Geert Wilders

06. November 2010 17:43; Akt: 06.11.2010 17:53 Print

«Die politische Elite ist in Aufruhr»»

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders spürt den Aufwind. Er bezeichnet den Islam erneut als «totalitäre und gewalttätige Ideologie».

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Geert Wilders ferdert ein Verbot des Korans in seinem Land gefordert - wegen «Anstachelung zu Gewalt und Hass». Die von ihm gestützte niederländische Regierung sei entschlossen, ein Verbot der Burka wie auch eine «enorme Verringerung» der Einwanderung durchzusetzen, sagte Wilders in einem Interview des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel».

In seinem Ziel, die Islamisierung des Kontinents zu bekämpfen, sehe er sich bestärkt durch Zuspruch aus Nachbarländern. «Europa muss aufstehen und der islamischen Welt mitteilen: Genug ist genug, wir werden uns wehren, mit demokratischen Mitteln», sagte Wilders.

«Die politische Elite ist in Aufruhr»

Auch in Deutschland seien die Dinge in Bewegung geraten, fügte der Chef der Freiheitspartei (PVV) dem Spiegel zufolge hinzu. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Angst, eine «charismatische Persönlichkeit ohne rechtsextremen Hintergrund» könne in Deutschland inzwischen mit 20 Prozent der Stimmen rechnen.

Auf die Sarrazin-Debatte eingehend und die Äusserungen von Bundespräsident Christian Wulff zur Rolle des Islam, sagte Wilders laut «Spiegel»-Vorabbericht: «Was wir in Holland bereits erlebt haben», passiere nun auch in Deutschland: «Die politische Elite ist in Aufruhr.»

Zum Thema Europäische Union bekräftigte Wilders dem Magazin, seine Partei lehne «jede Form von EU-Erweiterung ab. Wir werden gegen sämtliche weiteren Kandidaten inklusive Kroatien stimmen. Die Regierung wird sich ihre Mehrheit anderswo suchen müssen». Insbesondere einer Aufnahme der Türkei werde er sich widersetzen - es drohe «ein Trojanisches Islamisches Pferd in der EU, plus eine Aussengrenze mit kriminellen Staaten wie Syrien und Iran».

(ap)