US-Wahlen

14. April 2012 10:44; Akt: 14.04.2012 10:49 Print

Romney auf Schmusekurs mit der Waffenlobby

Der Republikaner Mitt Romney wirbt als Kandidat für die US-Präsidentschaft um die Gunst der einflussreichen Waffenlobby. Sein Mitbewerber Newt Gingrich forderte gar ein Waffentragrecht für alle Menschen.

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Mitt Romney mit Ehefrau Ann: Auftritt bei der Waffenlobby - Eintreten für «amerikanische Werte». (Bild: Keystone)

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Der voraussichtliche Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama nahm am Wochenende an der jährlichen Tagung der National Rifle Association (NRA) teil. Die USA bräuchten «einen Präsidenten, der die derzeitigen Gesetze durchsetzt und keine neuen schafft, die nur eine Last für gesetzestreue Waffenbesitzer darstellen», sagte er vor Tausenden Mitgliedern der NRA. Obama warf er vor, sich nicht für den Schutz von Waffenbesitzern einzusetzen.

Obama hat bislang relativ wenig zum Thema Waffen in den USA gesagt und damit Aktivisten enttäuscht, die strengere Waffengesetze fordern. Ein Auftritt vor der NRA ist für republikanische Präsidentschaftsbewerber Pflicht, da der Organisation umfangreiche Ressourcen zur Verfügung stehen, um von ihr bevorzugte Kandidaten zu unterstützen.

Gespaltenes Verhältnis

Das Verhältnis Romneys zur Waffenlobby ist widersprüchlich. Als der Multimillionär 1994 für ein Senatorenamt kandidierte, erklärte er: «Ich tue mich nicht mit der NRA zusammen.» Zehn Jahre später wurde Romney Mitglied der Organisation auf Lebenszeit.

Nach Romney sprach auch sein innerparteilicher Konkurrent Newt Gingrich zu den Teilnehmer der NRA-Tagung. Die Vereinten Nationen sollten ein Abkommen verabschieden, «um das Recht, Waffen zu tragen, auf jeden Menschen auf diesem Planeten auszuweiten», forderte er. Derartige «Menschenrechte» würden die Zahl der Vergewaltigungen und Kindermorde weltweit verringern.

Das Recht, Waffen zu tragen, ist in der Verfassung der USA verankert. Allerdings sind die Meinungen im Land darüber gespalten, wie der Teil der Verfassung, in dem der Besitz von Waffen festgeschrieben ist, zu interpretieren sei. Der jüngste Fall des von einem Bürgerwehr-Mitglied erschossenen 17-jährigen Afroamerikaners Trayvon Martin verschärfte den Konflikt.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oski am 14.04.2012 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Go NRA

    Gingrich hat recht!

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  • Titus am 14.04.2012 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Brevik hätte auch mitnem Küchenmesser...

    ...3-4 Menschen erwischt. Denn Waffen töten keine Menschen, es macht das Töten nur etwas angenehmer... Denkt auch an die ganzen Arbeitsplätze!! Deswegen verlange ich, dass jeder Bürger zu seinem Schutz (und natürlich dem Schutz der Gesellschaft!) eine Bombe zuhause lagern muss! Das ist auch ein Ausdruck des Vertrauens in unsere Bürger!

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  • Adrian am 14.04.2012 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Waffenlobby als Diktatoren

    Lieber wie Romney auf Schmusekurs mit der Waffenlobby, als wie Obama, der auf Schmusekurs mit all den Diktatoren auf der ganzen Welt ist und sich als untergebener von Putin sieht, wenn er gerade meint, das Mikro sei ausgeschalten :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jürg am 14.04.2012 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverteidigung

    Solche Aussagen wie von Newt Gingrich zeigen wie wenig die Amerikaner über die restliche Welt wissen! Wer "Bowling with Columbine" gesehen hat, weiß wovon ich rede...es gibt kein Land mit mehr Toten durch Schusswaffengebrauch! Es liegt aber nicht nur an der Anzahl Waffen die im Umlauf sind, in Kanada besitzen genau so viele Leute Waffen, erschießen sich aber nicht gegenseitig damit! Das zum Thema Selbstverteidigung...

