Washington D.C.

09. Januar 2016 08:51; Akt: 09.01.2016 09:22 Print

«First Dog» entgeht knapp einer Entführung

Für den Secret Service hat die Sicherheit des Präsidenten und seiner Familie Priorität. Doch nun wollen die Agenten die Entführung eines Hundes verhindert haben.

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Ein Mann soll die Entführung eines Hundes von US-Präsident Barack Obama geplant haben. Dazu sei der aus dem US-Staat North Dakota stammende Verdächtige nach Washington gefahren, hiess es am Freitag in Gerichtsdokumenten unter Berufung auf Agenten des Secret Service. Diese verhörten den Mann in einem Hotel in der US-Hauptstadt, nachdem sie von Kollegen in Minnesota einen Tipp erhalten hatten. Da sei jemand auf dem Weg nach Washington, um ein «Haustier» der Familie des Präsidenten zu verschleppen, warnte das dortige Secret-Service-Büro. Die Obamas haben zwei Portugiesische Wasserhunde namens Bo und Sunny.

Das Verhör des Verdächtigen fand am Mittwoch statt. Die Agenten hätten ihn gefragt, ob er Zugang zu Waffen habe, hiess es in den Akten. Der Mann habe zugegeben, zwei Waffen in seinem Lastwagen zu haben. Daraufhin durchsuchten die Agenten den Wagen und förderten eine Schrotflinte, ein Gewehr, eine Machete, einen Gummiknüppel und Munition zutage.

Mann hält sich für Jesus

Der Mann wurde festgenommen. Gerichtsdokumenten zufolge ist er nicht als Waffenbesitzer registriert. Ihm werden daher Verstösse gegen das Waffengesetz in Washington D.C. vorgeworfen, das das Tragen eines Gewehres oder einer Schrotflinte ausserhalb der Wohnung oder Firma verbietet.

Den Akten zufolge fiel der Verdächtige im Verhör auch mit bizarren Angaben zu seiner Person auf. Er sei «Jesus Christus», seine Eltern seien Präsident John F. Kennedy und Schauspielerin Marilyn Monroe. Nach Washington sei er gekommen, um seine Präsidentschaftskandidatur zu verkünden, sagte der Mann. Sein Anwalt reagierte am Freitagabend zunächst nicht auf Anfragen zu einem Kommentar. Der Verdächtige wurde am selben Tag aus der Haft entlassen, muss jedoch eine elektronische Fussfessel zur Überwachung tragen.

Bo und Sunny

Die Suche der First Family nach einem Hund fürs Weisse Haus wurde medial ausgiebig begleitet. Am Abend seines Wahlsieges im Jahr 2008 hatte der damalige designierte Präsident Obama erklärt, dass sich seine Töchter Sasha und Malia nun einen «neuen Welpen verdient hätten, der mit uns ins Weisse Haus einziehen wird.»

2009 wurde der Rüde Bo dann Teil der Familie. Der Portugiesische Wasserhund war ein Geschenk von Ted Kennedy, dem damaligen Senator von Massachusetts. Vier Jahre später stiess Weibchen Sunny dazu. Die Hunde sind bei Veranstaltungen im Weissen Haus regelmässig zu sehen.

(mlr/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petra Chevalier am 09.01.2016 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Elektronische Fesseln?Was muss passieren

    Ich finde es denkwürdig, dass dieser "kranke Mann" aus der Haft entlassen wurde. - Und dann wundert man sich wenn irgendwelche Verbrechen am Schluss begangen werden. Elektronische Fessel? - Auch mit der kannst Du Schaden anrichten. Nur mit dem Vorteil, dass man weiss wo er ist/war. (Nehme ich an) Egal ob an Mensch oder Tier in Gefahr. So jemand, mit solchen Aussagen, gehört in eine Zelle. Sorry. Muss immer erst was passieren?

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  • marko 30 am 09.01.2016 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    USA President

    Hunde Entführung ist das allerletzte!

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  • Klatsch ins Gesicht am 09.01.2016 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    What a move - checkmate!

    Alle die wissen..wissen warum das portugiesische Hunde sind und keine Anderen.. :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Evelyne am 09.01.2016 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Helft dem Mann!

