Separatisten in der Ukraine

07. Juli 2014 18:17; Akt: 07.07.2014 20:23 Print

Aus Städten sollen «Festungen» werden

Die prorussischen Rebellen haben die früheren Hochburgen Slowjansk und Kramatorsk aufgegeben. Dafür wollen sie die Grossstädte Donezk und Lugansk zu «Festungen» ausbauen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der krisengeschüttelten Ostukraine haben prorussische Separatisten in den selbst erklärten «Volksrepubliken» Donezk und Lugansk in den vergangenen Tagen Gebiete aufgegeben. Dazu gehören die früheren Hochburgen Slowjansk und Kramatorsk.

Als zentrale Stützpunkte verbleiben den schätzungsweise 20'000 Aufständischen die Millionenmetropole Donezk und das 150 Kilometer nordöstlich gelegene Lugansk. Die beiden Grossstädte sollen nach Willen der militanten Gruppen zu «Festungen» ausgebaut werden. Die Regierungstruppen ziehen aber den Belagerungsring enger. In den Vororten wird nach ersten Berichten bereits gekämpft.

In weiteren 10 der insgesamt 36 Kreise der Donbass-Region, die aus Lugansk und Donezk besteht, haben die moskautreuen Separatisten zumindest noch teilweise die Kontrolle. Schwerpunkte sind die Städte Gorlowka nordöstlich und Amwrosijewka südöstlich von Donezk. Im Lugansker Gebiet halten die Aufständischen die Orte Lissitschansk und Sewerodonezk im Westen sowie Antrazyt im Süden unter Kontrolle.

Die militanten Gruppen besetzen zudem mehrere Grenzübergänge nach Russland. Der grösste Übergang an der Fernstrasse Charkow–Rostow, Dolschanski, wird nach Kämpfen wieder von Grenztruppen kontrolliert.

(sda)