeben von kleineren Löchern und Brandflecken. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben am die Flugschreiber der abgestürzten Boeing-Passagiermaschine an malaysische Experten übergeben. Eine Luftaufnahme zeigt die Absturzstelle des Passagierflugzeugs MH17 nahe dem ostukrainischen Dorf Grabove. Wird hier die Blackbox der abgestürzten Maschine gefunden? Während einer Live-Übertragung des Fernsehsenders Sky News vom Sonntag war zu sehen, wie ein Rettungshelfer einen orangefarbenen Gegenstand über das Feld trägt. Die 196 Leichen, die an der Absturzstelle geborgen wurden, sollen in diesem Güterzug liegen. Die Leichen werden abtransportiert. Die ukrainische Regierung wirft den Aufständischen vor, mit Lastwagen Wrackteile über die russische Grenze bringen zu wollen. Alexander Hug, stellvertretender Leiter der OSZE-Mission (M.) mit Vertretern der Mission sowie Separatisten an der Absturzstelle nahe des Dorfes Hrabove am 18. Juli. Gepäckstücke der Insassen der abgestürzten MH 17: Ein prorussischer Separatist zeigt ein Stofftier. Rebellen bei den Trümmern des abgestürzten Flugzeugs. US-Präsident Barack Obama sieht im Absturz der Maschine eine «globale Tragödie». Am Tag nach dem Absturz, am 18. Juli, suchen Helfer nach den Leichen der 298 Insassen. Ein Passagierflugzeug der Malaysia Airlines ist in der Ukraine abgestürzt. Das Flugzeug stürzte auf dem von Separatisten kontrollierten Gebiet ab. Unfallermittler sollen einen sicheren Zugang zur Absturzstelle erhalten, garantieren die Separatisten. Alle Insassen - 280 Passagiere und 15 Crew-Mitglieder - sind ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit abgeschossen. Russland und die Ukraine weisen sich gegenseitig die Schuld zu. Unter den Passagieren waren offenbar Niederländer, Amerikaner, Franzosen, Briten und Belgier. Die Bergung der Maschine werde dadurch erschwert, dass die Trümmer in grossem Umkreis verstreut seien, so der Sprecher des Notfalldienstes, Sergej Botschkowski. Der «Premierminister» der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodai (M.), bei der Absturzstelle der MH 17. Die Boeing 777 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. An der Absturzstelle liegen die Pässe der Passagiere. Ein Passagier hat vor dem Abflug in Amsterdam ein Foto von der Unglücksmaschine gepostet und schrieb auf Facebook dazu: «Für den Fall, dass sie verschwinden sollte ...» Eine Angehörige trauert um die Opfer. Angehörige der Passagiere werden von Flughafen-Mitarbeitern des Flughafens Schipol in Amsterdam in einen separaten Bereich gebracht. Mit Blumen und Kerzen gedenken die Menschen vor der niederländischen Botschaft in Kiew der Opfer der Flugzeug-Katastrophe.

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Internationale Ermittler im Osten der Ukraine haben am Montag erneut versucht, zur Absturzstelle der malaysischen Passagiermaschine vorzudringen. Teams mit australischen und niederländischen Polizisten brachen am Morgen aus der Separatisten-Hochburg Donezk auf.

In der Umgebung der Stadt waren Schüsse zu hören, in der Nacht hatte es auch Granatfeuer gegeben, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Am Sonntag hatten die Ermittler eine geplante Erkundung des Unglücksorts wegen anhaltender Gefechte aus Sicherheitsgründen absagen müssen. Die Absturzstelle liegt rund 60 Kilometer östlich von Donezk.

Australische Polizisten sind unbewaffnet

Der Vize-Chef der australischen Bundespolizei, Andrew Colvin, hatte vor dem erneuten Versuch am Montag im australischen Fernsehen davor gewarnt, dass sich der Einsatz angesichts der Gefechte zwischen Armee und Rebellen in der Region weiter verzögern könnte.

Colvin beharrte darauf, dass die australischen Polizisten unbewaffnet blieben und sich auf die Ermittlungen vor Ort beschränkten. Die australische Aussenministerin, Julie Bishop, sagte am Sonntag nach ihrer Ankunft in Kiew, es würden keine Schritte unternommen, welche die Ermittler in Gefahr bringen könnten.

Lawrow für Untersuchung durch Uno

Russland forderte Ermittlungen unter der Ägide der Vereinten Nationen. Eine solche Untersuchung sollte möglichst schnell beginnen, sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau. «Dafür sollte der Weltsicherheitsrat eine entsprechende Entscheidung treffen», sagte er. Eine Uno-Mission im von Kämpfen erschütterten Gebiet könne die nötige Sicherheit für Ermittlungen garantieren.

Russland gibt der Ukraine die Verantwortung für den Flugzeugabsturz. Die Ukraine dagegen wirft den pro-russischen Separatisten den Abschuss vor.

Malaysia verhandelt über Waffenruhe

Derweil verhandeln Malaysias Diplomaten nach eigenen Angaben über eine Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und pro-russischen Milizen. Sie wollen damit sicheren Zugang für Ermittler zum Absturzgebiet des Malaysia-Airlines Flugzeugs in der Ostukraine erreichen.

«Die Verhandlungen dauern an», sagte der Chef des malaysischen Ermittlungsteams, Khairil Hilmi Mokhtar, der staatlichen Nachrichtenagentur Bernama.

Malaysia hatte mit den Rebellen bereits die Übergabe der Blackbox ausgehandelt. Die Malaysier rechnen sich bessere Chancen als westliche Diplomaten bei den Rebellen aus, weil sie jede Schuldzuweisung vermieden haben.

Malaysischer Regierungschef kommt nach Europa

Regierungschef Najib Razak will an diesem Mittwoch selbst nach Europa fliegen, zunächst in die Niederlande. In einer Fernsehansprache am Sonntagabend erinnerte Razak anlässlich des muslimischen Feiertags Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan an die Opfer des Absturzes.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit 298 Menschen an Bord abgestürzt, darunter 193 Niederländer, 43 Malaysier und 28 Australier.

(sda)