Kim Jong-un

26. April 2019 00:40; Akt: 26.04.2019 05:27 Print

Frieden hänge von den USA ab

Während seines Gipfeltreffens mit Russland hat der nordkoreanische Machthaber mahnende Worte in Richtung Trump geschickt.

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Sicherheit und Frieden auf der koreanischen Halbinsel hängen nach Darstellung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un vom künftigen Verhalten der USA ab. Dies habe Kim während seines Gipfeltreffens mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag gesagt, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.

«Die Situation auf der koreanischen Halbinsel und in der Region stagniert und hat einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie wieder zu ihrem Ursprungszustand zurückkehren kann», wurde Kim zitiert. Die USA hätten bei seinem vorzeitig abgebrochenen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump vor zwei Monaten in Hanoi mit schlechter Absicht gehandelt, hiess es weiter. Man wappne sich «für alle möglichen Situationen».

Treffen in Nordkorea geplant

Während des Gipfels in Hanoi hatten beide Seiten ihre Differenzen bei den Verhandlungen zur atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht überbrücken können. Nordkorea fordert einen schrittweisen Ansatz, der mit Sanktionslockerungen seitens der USA einhergeht. Die US-Regierung erwartet hingegen einen umfangreiche Einigung zur nuklearen Abrüstung, ehe sie wirtschaftliche Zugeständnisse macht.

In dem KCNA-Bericht heisst es zudem, dass Kim den Kreml-Chef eingeladen habe, «zu einem passenden Zeitpunkt» nach Nordkorea zu kommen. Putin habe die Einladung bereitwillig angenommen.

Kim und Putin hatten sich am Donnerstag im ostrussischen Wladiwostok erstmals getroffen. Sie sprachen sich dabei für eine Vertiefung der Beziehungen beider Länder aus. Putin forderte zudem Sicherheitsgarantien für Nordkorea. Laut KCNA sprachen Putin und Kim auch über eine stärkere «strategische Kommunikation und taktische Zusammenarbeit».

(afp)