Terror in El Paso

04. August 2019 10:09; Akt: 04.08.2019 14:56 Print

«Er war ein stiller Streber und sprach nur selten»

Patrick Crusius soll der Mann sein, der in einem amerikanischen Einkaufszentrum wahllos Menschen tötete. Das ist bisher über ihn bekannt.

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Nach den tödlichen Schüssen in der texanischen Grenzstadt El Paso ist der mutmassliche Täter Patrick Crusius formell des Mordes beschuldigt worden. (4. August 2019) Dem 21-Jährigen drohe damit die Todesstrafe, sagte Polizeisprecher Robert Gomez am Sonntag. Die mexikanische Regierung erklärte, das Land könnte möglicherweise eine Auslieferung des 21-Jährigen wegen Terrorismusvorwürfen beantragen. Donald Trump hat sich am Sonntag zu den Schusswaffenangriffen geäussert. «Hass hat keinen Platz in unserem Land», sagte der US-Präsident. Connor Betts hat am Sonntagmorgen in Dayton, Ohio, neun Menschen getötet. Unter den Opfern ist auch seine 22-jährige Schwester. Auch ihr Freund ist tot. Die beiden wurden in einem Auto gefunden. Betts wurde schliesslich von der Polizei erschossen. Es war das zweite Shooting innerhalb von 24 Stunden in den USA. 27 Menschen wurden beim Shooting in Dayton verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass Betts seine Tat geplant hat, da er eine schusssichere Weste trug. Der Schütze eröffnete das Feuer vor einer örtlich bekannten Bar. Innerhalb von einer Minute wurde er von der Polizei erschossen. Er hatte mehrere Magazine dabei. Bei Betts zuhause wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Zuvor hatte Patrick Crusius (21) am Samstagabend in El Paso, Texas, mindestens 20 Menschen getötet. Bei einem Einkaufszentrum in El Paso, Texas, sind am Samstag Schüsse gefallen. Überwachungsmaterial zeigt den mutmasslichen Täter, den 21-jährigen Patrick Crusius. Die Polizei hatte zunächst mehrere Meldungen über mehrere Schützen erhalten. Die Polizei suchte das Gebiet ab. 20 Menschen sind dem Angriff zum Opfer gefallen. 26 Menschen wurden verletzt. Unter den Verletzten ist auch ein Kleinkind. Eine Person ist verhaftet worden. Der mutmassliche Täter stammt aus einem Ort etwa neun Stunden Autofahrt vom Tatort entfernt. Die Lage war lange unübersichtlich. Sergant Robert Gomez gab an einer kurzen Pressekonferenz erste Informationen über den Einsatz preis. Auch Präsident Donald Trump drückte seine Betroffenheit aus. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Augenzeugen berichten, dass der Schütze einfach auf die Leute zielte und schoss. Die Leute in El Paso stehen unter Schock. Walmart-Angestellte unterstützen sich. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Auch Walmart drückte seine Betroffenheit aus. Die Polizei forderte die Leute auf, das Gebiet zu meiden. Die Tat geschah beim Cielo-Vista-Einkaufszentrum in El Paso, Texas. Auch das FBI war vor Ort. Der Schütze schoss zuerst auf dem Parkplatz um sich. Ein Augenzeuge berichtete von mindestens 10 Schüssen. Die Polizei ermittelt wegen Mordes.

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In einem Walmart-Einkaufszentrum im texanischen El Paso hat ein Mann am Samstagvormittag das Feuer eröffnet. Wie der Gouverneur von Texas inzwischen bestätigte, sind bei der Schiesserei mindestens 20 Menschen getötet worden. 26 wurden verletzt und in Spitäler gebracht.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen, wie Polizeichef von El Paso, Greg Allen, sagte. Der Verdächtige sei «ein 21-jähriger weisser Mann». Bei der Verhaftung soll der Tatverdächtige keine Gegenwehr geleistet haben.

Laut CNN handelt es sich um Patrick Crusius aus Allen, Texas, etwa zehn Stunden Autofahrt vom Tatort in El Paso entfernt. Er soll aus Hass gehandelt haben - als Antwort auf die «hispanische Invasion in Texas». Hass als Motiv kann auch die Polizei nicht ausschliessen.

Wenig motiviert

Weiteren Medienberichten zufolge soll er vor der Tat ein Manifest verfasst haben. Sein Vorbild soll der Attentäter vom neuseeländischen Christchurch gewesen sein, wo im März diesen Jahres 51 Menschen erschossen wurden.

Auf seiner LinkedIn-Seite beschrieb sich Crusius als weniger motivierter Mensch, der nicht mehr als nötig machen werde. Arbeit im Allgemeinen sei ihm egal, aber er glaube, dass eine Karriere im Software-Bereich etwas für ihn sein könnte, zumal er etwa acht Stunden pro Tag vor dem Computer verbringe. Das könne als Erfahrung gewertet werden, glaubt er.

Ein ehemaliger Klassenkamerad sagt gegenüber der Sunn, dass Crusius ein «ruhiger Nerd» war. Dies bestätigen weitere Personen. Paige Ortiz ging zwei Jahre mit Crusius zur Schule: «Er war der stille, stre­ber­hafter Junge, der für sich alleine sein wollte. Er sprach nicht viel, oder zumindest nicht mit mir. »

Schusswaffenangriff mit mindestens 20 Toten in einem Einkaufszentrum in der texanischen Stadt El Paso:

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