Das Escort-Girl spricht

08. Mai 2012 06:20; Akt: 08.05.2012 12:13 Print

«Der Secret-Service-Agent war ein Trottel»

von Manuel Jakob - 11 US-Geheimagenten auf spezieller Mission in Kolumbien: Edelprostituierte, Alkohol und Ausraster - der Skandal ist perfekt. Jetzt packt erstmals eine der Escort-Damen aus.

Das Interview mit der 24-jährigen Edel-Escort-Dame im kolumbianischen Radio. (Video: Youtube/UnivisionNoticias.com)
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Vor einem Monat stand sie am Amerika-Gipfel in Kolumbien im Mittelpunkt eines Vorfalls, der sich zum Skandal ausweitete. Die Edel-Prostituierte Dania war eine der Frauen, die bei elf Secret-Service-Agenten im kolumbianischen Cartagena auf Zimmerbesuch war. Und sie war es, die den Skandal auslöste: Ihr Freier wollte sie zunächst nicht bezahlen, woraufhin sich die US-Botschaft einschalten musste.

Schon kurz darauf tauchten Bilder der jungen Frau im Netz auf. Die «New York Daily News» zeigte die Fotos exklusiv. Von da an war die halbe US-amerikanische Medienwelt auf der Jagd nach der 24-Jährigen. Doch niemand kriegte sie. Beim Taxifahrer, der sie in besagter Nacht nach Hause chauffierte, war jeweils Schluss.

Nun gab die Frau dem kolumbianischen Radiosender WRadio ein Interview, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegte. Diese widerspricht den bislang bekannten Details allerdings kaum: Auch sie beschreibt, wie sie dem Mann gleich zu Beginn klargemacht hätte, dass ihr Service nicht unter 800 US-Dollar zu haben sei; auch sie beschreibt, wie sie von dem Agenten ohne zu bezahlen am Morgen unsanft aus dem Zimmer geworfen wurde; und auch sie beschreibt, wie sie zusammen mit einer anderen Prostituierten, die sie im Korridor des Hotels fand, vergeblich an die Tür des zahlungsunwilligen Freiers geklopft habe.

«Sie tranken Alkohol wie Wasser»

Doch die junge Dame ging in ihren Schilderungen noch weiter – das hätte sie im Nachhinein wohl lieber unterlassen. Sie beschreibt, wie die Agenten sturzbetrunken gewesen seien. «Sie tranken Alkohol wie Wasser – und sie waren wirklich betrunken», so die Edel-Escort-Dame. «Ausserdem war das eine Horde von Deppen. Ich hätte tausend Dinge tun können. Wenn ich es gewollt hätte, dann hätte ich all seine Dokumente, die Brieftasche, seinen Koffer durchsuchen können.»

Sie zeigt sich auch empört darüber, dass – obwohl sie unbestritten im Skandal verheddert war – keiner der US-Ermittler etwas von ihr wissen wollte. Diese Tatsache bringt auch den Republikaner Peter King, Mitglied im United States House Committee on Homeland Security, auf die Palme. Wie der britische «Telegraph» berichtet, soll der «sichtlich wütende» King gesagt haben: «Das muss mir der Secret Service erst einmal erklären. Wie ist es möglich, dass sie es nicht geschafft haben, diese Frau nicht zu finden, wenn dies den Medien innert Kürze gelungen ist?»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz Plattner am 08.05.2012 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    Im Dienst

    Wenn man schon zu einer Prostituierten geht, dann sollte man den Service auch bezahlen. Vor allem wenn man im Dienst ist.

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  • Maria am 08.05.2012 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Amerikas Elitetruppe

    So sind sie, die Amis!

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  • Martin am 08.05.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Kann mir nicht vorstellen, dass elf Secret-Service-Agenten solch einen Fehler begehen. Nach meiner Information haben die alle einen Hochschulabschluss und sind "Geistig und Mental" auf der Höhe. Und welche Prostituierte lässt sich nicht vorher bezahlen? Diese ganze Geschichte riecht nach einem "abgekarteten Spiel". Aber ist sicher eine amüsante Geschichte.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sperminator am 08.05.2012 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kolumbien

    Für die würde ich sogar 2000.- zahlen. Man ist die heisst.

  • Bewunderer am 08.05.2012 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Sie ist heiss

    Sie ist sehr schön, leider sehr teuer. Und sie reden so schön spanisch.

    • denko am 08.05.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      schön?

      schön? die ist doch nicht schön! geil ist sie, klar... aber schön ist was anderes

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  • Georg Yendis am 08.05.2012 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    "Menschliche Agenten"

    Das ist doch gut, es zeigt, dass Agenten wie 007 und Co. auch nur menschen sind. Ist doch fast schon beruhigend,dass dies auch nur Trottel wie wir alle sind

  • A.R. Embrach am 08.05.2012 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    20min einfach TOP

    20minuten ist und bleibt eine sympatische und proffesionelle Zeitung mit dem besten News! Weiter so, da kann sich die Konkurrenz mit Ihren Nr. 1 sprüchen weiterhin sich selber motivieren.

  • grooog am 08.05.2012 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    keine gute service!

    es ist einfach eine grosse dummheit dass die NICHT bezahlt haben. was haben die gedacht?!