Trump zu Brexit-Drama

01. November 2019 04:34; Akt: 01.11.2019 05:58 Print

«Corbyn wäre so schlecht für euer Land»

US-Präsident Donald Trump kritisiert Boris Johnsons Brexit-Deal mit der EU und attackiert den Chef der oppositionellen Labour-Partei.

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Donald Trump attackierte am Donnerstag in einem Interview mit dem Chef der EU-feindlichen Brexit-Partei, Nigel Farage, im Radiosender LBC den britischen Oppositionsführer Jeremy Corbyn scharf. «Dieser Deal... man kann es nicht machen, man kann keinen Handel treiben», sagte Trump in dem Telefoninterview mit dem Rechtspopulisten und Brexit-Hardliner Farage, der auf LBC eine eigene Sendung hat. Die USA könnten unter diesen Voraussetzungen «kein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich» abschliessen.

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Trump forderte Johnson und seinen «Freund» Farage zudem zu einer Zusammenarbeit bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember auf. Die beiden sollten sich «zusammentun», weil sie zusammen ein gutes Ergebnis erzielen könnten, sagte der US-Präsident. Farages Brexit-Partei habe schon bei der vergangenen Wahl «fantastisch» abgeschnitten und Johnson respektiere ihn sehr. Farage antwortete, er könne Johnson nur unterstützen, wenn der Premierminister sein «fürchterliches» Brexit-Abkommen aufgebe.

Corbyn wirft Trump Einmischung vor

In dem Interview attackierte Trump auch den Chef der oppositionellen Labour-Partei, Corbyn. Als möglicher Premierminister nach den Neuwahlen vom 12. Dezember wäre Corbyn «so schlecht» für Grossbritannien, sagte der US-Präsident. «Er würde euch an so schlechte Orte führen.»

Corbyn warf Trump daraufhin im Kurzbotschaftendienst Twitter eine Einmischung in den britischen Wahlkampf vor. «Trump versucht sich in die Wahlen in Grossbritannien einzumischen, damit sein Freund Boris Johnson gewählt wird.»

Trump hat sich schon mehrfach in den Brexit-Streit in Grossbritannien eingemischt und sich dabei meist hinter Johnson gestellt. Im September sagte Trump, die USA und Grossbritannien arbeiteten an einem «grossartigen Handelsabkommen» für die Zeit nach dem Brexit. Im August lobte er Johnson als «grossartig» und bezeichnete ihn als «richtigen Mann» zur Umsetzung des Brexit.

Grossbritannien hofft darauf, durch ein Freihandelsabkommen mit den USA den transatlantischen Warenaustausch zu erhöhen. Dies soll zum Teil den Wegfall europäischer Absatzmärkte durch den EU-Austritt kompensieren.

(scl/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Malve am 01.11.2019 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Unsägliche Weltsituation

    Die Welt ist überfüllt mit widerlichen Leuten, die Angst und Schrecken verursachen! Einige davon nennen sich Politiker - Leute, die die Menschen verunsichern! Was soll das?

    einklappen einklappen
  • Lucy F am 01.11.2019 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Trump'l

    ist der Meinung, dass nur er die Welt führen/weiterbringen kann. Für ihn sind andere Staatsleute Spielfiguren, die er nach Belieben einsetzt - manchmal hilft auch ein wenig "Fördergeld" ...

  • franz am 01.11.2019 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    wenn zwei Unfähige...

    wenn zwei Unfähige sich treffen und der eine den anderen lobt. Ziel von Trump: einen wirtschaftlichen Keil zwischen die europäischen Länder zu treiben. Er will eh nur weltweit die wirtschaftlichen Vereinbarungen der letzten 20 Jahre zerstören. Ausser Zerstörung hat er in seiner Amtszeit noch nichts geschaffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Campos am 01.11.2019 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Swissman73 am 01.11.2019 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Trump hat wieder Recht !

    Sozialisten, Marxisten und Kommunisten sind immer gefährlich für die Länder. Je früher man es merkt, umso günstiger wird es für die Bürger und Bürgerinnen der Länder...

  • Na ja am 01.11.2019 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtigstellung

    Trump hin, Trump her, den Antisemiten und Kommunisten Corbyn wünsche euch den Briten nicht

  • Ganjaflash am 01.11.2019 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Mina am 01.11.2019 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stopp

    Ich finde es absolut daneben, dass sich ein 'fremder Staatsoberhaupt' einmischt. Möchte mal sehen, wenn z.B. unsere Regierung äussert, dass Trump schlecht für die USA ist.