US-Wahlen

14. Mai 2012 22:11; Akt: 15.05.2012 10:23 Print

Ron Paul stellt aktiven Wahlkampf ein

Nun hat auch der letzte verbliebene Rivale von Mitt Romney aufgegeben. Durch eine Hintertür will Ron Paul am Parteitag der Republikaner aber trotzdem eine wichtige Rolle spielen.

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Ron Paul betreibt keinen Wahlkampf mehr, will aber weiterhin Delegiertenstimmen sammeln und am Parteitag eine Grundsatzrede halten. (Quelle: ronpaul2012.com)

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Laut einer Mitteilung auf seiner Website will der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul künftig kein Geld mehr für den Wahlkampf in jenen Bundesstaaten ausgeben, welche ihre Vorwahlen noch nicht abgehalten haben. Das bedeutet, dass in den verbleibenden elf Vorwahlen nur Mitt Romney aktiv Wahlkampf betreiben wird.

Damit ist Ron Paul praktisch chancenlos. Der Abgeordnete holte bislang lediglich 99 Wahlmännerstimmen und konnte in keinem einzigen Bundesstaat eine Vorwahl gewinnen. Favorit Romney steht dagegen bei derzeit 949 Delegierten für den Parteitag Ende August in Florida.

Die Nominierung des früheren Gouverneurs von Massachusetts gilt als sicher, seit Mitte April Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen hatte. Anfang Mai verabschiedete sich auch der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, aus dem Rennen.

Paul will weiter Stimmen sammeln

Chancen Mitt Romney die Mehrheit der Delegiertenstimmen streitig zu machen, hatte Ron Paul noch nie. Doch wie aus seiner Mitteilung ebenfalls hervorgeht, will er sich weiterhin um Delegierte aus den sogenannten Caucus-Staaten bemühen. Sein Kalkül: Bis zum Nominierungsparteitag der Republikaner am 27. August genügend Stimmen sammeln, um dort Redezeit eingeräumt zu bekommen.

«In meinem Wahlkampf geht es um mehr als die Wahl 2012», schreibt Paul in seiner Mitteilung. Er will die republikanische Partei nach seinen Vorstellungen transformieren: Wenig Staat, Abschaffung der Bundessteuer und von Sozialprogrammen, Austritt aus der UNO und keine Kriegseinsätze mehr. Mit diesen Positionen ist Paul allerdings nicht mehrheitsfähig. Bereits 2008 und 1988 hatte der frühere Frauenarzt einen erfolglosen Anlauf auf das Weisse Haus gestartet.

(sda)