«Vorwärts, Amerika»

06. Mai 2012 13:29; Akt: 06.05.2012 13:50 Print

Obama läutet den Wahlkampf ein

In einem halben Jahr wählt Amerika einen neuen Präsidenten. Im Rennen ums Weisse Haus wird in Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und dem republikanischen Herausforderer Mitt Romney erwartet.

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«Dies ist eine Wahl, in der es um Alles oder Nichts für die Mittelschicht geht», Barack Obama eröffnet am 5. Mai in Richmond, Virginia den Wahlkampf ums Amt des US-Präsidenten. (Bild: AFP)

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Ein halbes Jahr vor der US-Präsidentenwahl hat der demokratische Amtsinhaber Barack Obama offiziell den Kampf um seine zweite Amtszeit eröffnet. Unter dem Motto «Vorwärts» rief Obama am Samstag seine Anhänger dazu auf, nicht zuzulassen, «dass die Uhren in Amerika zurückgestellt werden».

Als Abgrenzung zu seinem republikanischen Herausforderer, dem Multimillionär Mitt Romney, präsentierte sich Obama in Columbus (Ohio) und danach in Richmond (Virginia) als Kämpfer für die Mittelschicht und bekräftigte seine Forderung nach einer Reichensteuer.

Mit hochgekrempelten Hemdsärmeln versprach Obama einen Kampf um jede Stimme bis zu den Wahlen am 6. November. «Wir werden gewinnen, auf die alte traditionelle Weise: Von Tür zu Tür, Strasse für Strasse», sagte er bei seinem Auftritt in der Ohio State University.

Obama wählte Ohio und Virginia für den Wahlkampfauftakt, weil diese zu den besonders hartumkämpften Staaten gehören. 2008 hatte in Ohio und Virginia eine Mehrheit für Obama gestimmt, 2004 war der Republikaner George W. Bush in diesen Staaten erfolgreich. Beide gewannen jeweils die Präsidentenwahl.

Knappes Rennen

Der Präsident räumte ein, dass das Rennen gegen Romney noch knapper werde als vor vier Jahren das gegen John McCain: «Deshalb brauche ich Ihre Hilfe.» Es stehe einfach zu viel auf dem Spiel. «Dies ist keine übliche Wahl», rief Obama vor Tausenden jubelnden Anhängern. «Dies ist eine Wahl, in der es um Alles oder Nichts für die Mittelschicht geht.»

In den Mittelpunkt seiner Reden stellte Obama klar den Kampf für Chancengleichheit. So forderte er einen höheren Steuerbeitrag der Reichen, ihren «fairen Anteil» auf dem Weg nach vorn nach der Überwindung der schwersten Wirtschaftskrise seit der Grossen Depression. Nach einem Jahrzehnt der Kriege, so Obama mit Blick auf die Einsätze im Irak und in Afghanistan, «ist die Nation, die wir wiederaufbauen müssen, unsere eigene».

Vor allem die wirtschaftliche Lage belastet den Wahlkampf Obamas. Keiner seiner Vorgänger in den letzten sechs Jahrzehnten konnte eine zweite Amtszeit erreichen, wenn die Arbeitslosenquote über 7,2 Prozent lag.

Die jüngste Zahl: 8,1 Prozent Erwerbslose im April. Das ist zwar der niedrigste Stand seit mehr als drei Jahren. Aber der Rückgang wird vor allem damit begründet, dass sich viele Amerikaner aus der Gruppe der Arbeitssuchenden abgemeldet hätten.

«Hope» und «Change»

Obama versuchte deutlich, die Begeisterung und die Energie wiederzubeleben, die seinen Wahlkampf 2008 geprägt hatten. So stellte er sich erneut als ein Kandidat des Wandels dar und stellte immer wieder den scharfen Kontrast zu Romney heraus, mit dem er derzeit in Umfragen fast gleichauf liegt.

