Papst Franziskus

25. Dezember 2019 02:00; Akt: 27.12.2019 09:37 Print

«Das Licht Christi ist heller»

55'000 Gläubige haben sich an Weihnachten auf dem Petersplatz in Rom versammelt. Der Papst rief zu Frieden auf.

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Papst Franziskus hat zum Frieden in der Welt aufgerufen. In seiner Weihnachtsbotschaft auf dem Petersplatz in Rom äusserte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Konflikte auf vier Kontinenten. Er forderte auch einen besseren Schutz für Flüchtlinge und prangerte die Abschottungspolitik Europas an.

«Möge Christus das Licht für die vielen Kinder sein, die unter dem Krieg und den Konflikten im Nahen Osten und in verschiedenen Ländern der Erde leiden. Er richte das geschätzte syrische Volk auf, das immer noch kein Ende der Feindseligkeiten findet», sagte Franziskus von der Loggia des Petersdoms vor den Gläubigen aus aller Welt, die sich auf dem Platz versammelt hatten. Laut vatikanischer Gendarmerie waren es 55'000.

Segen «Urbi» et Orbi«

Am Ende seiner Weihnachtsbotschaft spendete der Papst den traditionellen Segen »Urbi et Orbi« (der Stadt und dem Erdkreis). Dieser wird jährlich zu Weihnachten und Ostern sowie nach der Wahl eines neuen Papstes ausgesprochen.

Christen feiern an Weihnachten die Geburt des Religionsstifters Jesus Christus, in dem nach christlichem Glauben Gott Mensch wurde. »Es gibt die Finsternis bei den wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Konflikten, doch das Licht Christi ist heller«, sagte der Papst.

»Der Herr Jesus möge ein Licht für das Heilige Land sein, wo er, der Erlöser der Menschen, geboren wurde«, sagte er mit Blick auf den Nahostkonflikt. Er erinnerte zugleich an die Volksproteste gegen die politische Elite im Libanon und im Irak sowie an den Krieg im Jemen.

In seiner Weihnachtsbotschaft ging der Papst auch auf Konflikte in Afrika ein. Jesus möge »der Bevölkerung der östlichen Regionen der Demokratischen Republik Kongo« Frieden geben, die von andauernden Konflikten gequält werde, sagte er. Er verurteilte auch die Angriffe auf Christen und weitere Opfer »radikaler Gruppierungen«, besonders in Burkina Faso, Mali, Niger und Nigeria.

Der Papst forderte einen dauerhaften Frieden in der Ukraine. Mit Blick auf den amerikanischen Kontinent sagte er, dass dort »einige Nationen« eine Periode gesellschaftlicher und politischer Unruhen durchlebten. Namentlich nannte er Venezuela.

Kritik an Flüchtlingspolitik

Das Oberhaupt von weltweit 1,3 Milliarden Katholiken erinnerte zugleich an das Leid der Flüchtlinge und kritisierte das Verhalten von Aufnahmeländern.

»Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, Wüsten und Meere, die zu Friedhöfen werden, zu überqueren. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, unsagbare Misshandlungen, Knechtschaft jeder Art und Folter in den unmenschlichen Auffanglagern zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie abweist von Orten, wo sie eine Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten und die sie auf Mauern der Gleichgültigkeit stossen lässt", sagte er.

Schon Stunden zuvor hatte er in einer gesonderten Botschaft gemeinsam mit Kirchenführern aus England und Schottland zu einer friedlichen Beendigung des blutigen Konflikts im Südsudan aufgerufen.

An Heiligabend hatte Franziskus bei der Christmesse im Petersdom zu selbstloser Mitmenschlichkeit aufgerufen. Am Donnerstag, dem katholischen Hochfest des Heiligen Stephanus und zweiten Weihnachtsfeiertag, spricht der Pontifex das Angelus-Gebet.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DasBösesinddie5 am 25.12.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Für mich ist dieser ganze Verein nicht mehr tragbar!

  • NichtGlaübiger am 25.12.2019 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    Das grösste problem auf dieser welt, die religion. Bin überzeugt davon wenn wir alle keiner religion angehören würden, wäre alles bissl besser.

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  • Frau Ehrlicher am 25.12.2019 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich muss das nicht!

    Schön, dass Gott das tut..... Da ich mich persönlich nicht als göttliches Wesen sehe, muss ich es ihm ja nicht gleich tun und darf sagen: Ich verabscheue die schlimmsten Menschen zutiefst und wünsche ihnen das Schlimmste was ich ihnen nur wünschen kann. Ich wäre kein Mensch, jedenfalls kein ehrlicher, täte ich das nicht. So hat Gott den Menschen nun mal geschaffen.....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Diamondcobra am 26.12.2019 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Lisa am 26.12.2019 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Himmel oder Hölle ? Freue Wahl

    Wer an Gott wirklich glaubt und dafür Respeckt hat , der wird 10 Gebote respektieren ud danach leben . Wem diese Warheit nicht passt , der wird zu Papst gehen , oder sonst noch irgendwo anders gehen und nach anderen Geschichten suchen .

  • I.G. am 26.12.2019 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Alles klar

    Durch Unterstützung von Bösen , nach dem Motto " macht was Ihr wollt , es kommt so wieso alles gut für uns " , ist bereits alles gesagt worden . Dadurch sind unzählige gute und unschuldige Menschen ( vor allem wahren Christen ) in den letzten 5 Jahren ermordet worden und der Terror geht weiter mit dem Ziel dass es keine wahren Gleubigen und gute Menschen gibt .Statdessen sollen die schlimmsten Menschen weiter so machen , weil der " Gott " Sie GAFÜR liebt . Kirche ist ein Nest der Ungläubigen Parasiten und der Kinderschender geworden . Ich habe mit geschwören dass ich nie wieder eine betrete.

  • M.S. am 26.12.2019 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Jemand der die Antwort kennt

    Das Licht Gottes ist heller und stärker als alles .Nur weil der Gott noch Geduld hat und wegen der noch ein Paar treuer Gottes Diener nicht gleich alles zerstört obwohl es in seiner Macht steht , heisst nicht dass er die bösen auch noch liebt .Die sind in Gottes Augen so wie Tieren. Nur Tieren dürfen böse sein weil Sie Tieren sind .Es ist nichts neues , der Satan wollte schon immer über Gott stehen und Ihnen quasi das geben was der Gott in seinem Gesetz verbietet . Jetzt ist diese Zeit der falschen Propheten gekommen . Wer was ist und was er propagiert erkennt jeder der was von Gott weiss.

  • A.M. am 26.12.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Man hat sein wahres Gesicht endlich gezeigt

    " Gott liebt alle Menschen " , sagen die , die den Gott nicht ernst genomnen haben , nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen . Sie glauben dass Sie weiterhin so nach eigenen Regeln leben können und selbst welche erfinden , denn offensichtlich würde Ihren " lebensstyle " , die Warcheit und Gottes " Grenzen " nicht passen . Stattdessen animieren Sie die anderen ohne Gottesregeln zu leben , weil Sie der Gott quasi trotzdem alle lieben würde. Die Gleubigen werden " in Namen Gottes " manipuliert . Wo genau könnte man die Gleubigen mehr beeinflussen und Ihre glaubesweise manipulieren