    Na ja, wenn die einzige Gefahr von diesem bedauerlichen Mann darin besteht, dass vermutet wird er könnte des Präsidenten Hunde entführt haben wollen, lasst ihn doch in Ruhe und gebt ihm psychiatrische Hilfe.

    • noemi am 09.01.2016 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Evelyne

      in amerika wird psychiatrischs hilfe erst gegeben wenn man das freiwillig möchte und es auch bezahlen kann. krankenkassen verhindern häufig das einliefern in eine psychiatrische institution aus dem grund, weil es zu teuer ist

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  • Regen am 09.01.2016 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas vergessen?

    Hmm war er kein "Islamist" schliesslich wenn es um etwas negatives geht, dann ist sofort klar was im Text stehen sollte.

    • B.R. am 09.01.2016 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Toten

      Es gab keine wahllosen Toten. also kein Islamist. Nur so zur indo: Es gibt auch andere komische Typen. Ob der ein ernsthaftes Risiko war bezweifle ich .

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  • marko 30 am 09.01.2016 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    USA President

    Hunde Entführung ist das allerletzte!

    • antonzum am 09.01.2016 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marko 30

      Ja, das darf man wirklich nicht tun!

    • Walti Vogelweid am 09.01.2016 16:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marko 30

      Nimand hat irgendwas entführt. Nur eventuell und vielleicht geplant. Und es heißt Präsident.

    • N.D. am 09.01.2016 21:06 Report Diesen Beitrag melden

      Bildung

      Walti, das Wort hat er wohl auf Englisch geschrieben. Ein bisschen Bildung würde dir gut tun.

    • marko 30 am 09.01.2016 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @N.D.

      Sicher

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  • Petra Chevalier am 09.01.2016 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Elektronische Fesseln?Was muss passieren

    Ich finde es denkwürdig, dass dieser "kranke Mann" aus der Haft entlassen wurde. - Und dann wundert man sich wenn irgendwelche Verbrechen am Schluss begangen werden. Elektronische Fessel? - Auch mit der kannst Du Schaden anrichten. Nur mit dem Vorteil, dass man weiss wo er ist/war. (Nehme ich an) Egal ob an Mensch oder Tier in Gefahr. So jemand, mit solchen Aussagen, gehört in eine Zelle. Sorry. Muss immer erst was passieren?

    • Demokrat am 09.01.2016 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      Normal in einer Demokratie

      In einer Demokratie darf Niemand verurteilt werden, nur weil er "etwas" plant. Solange keine Gesetze gebrochen wurden, hier hat der Mann nur kleine Gesetzesverstosse verübt, solange darf Niemand eingesperrt werden. Sonst heistt die Regierungsform "Dikatatur" und nicht Demokratie.

    • Vorurteiler am 09.01.2016 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Petra Chevalier

      Was bringt es einen Menschen zu bestrafen und zu verurteilen der offensichtluch in einer kranken Umgebung aufgewachsen ist. Wir müssen endlich damit beginnen Lösungsorientiert zu handeln anstatt Orobleme zu betäuben!

    • Gertrud am 30.01.2016 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Demokrat

      Due hast recht. Das ist ja das schlimme, es muss zuerst etwas passieren bevor gehandelt werden kann. Der Mann wird unter beobachtung gestellt, so sieht man wenigstens wo er sich bewegt. Im schlimsten Fall kann er die Fessel entfernen, was dan.

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  • Klatsch ins Gesicht am 09.01.2016 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    What a move - checkmate!

    Alle die wissen..wissen warum das portugiesische Hunde sind und keine Anderen.. :)

    • Silly Billy am 09.01.2016 10:17 Report Diesen Beitrag melden

      Oh wie wahr! schön brave Hunde

      Aber sowas von! er kann es definitiv mit allen aggressiven portugiesischen Hunden aufnehmen welche sich dem russischen Bären untergeordnet haben, da passt auch noch ein Solidaritätsprojekt mit rein, indem man zwei freundliche davon zu sich nach Hause holt und sie zu Freunden macht, jemand muss ja ihre bissigen Landesgenossen ankünden können bevor sie Schaden anrichten. Wer könnte das besser als ein friedlicher wunderschöner Landesgenosse!

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