Palin vs. Obama

27. Mai 2011 09:22; Akt: 27.05.2011 10:17 Print

«Hockey-Mom» for President

von Manuel Jakob - Die Zeichen mehren sich, dass Sarah Palin 2012 Herausforderin von Barack Obama für das Präsidentenamt sein könnte. Die Republikanerin verspürt «ein Feuer im Bauch».

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Reiht sich Sarah Palin unter die Herausforderer Obamas ein? (Bild: Keystone)

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Sie will es wohl nochmals wissen. Sarah Palin, amerikanische Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin, Ex-Gouverneurin Alaskas, Ex-Vize-Miss-Alaska und Ex-Top-Suchbegriff bei Google, dürfte als Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahlen 2012 antreten und damit Herausforderin von Barack Obama werden - sofern sie die innerparteiliche Ausmarchungsrunde übersteht. Das weiss zumindest die «New York Times» zu berichten. Ob sich Palin innerhalb der Republikanischen Partei gegen andere Bewerber durchsetzen würde, ist allerdings alles andere als sicher.

Umfrage
Soll Sarah Palin 2012 für die US-Präsidentschaftswahlen antreten?
8 %
51 %
2 %
39 %
Insgesamt 926 Teilnehmer

Die Zeitung schreibt, dass sich Palin und ihr Ehemann Todd in Scottsdale, Arizona, ein Haus gekauft haben. Ein klares Signal, dass Palin sich auf den Wahlkampf vorbereite, meinen die Autoren. Immerhin sei Arizona ein deutlich besserer Ausgangspunkt als Alaska, wo Palin ursprünglich herkommt und bislang auch gewohnt hat. Gleichzeitig wird im Artikel aber auch eingeräumt, dass dieser Schritt familiäre Gründe haben könnte. Denn auch die 20-jährige Tochter Bristol, die Mama Sarah schon vor zwei Jahren zur jungen Grossmutter gemacht hatte, hat erst gerade kürzlich in der Nähe von Scottsdale eine Immobilie erworben. Zudem habe die 47-Jährige ihren persönlichen Staff erweitert und zwei Personen wieder angestellt, die ihr schon früher bei der Planung ihrer politischen Agenda geholfen hätten.

Jeff Jorgensen, Präsident der Republikanischen Partei von Pottawattamie County in Iowa, glaubt an die These der «Times». «Alle Indikatoren weisen darauf hin, dass sie antreten wird – ihre Fans haben da ein gutes Gespür», sagte er der Zeitung. «Die Leute suchen jemand, den es da draussen noch nicht gibt, eine Ronald-Reagan-Reinkarnation.»

«Das Feuer im Bauch»

Zusätzlich genährt wird das Gerücht einer möglichen Kandidatur Palins durch die Tatsache, dass ein Film über den Aufstieg der «Hockey-Mom» geplant sei, wie die Huffington Post vermeldet. Ausserdem hat sie in einem Interview der Fox News Channel-Moderatorin Greta Van Susteren gegenüber von einem «Feuer in meinem Bauch» gesprochen, das dermassen wüte und sie immer wieder dazu ermuntere, alles was gut und traditionell an Amerika sei zu konservieren (s. Video unten). Amerika müsse wieder zurück auf den rechten Weg geführt werden. Das erreiche man nur, «indem wir Obama 2012 besiegen».

Ausserdem sagte sie: «Ich will sichergehen, dass wir einen Kandidaten stellen können, der die Linie der Tea Party vertritt.» Das bedeute allerdings nicht, dass diese Person sie selber sein müsse. Eine Kandidatur Palins würde wohl vor allem eine besonders freuen: Die Komödiantin Tina Fey, die mit ihren Parodien von Sarah Palin fast besser als das Original ist. In einem Sketch bei Saturday Night Live liess die 40-Jährige folgenden Spruch vom Stapel: «Die Leute sollen wissen, dass ich für den Rest meines Lebens alle vier Jahre bei den Präsidentschaftswahlen antreten werde. Es sind meine Olympischen Spiele und ich will jede Menge Silbermedaillen gewinnen» (s. Video ganz unten).

Das Interview auf Fox News:

Die Parodistin Tina Fey bei Saturday Night Live:


(Videos: youtube.com)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frank Gembeck am 27.05.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Inwiefern sollte Palin schlechter sein?

    Mehr Schulden als Obama zu machen sollte kaum zu schaffen sein. Gitmo ist auch noch offen und die Kriege gehen ja auch weiter und mit Libyen hat er schon die nächste Büchse geöffnet. Die Leute merken nicht, dass er viel verspricht aber keinen Deut besser als Bush ist, im Gegenteil. Schlau ist er aber. Man muss nur versprechen, was einlösen muss man nicht, solange man die Presse auf seiner Seite hat ;)

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  • Fredy Berger am 27.05.2011 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mighty Ducks

    Dann wird aus Michelle Obama's Gemüsegarten hinter dem Weissen Haus ein Eisfeld gebaut.

  • Strategie-Experte am 27.05.2011 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hockey-Moms are best!

