Interview mit Melania Trump

13. Oktober 2018 05:40; Akt: 15.10.2018 08:08 Print

«Lieben Sie Ihren Mann?»

«Es gab keine Fragen, die off-limit waren»: So bewirbt ABC sein exklusives Interview mit First Lady Melania Trump - und tatsächlich, die First Lady ist offen wie nie.

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Die First Lady der USA, Melania Trump, stand dem TV-Sender ABC in einem Interview während ihrer Afrikareise Rede und Antwort. So sprach sie etwa über ihr Engagement gegen Mobbing und bezeichnet sich als «der am meisten gemobbte Mensch der Welt».

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Auf Nachfrage vom Journalisten Tom Llamas sagte die 48-Jährige, sie sei sicherlich «einer» der am meisten schikanierten Menschen, «wenn Sie wirklich sehen, was Leute über mich sagen».

«Belastet das Ihre Ehe?»

ABC bewarb das Interview mit der Aussage «Es gab keine Fragen, die off-limit waren» und tatsächlich sprach sie über die angebliche Untreue ihres Mannes und ob dies ihre Ehe belasten würde.

Melania antwortete, sie sei eine Mutter und die First Lady und habe «wichtigere Dinge im Kopf», als über die mutmasslichen Seitensprünge ihres Ehemannes Donald Trump mit einer Porno-Darstellerin oder einem Playmate nachzudenken. Die Medien würden es lieben, über ihre Ehe zu spekulieren. Auf die Frage, ob sie ihren Mann liebe, antwortet sie ohne grossen Nachdruck: «Ja, es geht uns gut.»

«I don't care»-Jacke war doch Absicht

Sie habe Verständnis, dass Medien über ihre Ehe und anderes spekulieren würde. «Gossip verkauft sich gut», so die First Lady. Aber es sei nicht immer erfreulich, Schlechtes über einen zu lesen. Zudem fände sie es schade, wenn sich die Medien mehr über ihren Kleiderstil als über ihre Taten interessieren würden.

So gab zu reden, als Melania Trump auf dem Weg zu Familien, die an der Grenze getrennt wurden, eine Jacke mit der Aufschrift «I really don't care, do you?» («Es kümmert mich wirklich nicht») trug. Nachdem ihr Team zunächst sagte, dass keine versteckte Botschaft dahinter gesteckt habe, betonte Trump nun im Interview: Es sei Absicht gewesen. Empfänger der Botschaft seien aber nicht die betroffenen Familien gewesen - sondern die «linken Medien und all jene, die mich kritisieren». «Ich wollte ihnen zeigen, dass mir das egal ist.» Sie werde nicht damit aufhören, das zu tun, was sich für sie richtig anfühlt.

Arbeit als First Lady erschwert

Seit 16 Monaten ist sie bereits First Lady der USA und sie und ihr Mann fühlten sich geehrt, dem Land zu dienen. Es habe jedoch auch Herausforderungen gegeben, die sich ihr während dieser Zeit in den Weg gestellt hätten. Sie wolle als First Lady so viel wie möglich erreichen, doch nicht jede Stiftung oder Organisation wolle mit ihr zusammenarbeiten - wegen der aktuellen Regierung. «In meinen Augen stellen sie die Politik über die Möglichkeit, anderen zu helfen.»

Wer die Zusammenarbeit verweigert habe, sagte Trump nicht. «Darüber spreche ich nicht. Jene wissen schon, wen ich meine.»

Auch müsse sie aufpassen, mit wem sie sich abgebe. Sie traue nicht jedem aus der Regierung ihres Mannes über den Weg. Und sie weihe ihren Mann ein, wenn sie jemandem nicht trauen würde.

(gux/afp)