Wilde Nacht mit «Yasi»

03. Februar 2011 15:55; Akt: 08.02.2011 13:44 Print

«Der Killersturm hat geheult und gerüttelt»

Leser-Reporterin Kathrin Battaglia hat die Nacht im Auge von Zyklon «Yasi» verbracht. Mit 300 km/h fegte der Sturm über ihr Hostel und sorgte für unheimliche Stunden.

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Es ist eine kurze Nacht gewesen für Leser-Reporterin Kathrin Battaglia im australischen Airlie Beach. Zyklon «Yasi» hat die 27-Jährige unsanft wach gehalten. «Der Wind hat geheult, Türen und Fenster haben gerüttelt und gewackelt», so Battaglia am Telefon, «es war gespenstig.» Sie hatte sich mit vier Freundinnen im Zimmer ihres Hostels verschanzt. Ihre Matratzen haben die Frauen vor die Fenster gestellt, um sich vor Glassplittern zu schützen. An Schlaf war zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens dennoch kaum zu denken. «Ich bin immer wieder eingeschlafen, schreckte aber auch immer wieder hoch.»

Im Gegensatz zum nahen Mission Beach, welches am heftigsten getroffen wurde, kam Airlie Beach glimpflich davon, berichtet Battaglia. «Zu unserer aller Überraschung hatten wir die ganze Nacht Strom und die Verwüstung blieb im Rahmen.» Der erste Gang durch den Ort gab dennoch ein Bild der Verwüstung ab. «Es lagen überall Äste und Gegenstände, ein, zwei Häuser wurden aufgedeckt und unter Wasser gesetzt», so Battaglia, «aber verglichen mit den anderen Orten in der Umgebung hatten wir richtiges Glück.»

Der Zyklon hat sich zwar in der Nacht ausgetobt, noch immer stürmt und regnet es aber wie wild. «Die Wellen sind Meter hoch, das Wasser dreckig», so die Eindrücke der Leser-Reporterin. Über den glimpflichen Ausgang ist man im Ort nicht nur froh, sondern auch überrascht. «Die Feuerwehrleute haben gestaunt, wie glücklich alles ausging», so Battaglia. Sie seien jetzt in Richtung Norden weitergezogen, um zu helfen. «Mission Beach hatte nämlich nicht so viel Glück wie wir.»

(amc)