    Frau Palin wurde von politischen Gegnern auf beiden Seiten des Atlantiks bereits als Volltrottel hingestellt. Diese Taktik muss nicht zwingend erfolgreich sein. Kein US-Präsident regiert selber, vielmehr werden sie von ihrer Administration regiert, deren Aushängeschild sie sind. Obama liest JEDES Wort vom Teleprompter ab wie ein Tagesschau-Sprecher. Aus einem Schlussspurt Obama-Palin kann Frau Palin durchaus siegreich hervorgehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • andy444 am 27.05.2011 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Unterirdisch

    Ich war mir ganz sicher, dass es auch für amis unmöglich sein würde, jemanden in betracht zu ziehen, der einen noch unterirdischeren IQ aufweist als Bush junior. My Goodness; dann geht die westliche Welt aber wirklich definitiv den Bach runter!!!

  • The show must go on! am 27.05.2011 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten und Tee trinken.

    Mit geilen Wahl-Tee-Party's, gut geschminkt, mit Photoshop bearbeiteter Printwerbung und Fernsehauftritten im Playbackverfahren mit Texten von Disney's Minnie Mous, wird sie fast sicher die Sympathie der amerikanischen Wähler gewinnen. Das Feuer im Bauch würde ich an ihrer Stelle aber schon mal, mit Kamillentee an einer ihrer Teepartys löschen, damit ihre Wähler nicht nur Asche entsorgen müssen.

  • Frank Gembeck am 27.05.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Inwiefern sollte Palin schlechter sein?

    Mehr Schulden als Obama zu machen sollte kaum zu schaffen sein. Gitmo ist auch noch offen und die Kriege gehen ja auch weiter und mit Libyen hat er schon die nächste Büchse geöffnet. Die Leute merken nicht, dass er viel verspricht aber keinen Deut besser als Bush ist, im Gegenteil. Schlau ist er aber. Man muss nur versprechen, was einlösen muss man nicht, solange man die Presse auf seiner Seite hat ;)

    • andy444 am 27.05.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Volkswirtschaftskurs nötig...?

      Haben Sie irgendwann mal wenigstens zu Hause oder so mit Budgets zu tun gehabt? Obama ist genau so wenig mein Freund wie die Kollegen von den Rep's! Eins ist aber klar: Der jetzige Schuldenstand wurde in den letzten 8 Jahren von Bush/Rep erreicht! Uebrigens nachzulesen in einschlägigen seriösen Veröffentlichungen: entgegen vielfacher Meinung waren es meistens Demokraten, die die Budgets in den Griff bekamen, die die Reps ins Elend gewirtschaftet hatten. Einer der erfolgreichen war Clinton. Tipp: Volkswirtschaftskurse kann man sogar bei Migros buchen!

    • E.S. am 28.05.2011 06:50 Report Diesen Beitrag melden

      Palin soll in Alaska bleiben

      Sind wir doch einmal ehrlich, Obama muss den Scherbenhaufen, welche ihm die Republikaner hinterlassen haben, erst einmal aufräumen. Diese sind doch die Kriegstreiber. Palin selber würde ja nach eigenen Angaben sogar einen Angriff gegen Iran nicht ausschliessen.

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  • Monique am 27.05.2011 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Im Grunde genommen ist es egal

    Ist das alles, was die Republikaner anbieten können? Aber wie auch immer, ob B.H. Obama oder sonst wer, es wird sich nichts ändern. Ganz im Gegenteil.

  • Ein Schweizer am 27.05.2011 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer haben keine Ahnung

    Ich bin kein Fan von Palin aber die Schweizer glauben wieder mal, wenn man den Kommentaren hier glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ich wette kein einziger könnte mir ohne vorher nachzulesen Punkte aus ihrem Programm, bzw. ihre Meinung zu div. Themen nennen. Die meisten kennen wahrscheinlich nicht mal die genauen Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten. Sarah Palin einfach als dumm abzustempeln zeugt nicht von Charakter und ist eine Folge von lächerlichen Hetzkampagnen von linken Medien. Zum Thema. Eine Chance hat sie kaum. Obama wird wiedergewählt werden.

    • Micha am 27.05.2011 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Republikaner sind Bürgerrechtler!!

      Richtig! Und was noch schlimmer ist: Man wird als Rassist beschimpft, wenn man gegen Obama ist und Republikanische Kandidaten, wie Allen West, Allen Keyes oder Herman Cain als Gegenkandidaten erwähnt. Nur, der superschlaue Schweizer kennt die 3 Kanidaten nicht. Müssen aber alles Rassistische KKK'ler sein, da Republikaner. Dumm, dass alle 3 Schwarz sind und der einzige KKK'ler im Senat ( bis 2009! ) ein Demokrat war. Und der flog auch nur raus, weil er starb, sonst wäre der wiedergewählt worden. Die wirkliche Bürgerrechtspartei war immer die Republikanische. Lest mal ein Geschichtsbuch!

    • Christian am 27.05.2011 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimmt...

      Da hast du absolut Recht. Die Republikaner besinnen sich einfach zurück auf das was Amerika stark gemacht hat, nämlich harte Arbeit und wenig Staat. Leider haben Europäer oft absolut keine Ahnung von amerikanischer Politik.

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