    • Aebi Ruedi am 14.04.2012 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      Vorsicht

      Diesen Film gesehen zu haben, macht Sie ja auch zu einem ausgewiesenen Experten, ist ja auch gar nicht tendenziös...

    • Alex F. am 14.04.2012 16:52 Report Diesen Beitrag melden

      @ Aebi Ruedi

      In den USA, sterben mehr Menschen, durch eines, ihres Familienmitgliedes mit einer Schusswaffe, als dass ein Unbekannter einbricht und die Familie tötet. Sorry, aber das ist Fakt. Da hat der Michael Moore völlig recht. P.S. In ca. der hälfte, aller Bundesstaaten, gilt das "Stand your Ground" Gesetz. Falls Sie nicht wissen, was das sein sollte: Es ermöglicht die Tötung einer fremden Person, von der man sich bedroht fühlt (auch wenn die Person, nichts schlechtes gemacht hat, keine Tätlichkeit begangen hat und/oder Drohungen ausgesprochen hat).

    • A.swiss am 14.04.2012 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Danke Ruedi Aebi

      Ruedi Aebi hat Recht! Auf was basiert eure Meinung? Der Vorgefassten vom m.moor? Ihr seid ja wahnsinnig objektiv. Wir sollten vor unserer Tür wischen bevor wir andere kritisieren. Oder ist es normal das Verkäuferinnen aus todesangst sich nicht mehr aus dem Laden getrauen oder man zuerst opfer werden muss bevor man ein Recht hat?

    • Eric am 15.04.2012 01:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex F.

      Du hast zuviele CSI gesehen und zu oft am Stammtisch zugehört. Was du behauptest ist ziemlicher Blödsinn. Komm zu uns in die USA und du wirst sehen was für ein friedliches Land dies ist - dank dem Recht, dass jeder seinen Grund und Boden verteidigen darf! Stand your ground heisst du darfst dein eigenes Grundstück gegen Eindringlinge verteidigen nicht mehr und nicht weniger. Ballert jemand auf der Strasse rum wird er verhaftet und verurteilt wie in Europa! Einzig Florida (!) hat das Gesetz ausgeweitet u erlaubt den Gebrauch der Waffe auch ausserhalb des eigenen Grundstücks wenn man bedroht ist.

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  • Oski am 14.04.2012 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Go NRA

    Gingrich hat recht!

    • Hoodiie am 14.04.2012 18:12 Report Diesen Beitrag melden

      Erzähl das mal den Opfern

      Erzähl das mal den zerschossenen Opfern.

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  • Adrian am 14.04.2012 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Waffenlobby als Diktatoren

    Lieber wie Romney auf Schmusekurs mit der Waffenlobby, als wie Obama, der auf Schmusekurs mit all den Diktatoren auf der ganzen Welt ist und sich als untergebener von Putin sieht, wenn er gerade meint, das Mikro sei ausgeschalten :-)

  • Titus am 14.04.2012 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Brevik hätte auch mitnem Küchenmesser...

    ...3-4 Menschen erwischt. Denn Waffen töten keine Menschen, es macht das Töten nur etwas angenehmer... Denkt auch an die ganzen Arbeitsplätze!! Deswegen verlange ich, dass jeder Bürger zu seinem Schutz (und natürlich dem Schutz der Gesellschaft!) eine Bombe zuhause lagern muss! Das ist auch ein Ausdruck des Vertrauens in unsere Bürger!

    • ruedi aebi am 14.04.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      Andersum

      Mein lieber Titus Wenn man aber einmal weiterdenkt, als Du es gerade gemacht hast, wäre doch dieser miese Brevik bestimmt nicht weit gekommen, wenn sich auf der Insel jemand mit einer Waffe hätte zur Wehr setzen können. Es werden viele Statistiken veröffentlicht, habe aber nie eine gesehen, die aussagt, dass schwerwiegende Verbrechen gestoppt werden konten, dank einer Waffe

    • Peter Kuster am 14.04.2012 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Kein Allheilmittel

      passiert auch nicht. Das zeigen die zahlreichen Amokläufe und Serienmörder.

    • moschus am 14.04.2012 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      arm the victims

      ...interessanterweise finden Amokläufe praktisch nur in waffenfreien Zonen statt z.B. Schulen oder eben ein Jugendlager...

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