2,7 Tonnen schwer

09. November 2019 19:07; Akt: 09.11.2019 19:43 Print

Berliner schicken Trump ein Mauerstück

Die Initiative Offene Gesellschaft schenkte US-Präsident Trump ein Mauerstück, um den USA für ihren Beitrag zum Mauerfall in Berlin zu danken. Der US-Geheimdienst lehnte das Geschenk ab.

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls haben Berliner Donald Trump einen Brief geschrieben. Auf einem Originalstück der Berliner Mauer. (Video: The Wall Against Walls via Youtube)
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Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls hat ein Berliner Verein ein Mauerstück nach Washington gebracht – adressiert an US-Präsident Donald Trump. Bei dem 2,7 Tonnen schweren Mauerstück handelt es sich nach Angaben der Initiative Offene Gesellschaft um ein Originalstück der Mauer.

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Am Samstag wurde es vor das Weisse Haus gekarrt, wo es abgegeben werden sollte. Die Annahme sei allerdings zunächst verweigert worden, sagte Jörg Waschescio stellvertretend für den Verein der Nachrichtenagentur DPA in Washington.

Berliner Initiative bringt Mauerstück für Trump nach Washington

Das Mauerstück war wochenlang von Europa nach USA unterwegs

«Deutschland ist wieder vereint und in Berlin erinnern uns nur vereinzelte Stücke daran, dass keine Mauer ewig hält», steht auf dem Mauerstück in Briefform an Trump gerichtet. «Jahrzehntelang spielten die Vereinigten Staaten eine wesentliche Rolle dabei, diese Mauer (in Berlin) zu Fall zu bringen. Von John F. Kennedy bis Ronald Reagan, die Präsidenten der USA kämpften dagegen.»

Die Aktion solle den Präsidenten an den Einsatz der USA für eine Welt ohne Mauern und eine offene Gesellschaft erinnern, erklärte der Verein. Sie sei ein «Statement gegen Mauern im Allgemeinen», nicht gegen eine bestimmte, sagte Waschescio. Trump allerdings treibt den Bau einer Mauer an der US-Grenze mit Mexiko voran und preist diese immer wieder als «wunderschön» und «gross» an.

Das Mauersegment ist nach Angaben der Initiative seit Oktober auf dem Weg nach Washington. Sollte das Weisse Haus das Mauerstück auch in den kommenden Tagen nicht annehmen, werde es auf eine «kleine Tour durch die Staaten gehen», sagte Waschescio. Ein Geschenk an den Präsidenten sei Eigentum des amerikanischen Volkes und man wolle sicherstellen, dass viele Menschen es sehen könnten.


Das Geschenk wird am Eingang zum Weissen Haus vom Secret Service abgelehnt. (Quelle: Twitter)

(sda)