Der Präsident porträtierte den Ex-Gouverneur und Multimillionär als einen Mann, der die Sorgen und Nöte der Normalbürger nicht verstehe und nach alten Rezepten greife, die sich nicht bewährt hätten. «Es geht nach wie vor um Hoffnung, um Wandel, es geht nach wie vor um die normalen Leute», sagte Obama in Anlehnung an seine Wahlkampfslogans «Hope» und «Change» von 2008.

Man könne jetzt nicht zurückgehen, «dazu sind wir zu weit gekommen», erklärte Obama. So brauche das Land beispielsweise keinen neuen Streit um das Abtreibungsrecht oder Verhütungsmittel. «Wir bewegen uns nach vorn.»

Als Wahlkampfhelferin hatte Obama seine Frau Michelle an der Seite, die das Publikum jeweils auf den Auftritt des Präsidenten einstimmte. «Seid ihr bereit?» fragte sie die Menge in Ohio. «Er brauchte eure Hilfe», sagte sie im Sportstadion der Virginia Commonwealth University.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat Kessler am 06.05.2012 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obama

    Hi, es ist schon erstaunlich wie gewisse vergessen, dass es ja die ach so tollen Republikaner waren, die diesen Krieg begonnen haben! Auch waren es die Republikaner die die Wirtschaft deregulierten und all die Arbeit vernichteten die Clinton erreicht hatte. Ja, Amerika hatte unter Clinton ein ausgeglichenes Budget und konnte Schulden abbauen und Geld in die Infrastruktur stecken, dann kam aber Bush!!!! Wenn Obama nicht Geld in den sozialen Ausgleich und die Wirtschaft gesteckt hätte, wäre wirklich eine Depression gekommen!

  • Phil. E am 06.05.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsverbrecher und Lügner !

    Ein Wunder dass dieser Kriegsverbrecher mit Kriegsnobelpreis überhaupt noch freu rumlaufen darf ! Ah, stimm ja. Westliche Politiker dürfen ja auf der ganzen Welt morden, schliesslich gehört der Westen ja zu den Guten !

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  • Jan am 06.05.2012 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo steht

    Ron Paul? Er holt weiter auf und sollte keineswegs abgeschrieben werden

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Die neusten Leser-Kommentare

  • johnni am 06.05.2012 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    baracKObama

    Ich würde meine stimme obama geben. Ein grosser mann mit sehr noblen zielen. leider wird er nur zu oft ausgebremst von den lobbyisten.

  • M.P am 06.05.2012 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal Wer Präsident wird!

    Schlussendlich wird die Politik beiden mächtigen Bänkern gemacht die das Sagen haben denn sonst drehen sie den Geldhahn zu! und sowiso der Dollar ist und bleibt am Ende Amerika wird Kollabieren nur eine frage der Zeit

  • Beat Kessler am 06.05.2012 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obama

    Hi, es ist schon erstaunlich wie gewisse vergessen, dass es ja die ach so tollen Republikaner waren, die diesen Krieg begonnen haben! Auch waren es die Republikaner die die Wirtschaft deregulierten und all die Arbeit vernichteten die Clinton erreicht hatte. Ja, Amerika hatte unter Clinton ein ausgeglichenes Budget und konnte Schulden abbauen und Geld in die Infrastruktur stecken, dann kam aber Bush!!!! Wenn Obama nicht Geld in den sozialen Ausgleich und die Wirtschaft gesteckt hätte, wäre wirklich eine Depression gekommen!

  • susi am 06.05.2012 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go for obama

    Obama wird die Wahlen gewinnen, und das ist gut so.

  • Phil. E am 06.05.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsverbrecher und Lügner !

    Ein Wunder dass dieser Kriegsverbrecher mit Kriegsnobelpreis überhaupt noch freu rumlaufen darf ! Ah, stimm ja. Westliche Politiker dürfen ja auf der ganzen Welt morden, schliesslich gehört der Westen ja zu den Guten !

    • Anti Usa am 06.05.2012 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wir teilen di gleiche Meinung

      Genau so ist es heutzutage -.-

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